| Aus dem
Leutaschtal führt uns eine lange und sehr schöne Bergtour
über das Leutascher Platt und den Hermann-von-Barth-Weg
hinauf zur westl. Partenkirchener Dreitorspitze. Von hier hat
man einen grandiosen Blick in das Wetterstein- und Karwendelgebirge.
Ein einfacher und schöner Klettersteig - allerdings mit
extrem hoher Steinschlaggefahr - erwartet den ambitionierten
Bergwanderer. |
Partenkirchener
Dreitorspitze
Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollte auf diesem Steig
unbedingt vorhanden sein.
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Routenverlauf:
Leutaschtal - Bergleintal -
Meilerhütte - Hermann von Barth Weg - Partenkirchener Dreitorspitze
- Leutascher Platt - Söllerpaß - Söllerrinne
- Puittal - Reindlau - Leutaschtal
ca.
11 Std.
Tourenbeschreibung:
Start der heutigen Tour ist beim Hubertushof im Leutaschtal.
Gegen 08:15 gehen wir los und folgen den roten Wegmarkierungen
hinein in das Bergleintal. Das Thermometer zeigt gerade
einmal +6°, und so richtig warm ist keinem von uns.
Doch das ändert sich schnell, denn zum einen steigt
der Weg steil empor, zum anderen haben wir bald die Sonne
im Rücken. Wir folgen dem Pfad durch das Tal. Der Weg
ist sehr gut gekennzeichnet, und bis kurz unterhalb der
Meilerhütte gibt es keine weiteren Verzweigungen mehr.
Nach etwa 2 Stunden Aufstieg erreichen wir eine kleine Hütte
unterhalb des Mustersteins. Auf den riesigen um die Hütte
liegenden Felsbrocken legen wir eine kurze Pause ein (ca.
20 Min.), bevor wir die letzten Höhenmeter hinauf zur
Meilerhütte angehen. Untehalb der Hütte geht es
ins steilen Serpentienen durch ein riesiges Geröllfeld.
Gegen halb 12 Uhr erreichen wir dann die Meilerhütte.
Die Terrasse ist gut besucht, doch noch bietet sie ausreichend
Platz, sodass wir uns ein sonniges Plätzchen auswählen
können, um uns mit einem Bergsteigereintopf zu stärken.
Von der Terrasse aus können wir dem Treiben rund um
die östl. und mittlere Partenkirchener Dreitorspitze
zusehen. Eine Gruppe Kletterer hat sich über den Süd-Ost-Grat
der mittleren Spitze gemüht, weitere kleine Gruppen
kämpfen sich von der östl. zur westl. Spitze durch.
Nach einer guten Stunde Pause auf der Meilerhütte folgen
wir dem Hermann-von-Barth-Weg hinüber unter die Steilwand
der östl. Dreitorspitze. Von hier führt ein deutlich
zu erkennender Bergpfad, z. T. durch Drahtseile versichert
hinunter auf ein größes Geröllfeld.
Dieses Geröllfeld queren wir in süd-westlicher
Richtung. Die Markierungen hier sind spärlich, doch
wer den Spuren im Geröll folgt, findet nach etwa 30
Minuten die Einstiegsstelle in den Steig.
Direkt am Einstieg befindet sich auch ein Schalter mit Steckdose.
Wer nicht mehr kann, hat hier die Möglichkeit nach
einem Aufzug zu klingeln.... :-).
Der Steig ist unschwierig, doch sollte man die Steinschlaggefahr
durch Vorausgehende auf keinen Fall unterschätzen.
Bereits nach wenigen Metern im Steig flogen kleinere Steine
direkt an uns vorbei. Gut gesichert geht es steil aufwärts,
bevor es flacher wird und über schuttbedeckte Schroffen
weiter den Trittspuren folgend zum Gipfel geht.
Vom Gipfel hat man eine hervorragende Sicht auf das Reintal
bis hinauf zum Zugspitz Platt. Sehr schön zu sehen
ist der Jubiläumsgrat (Zugspitze - Höllentalspitzen
- Vollkarspitze - Hochblassen) sowie die Ostflanke der Alpspitze.
Schaut man in östl. Richtung, hat man phantastische
Einblicke in das Karwendel. Gut zu erkennen sind Hoher Gleirsch,
Pleisenspitze und der gesamte Mittenwalder Höhenweg.
Die Sonne hat sich hinter den dicken Wolken versteckt, sodass
es deutlich kühler wird. Wir verweilen nur kurz auf
dem Gipfel, bevor wir den Abstieg angehen. Der Abstieg erfolgt
auf dem Aufstiegsweg, zunächst über die Schroffen,
dann über den versicherten Steig. Kaum hatten wir die
ersten Meter hinab bewältigt, donnerten von oben kindskopfgroße
Geröllbrocken auf uns zu. Mit mächtigen Sätzen
versuchten wir uns aus der Gefahrenzone zu bringen und hatten
dabei großes Glück. Es gab nur einen Treffer
an den Schuh, was zwar kurzzeitig heftige Schmerzen verursachte,
wir aber keine weiter Hilfe benötigten. Das ganze hätte
durchaus auch anders ausgehen können. Verursacht wurde
der Steinschlag vermutlich durch die kleine Gruppe Bergwanderer,
die etwa 10 Minuten vorher an uns vorbei aufgestiegen sind.
Am Ende des Steigs angekommen, folgen wir zunächst
dem Aufstiegsweg durch das Geröllfeld, bis dieser in
westl. (links) Richtung zurück zur Meilerhütte
führt. An diesem "Kreuzungspunkt" gehen wir
geradeaus und folgen den teilweise schwer zu erkennenden
Trittspuren über das Leutascher Platt hinüber
zum Söllerpass. Der Weiterweg auf dem felsigen Platt
ist mit wenigen Steinmandln gekennzeichnet und sollte nur
bei ausreichender Sicht und Orientierungssinn begangen werden.
Durch die sehr steile Söllerrinne geht es hinab ins
Puittal. Von hier aus folgen wir dem Weg Nr. 9 über
das Puitegg bis zur Weggabelung. Ab hier der Beschilderung
in Richtung Reindlau (Weg Nr. 35) folgen. Kurz vor Ende
der Tour kommt man wieder auf den Aufstiegsweg, auf dem
es zurrück zum Hubertushof geht. Hier gönnen wir
uns noch Apfelsaftschorlen, Apfelstrudel mit Sahne und Topfenstrudel
mit Vanillesoße. Die Strudel sowie die Bedienungen
sind große Klasse.
Die Tour auf die Partenkirchener Dreitorspitze ist einen
lange und schöne Tour. Wir empfehlen diese Tour nur
konditionsstarken Bergwanderern als Tagestour.
Blick vom Leutascher Platt auf die Partenkirchener Dreitorspitze

zum Höhenprofil
Charakter / Schwierigkeit:
- gut gesicherter Steig (einfach bis mittelschwer)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich
- an einigen Stellen ausgesetzt
Ausrüstung:
- unbedingt einen Helm, --> hohe Steinschlaggefahr
- ggf. Klettersteig-Ausrüstung (Komplettgurt, Klettersteigset,
Helm, Handschuhe)
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende September
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