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Erlspitze

(2405 m) 29.08.2015
Die Erlspitze ist der höchste Berg der Erlspitzgruppe im Südosten des Karwendels. Ein guter, oft recht steiler Weg führt uns von Hochzirl zum Solsteinhaus danach geht es über einen Bergpfad steil weiter in die Eppzirlerscharte und von dort spannend über den Zirler Klettersteig auf den 2405 m hohen Gipfel. Die Scharte erreicht man erst nach etwa 1100 Hm Aufstieg, doch dann zieht der Klettersteig anregend zwischen imposanten, zerklüfteten Felstürmen und über Gratrippen hinauf auf einen perfekten Aussichtsgipfel. Als Tagestour sollten man diese Bergfahrt nicht unterschätzen, gilt es insgesamt gut 1500 Hm zu bewältigen.

Die Erlspitze vom Oberbachgraben aus gesehen. Die Erlspitze

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz am Bhf in Hochzirl
(ca. 910 m)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Bhf. Hochzirl - Die Pleiner - Oberbachgraben - Solnalm - Solsteinhaus - Eppzirlerscharte - Erlscharte - Erlspitze - Solsteinhaus - Solnalm - Oberbachgraben - Die Pleiner - Bhf. Hochzirl - Parkplatz

ca. 7 Std.
Tourenbeschreibung

Vom kleinen Parkplatz unterhalb des Bahnhof Hochzirl marschieren wir durch die Unterführung auf den nördlichen Bahnsteig und folgen dort dem Weg zum Solsteinhaus (Schild, Weg 213). Der Pfad führt zunächst kurz entlang der Bahngleise durch einen Wald. Schon bald wechseln wir auf einen Fahrweg, der im weiteren Verlauf immer wieder steil nach oben zieht. Wir kommen an den beiden Materialbahnen von Asten- und Garbers-Alm vorbei. Kurz darauf treffen wir nach einem weiteren steilem Wegstück auf den Fahrweg aus dem Tal. Auf diesem geht's bald gemächlicher dahin und an der Matrerialbahn des Solsteinhauses vorbei. Auf etwa 1400 m queren wir den Oberbach und steigen in unzähligen Kehren auf gutem Pfad hinauf, kommen an einer Jagdhütte sowie der Solnalm vorbei. Nun weiter in nördlicher Richtung, bis der Weg in einer mächtigen Schuttrinne des Oberbachgrabens nach Südosten eindreht. Nun wandern wir in angenehmer Steigung hinauf zur Hütte.
Für den weiteren Aufstieg nehmen wir den Weg Nr. 212 hinter der Hütte in Richtung Nord-Nordwest in das weite Höllkar unterhalb der Erlspitze. Über Schutt und Geröll geht es steil bergan. Zu unserer Überraschung führt durch dieses Geröllfeld teilweise ein recht gut zu gehender Pfad. An der folgenden Wegverzweigung direkt vor der Felsewand halten wir uns rechts und kämpfen uns über loses Geröll zur Eppzierler Scharte aufwärts. Schon hier hat man herrliche Ausblicke. Für uns geht es von hier kurz rechts hinauf, in die Nordseite und damit in den Zirler Klettersteig hinein. Es folgt ein kurzer Abstieg bevor es erneut durch eine Rinne steil bergauf und in die Südseite zu einem weiteren kurzen unangenehmen Abstieg geht. Eine kurze Querung, danach um eine Felsrippe herum und erneut durch eine schottrige Rinne in die Erlscharte hinauf. Die Felszenerie um uns herum ist absolut grandios. Man kann sich kaum satt sehen. Weiter geht es über steiles Schroffengelände in eine Felsrinne, über zwei kleine Steilstufen aufwärts und noch einmal kurz an der Nordseite entlang. Beim Hinweisschild auf die Variante (Klettersteig D) gehen wir rechts vorbei und steigen teils über Schrofengelände und Grashänge unschwierig zum Gipfel. Erst relativ kurz vor unserem Ziel hat man das Gipfelkreuz im Blick.
Obwohl die Hütte über den Normalweg in etwas eine Stunde zu erreichen, das Wetter bestens und die Temperatur hier ober nicht zu warm, ist der Gipfel leer und so haben wir diesen während der Pause ganz für uns alleine. So können wir in aller Ruhe die Brotzeit bei gigantischen Blick auf das Karwendel genießen.
Der Abstieg leitet uns auf dem Normalweg durch die Südflanke der Erlspitze hinunter. Vorbei an einer mächtigen Felsnadel wandern und kraxeln wir über steile Schrofen-, Wiesenhänge und zuletzt über einen ausgeprägten Südrücken hinunter zum Solsteinhaus. Dort genehmigen wir uns erstmal ein akloholfreies Weißbier und eine deftige Speck- bzw. Leberknödelsuppe - das tut gut! Genießen hier noch eine Weile des nichts tun bevor es an den Weiterweg geht.
Der Abstieg erfolgt nun auf dem Aufstiegsweg vorbei an der Solnalm, der Jagdhütte und dem Oberbach zurück nach Hochzirl. Dort Endet an einem herrlichem Hochsommertag eine anstrengende doch sehr lohnende Tour.

 
Panoramablick von der Erlspitze auf das Karwendel

Gipfelblick - Erlspitze


zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit: 
 - mittelschwere bis schwere Bergtour
- Klettersteig mit A/B (Variante D - kann leicht umgangen werden)
- absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- sehr bröseliges Gestein
- Steinschlaggefahr vor allem im Bereich des Klettersteigs

Ausrüstung:
- komplette Bergtourenausrüstung
- ggf. Klettersteigausrüstung
- Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Ende April bis Ende Oktober, je nach dem wie die Schneeverhältnisse sind.

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