Dalfazer Roßkopf - Dalfazjoch - Hochiss

(2143m/2233m/2299m) Juni 2002 / 18.07.10 / 30.06.12
Von der Talstation der Rofanbahn gelangt man über einen schönen Bergpfad in gut 1 ½ Stunden zur Erfurter Hütte. Dieser Weg ist eine echte Alternative zur Bahn. Über einen einsamen Pfad geht es weiter durch eine Senke direkt in die Dalfazer Wände und über diese bis zum Streichkopfgatterl. Bis hier bleibt man meist für sich allein. Hier kommt der Weg von der Dalfazer Alm herauf. Bei schönem Wetter eine Tour mit toller Aussicht.

Der Hochiss
Hochiss 2012

 

Ausgangspunkt:
Maurach
Talstation Rofanseilbahn (975m)

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Routenverlauf:
Parkplatz - Naturfreundehaus - Erfurter Hütte - Rotspitze - Dalfazer-Roßkopf - Dalfazjoch - Streichkopf - Hochiss -
Erfurter Hütte - Naturfreundehaus - Parkplatz

ca. 5 ½ - 6 Std. 
Bei Auf-/Abfahrt mit der Bahn ca. 2 ½ Stunden weniger
Tourenbeschreibung:
Vom Parkplatz an der Talstation folgt man kurz der Straße unterhalb der Rofanbahn. Am letzten Haus zweigt ein schmaler Pfad nach links ab und führt uns entlang der Skipiste hinauf an eine kleine Brücke und den Wirtschaftsweg. Dieser führt hinauf zur Buchauer Alm. Wir nehmen jedoch den alten verwachsenen Forstweg, der gerade hinauf und entlang des Maderbaches in das Tal hinein führt. Nach etwa 300 Metern queren wir den Maderbach und steigen über einen schönen Bergpfad weiter steil hinauf in Richtung Erfurter Hütte. Später folgt ein Abzweig zur Buchauer Alm - wir bleiben auf dem Pfad, queren kurz darauf einen Wirtschaftsweg und wenig später einen weiteren. Hier kurz hinab und rechts vorbei an einer Hütte hinauf auf die Almwiesen des Mauritzalm Niederlegers. Auf teilweise ausgetretenem Pfad geht es über steile Bergwiesen entlang des Waldrands weiter hinauf zur Erfurter Hütte. Das Wetter hätte sich, nach stürmischer Nacht mit viel Regen, im Tagesverlauf bessern sollen, aber dem entgegen beginnt es zu nieseln. An der Hütte angekommen gibt es erstmal ein Stück Zwetschgenkuchen und einen Kaffee. Die Wärme in der Hütte lässt die feuchten Sachen schnell trocken. Da es draußen ein wenig heller wird, brechen wir auch bald wieder auf.
Weiter geht es von der Erfurter Hütte hinunter in die Senke und links an dem kleinen See vorbei. Hier muss man den eigentlichen Einstieg etwas suchen, da die Hangkante immer wieder abbricht und das Weidevieh etliche Pfade angelegt hat. Man folgt dann dem schmalen und nicht markierten Pfad weiter durch die Senke in nördliche Richtung. Bevor man den Grat unterhalb der Rotspitze erreicht, geht es steil über eine hohe Felsstufe. Die Stelle ist mit einem Seil entschärft. Da aber alles nass ist, muss man die Tritte sorgfältig setzen, um nicht abzurutschen. Am Grat angekommen halten wir uns östlich und gehen durch die nassen Latschen in stetigem Auf und Ab und wieder beginnendem Nieselregen weiter. Ab hier ist der Pfad wieder ausreichend markiert und führt uns trotz schlechter Sicht (teils unter 50 m) sicher hinauf auf den Dalfazer Roßkopf. Es ist ungemütlich, ein kalter Wind von gefühlten 5° bläst über den Kamm, und nur die nassen Latschen bieten ein wenig Schutz. Also weiter über eine mächtige, mit Seilen versicherte, Steilstufe hinunter in die Senke und hinauf auf das Dalfazer Joch. Nun hat es den Anschein, als würde das Wetter aufreißen, doch kaum haben wir das Joch erreicht, ziehen dicke, tief hängende Wolken auf und verhüllen alles um uns herum. Nun ist die Sicht auf kaum 50m beschränkt. Weil es immer ungemütlicher wird und der Nieselregen stetig zunimmt stapfen wir zügig weiter in Richtung Streichkopf. Zu sehen ist wegen des Wolkenschleiers, in dem wir marschieren, nichts:-( Am Streichkopfgatterl kommt von links der Weg von der Dalfazer Alm herauf, nach rechts geht es zunächst einige Meter steil hinunter, dann folgt eine Querung und danach ein steiler versicherter Aufschwung. Durch den permanenten Nieselregen wird der Weg immer matschiger, und so ist größte Vorsicht beim Setzen der Tritte von Nöten. Dann taucht plötzlich aus der Wolkensuppe das Schild mit dem Hinweis auf den Hochiss auf. Wir gehen aber an dieser Verzweigung nicht mehr weiter hinauf zum Gipfel, sondern auf dem Pfad hinab unter den Gipfelaufbau des Hochiss. Stellenweise sehr steil und durch die Nässe sehr matschig geht es auf dem Weg 413 zurück zur Erfurter Hütte. Der Nieselregen hat sich nun in einen leichten Regen gewandelt, sodass es nun wirklich ungemütlich und kalt wird.
In der Hütte wärmen wir uns zunächst ein wenig auf, gönnen uns noch einen heißen Kaffe und starten danach den Abstieg entlang der Aufstiegsroute, jedoch nehmen wir bei der Querung des Fahrwegs nahe der Buchauer Alm diesen, da der Aufstiegspfad bei Regen eher unangenehm zu gehen ist.
Schade, dass das Wetter sicht nicht wie vorhergesagt entwickelt hat. Denn von den Dalfazer Wänden hat man grandiose Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Nach insgesamt 6 ¼ Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz, der Regen hat mittlerweile aufgehört und es scheint, dass zumindest die Heimfahrt im Trockenen stattfinden kann . . .

Auf dem Weg zurück zur Erfurter Hütte nochmal ein Blick auf den Hochiss.
Hochkönig


zum Höhenprofil 2010

zum Höhenprofil 2012

Charakter / Schwierigkeit:   
- zu Beginn einfacher Bergpfad
- ab Hütte Teils steiler Bergpfad
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für Dalfazer Wände erforderlich

Ausrüstung
- normale Bergwanderausrüstung
- ggf. Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Mitte Juni bis Anfang Oktober

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