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Hochkönig

(2941m) 11.09.2006
Eine spannende und sehr lange Bergtour in den Berchtesgadener Alpen, mit traumhaftem Ausblick auf Göllstock, Watzmann, Hochkalter und Hochtauern.

Das Matrashaus auf dem Hochkönig
Das Matrashaus auf dem Hochköniggipfel - 2941 m

 

Ausgangspunkt: 
Birgkarhaus 1400 m

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Routenverlauf: 
Birgkarhaus - Erich Haus - Matrashaus - Mitteralm - Arthur Haus - Birgkarhaus

ca. 11 Stunden
Tourenbeschreibung:
Nach kurzem Frühstück im Birgkarhaus starten wir um 08:00 Uhr. Zunächst einige Meter entlang der Straße in Richtung Dienten. Am Wanderparkplatz dann dem Fahrweg folgend hinauf zur Erichhütte. Eine gute halbe Stunde nach dem Start am Birgkarhaus lassen wir die Erichhütte hinter uns und wandern dem gekennzeichneten Steig, zunächst durch Wiesen, später durch Latschen, hinauf in die Scharte nördl. der Taghaube (ca. 2280m). Hier führt ein Pfad nach links weiter zu einem spektakulären und sehr schwierigen Klettersteig (Königsjodler). Diesen nehmen wir heute nicht, sondern folgen der steilen Rinne nach rechts hinab in das Birgkar. Die Versicherungen sind neu, aber teils doch bereits durch Naturgewalt beschädigt. Nach dem kurzen und steilen Abstieg geht es über Leitern zunächst wieder einige Meter aufwärts, bevor nochmals einige Höhenmeter abgegeben werden müssen. Am Felsansatz des Birkkars trifft auch der direkteund nicht so schöne Aufstiegsweg Hochkönigvom Birgkarhaus auf den unseren. Von nun an geht es über Felsplatten, Schrofen und Felsen teilweise versichert steil bergan.


Auf etwa 2500m machen wir eine kurze Pause und genießen die wärmende Sonne und den herrlichen Ausblick, auch auf den Klettersteig. Phantastisch anzusehen ist die Passage, bei der man den Sellariss per Seilrolle (Flying Fox) queren kann.
Weiter oben scheint das Gelände dann etwas flacher zu werden, bevor es wieder steil durch riesige Schutt- und Geröllfelder geht. Immer wieder hört man die Steinschläge. Unbedingt vorsichtig aufsteigen (natürlich auch absteigen) und nicht unnötig Steine und Geröll lostreten.
Nach etwa 4 Stunden haben wir den Durchstieg zur Übergossenen Alm erreicht. Nun geht es noch mal einige Meter auf gut zu erkennendem Pfad hinab, bevor es die letzten 100 Hm zu erklimmen gilt. Vom Durchstieg aus hat man das markante Matrashaus bereits im Blick. Vorbei an riesigen Schneewechten erreichen wir dann unschwierig in einer halben Stunde den Gipfel des Hochkönig. Das Matrashaus steht direkt auf dem 2941 m hohen Gipfel.
Mit herrlich warmer Sonne und einem phänomenalen Ausblick werden wir für die Mühe des Anstiegs belohnt.
Nach der Brotzeit machen wir uns an den langen und für unseren Geschmack nicht so tollen Abstieg hinunter zur Mitter Alm. Die Orientierung im oberen Teil war teilweise etwas hakeklig, da doch viele Markierungen noch bzw. bereits wieder unter Schnee verborgen waren. Etwa ab der Schweizer Tafel war der Weg wieder eindeutig zu erkennen. Und so ging es dann in etwa 3 Stunden zu Alm. Von hier folgen wir nach einer weiteren kurzen Pause dem Fahrweg zum Arthur Haus.
Nun kann man in 2 - 2 ½ Stunden über einen Bergpfad weiter zum Birgkarhaus wandern oder man nimmt das tolle Angebot einer anderen Wandergruppe an und lässt sich bis zum Birgkarhaus per VW-Bus mitnehmen. Etwas müde und genervt vom Abstieg nahmen wir das Angebot gerne an und waren so um zehn nach sieben wieder zurück am Ausgangspunkt unserer Hochkönigtour.

Bei gutem Wetter eine wirklich tolle, mäßig schwierige, aber lange Tagestour für den ambitionierten Bergwanderer mit toller Bergkulisse. Vom Gipfel hat man phantastische Aussicht auf die Niederen und Hohen Tauern sowie die gesamten Berchtesgadener Alpen (Hochseiler, Watzmann, Hochkalter, Hohes Brett, Hoher Göll).

Panoramabild vom Hochkönig - Blick auf die Niederen und Hochtauern
Hochkönig

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- sehr schwere Bergwanderung
- sehr anstrengend (gilt es insg. ca. 1850 Hm zu bewältigen - Gegenanstiege mitgerechnet)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit stellenweise erforderlich
- an einigen Stellen ausgesetzt
- sehr hohe Steinschlaggefahr
- sehr gute Kondition
- bei trockenem Wetter und guter Sicht eine empfehlenswerte Tour

Ggf. sind Pickel und Steigeisen/Grödeln hilfreich.
Am besten beim Martrashaus die aktuelle Lage erfragen!

Beste Jahreszeit:
Anfang Juni bis Ende September

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