ca.
7 Std.
Tourenbeschreibung:
In Ellmau (804 m) angekommen, halten wir uns etwa in Ortsmitte
links und folgen der Straße durch den neuen Golfplatz
hinauf zur Wochenbrunneralm (1086 m). Dieser folgen wir etwa
5 km bis wir an die Mautstelle (982 m) kommen. Das Ticket
für die letzten Meter und den Parkplatz erhalten wir
direkt hinter einer scharfen Rechtskurve für € 4,00.
Nach drei weiteren Spitzkehren erreichen wir den großen
Parkplatz an der Wochenbrunneralm. Ein kurzes Frühstück,
die Wanderstiefel geschührt und schon geht´s los.
Wir folgen dem Weg durch den Mischwald. Zunächst gemächlich,
bald aber steiler. Unterhalb der Gruttenköpfe queren
wir ein erstes Geröllfeld, und man bekommt einen ersten
Vorgeschmack auf das was noch kommen wird. In einem großen
Rechtsbogen steigen wir weiter dem Weg folgend auf, bis mitten
auf dem Weg in etwa 1450 m eine dicke Kröte uns den Weg
versperrt. Rings herum kein Bach oder Tümpel, aber 'ne
dicke fette Kröte. Sie lässt uns und wir sie in
Ruhe weiterziehen, so dass wir nach etwa 1 ½ Stunden an
der Gruttenhütte (1620 m) ankommen. Hier packen wir unser
Rucksäcke um, so dass wir nicht alles, was für die
Übernachtung dabei ist, mit auf die Halt tragen müssen.
Umgepackt ist schnell und wir genießen ein wenig die
herrliche Sonne auf der großen Terrasse. Als wir uns
für den Weiterweg fertig machen, hören wir einen
Hubschrauber. Er fliegt mehrere Runden um die Hütte bis
er auf dem dafür vorgesehenen Platz landet. Die Maschine
wird für die Bergrettung vorbereitet, und nach kurzer
Zeit entschwebt er, mit einen Mann von der Bergrettung, in
Richtung Treffauer. Kaum 10 Minuten vergehen und er bringt
die erste von 3 Personen zum Landeplatz zurück. Die anderen
beiden werden bei der zweiten Tour auf einmal abgeholt. Die
drei waren scheinbar nicht richtig für eine solche Bergtour
vorbereitet und ausgerüstet.
Nach dem Spektakel verlassen wir die Hütte
und folgen dem Weg 813 in nördl. Richtung. Durch das
große Schuttkar (Hochgrubach) hindurch führt der
Weg hinüber zum Einstieg in den Steig. Zunächst
geht man direkt in der Steilwand in westl. Richtung über
den Gamsanger -teilweise steil- hinüber zur Rote Rinne
Scharte. Auf diesen teilweise schmalen Grasbändern besteht
eine erhöhte Steinschlaggefahr und es ist ratsam, den
Helm aufzusetzen!!! [-->An der Jägerleiter Abstieg
über den Oberen Scharlinger Boden zum Kaiser-Schützen-Steig
möglich, der wohl deutlich schwieriger, aber auch sehr
schön hinauf zur Kleinen Halt (2116 m) und der Gamshalt
(2291 m) führt<--]
An der Jägerwand führt eine Eisentreppe weiter hinauf
zur Halt. Nach einigen steilen Passagen teilt sich der Weg.
Da beide hinauf führen, entscheiden wir uns für
die linke Variante und stehen so bald in einer tiefen Felsspalte
der "Achselrinne", an deren Ende eine Leiter senkrecht
aus dem Loch führt. Danach treffen die Wege wieder aufeinander.
Weiter den Markierungen über die "Maximiliansstraße"
folgend kommen wir über flache breite Schuttbänder
an der Babenstuber Hütte (nicht Blitzschlag gesichert)
vorbei. Von hier aus erkennt man den Gipfel und das Kreuz
deutlich. Die Ellmauer Halt ist ein kleiner Gipfel, auf der
bei viel Betrieb der Platz für all die Gipfelstürmer
schnell zu Ende geht. Die Aussicht über das Kaisergebirge
ist jedoch grandios. Diese wild zerklüfteten Berge hinterlassen
einen besonderen Eindruck.
Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns an den Abstieg,
nehmen den "linken" Weg und nicht die Leiter hinunter
in den Spalt. Dieser ist stellenweise exponiert, aber dennoch
nicht all zu schwierig! Der weitere Abstieg erfolgt auf den
Aufstiegsweg.
Nach einem schönen Tag in den Bergen genießen wir
einen schönen Abend auf der Gruttenhütte, wo wir
uns zu vorgerückter Stunde noch ein Haferl Kaffee und
ein gr. Stück leckeren ofenfrischen Apfelstrudel gönnen.
Danach geht´s ab ins Massenlager, in der Hoffung ohne Erstickungsanfälle
ein wenig schlafen zu können, bevor die Horde grölender
"stockbetrunkener Jungs" einfällt, die schon
den ganzen Nachmittag mit Saufen (ein anderes Wort trifft
es nicht!) beschäftigt war.