| Eine
spannende und sehr lange Bergtour in den Berchtesgadener Alpen,
mit traumhaftem Ausblick auf Göllstock, Watzmann, Hochkalter
und Hochtauern. |
Das
Matrashaus auf dem Hochkönig
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Routenverlauf:
Birgkarhaus
- Erich Haus - Matrashaus - Mitteralm - Arthur Haus - Birgkarhaus
ca.
11 Stunden
Tourenbeschreibung:
Nach kurzem Frühstück im Birgkarhaus starten wir
um 08:00 Uhr. Zunächst einige Meter entlang der Straße
in Richtung Dienten. Am Wanderparkplatz dann dem Fahrweg folgend
hinauf zur Erichhütte. Eine gute halbe Stunde nach dem
Start am Birgkarhaus lassen wir die Erichhütte hinter uns
und wandern dem gekennzeichneten Steig, zunächst durch
Wiesen, später durch Latschen, hinauf in die Scharte nördl.
der Taghaube (ca. 2280m). Hier führt ein Pfad nach links
weiter zu einem spektakulären und sehr schwierigen Klettersteig
(Königsjodler). Diesen nehmen wir heute nicht, sondern
folgen der steilen Rinne nach rechts hinab in das Birgkar. Die
Versicherungen sind neu, aber teils doch bereits durch Naturgewalt
beschädigt. Nach dem kurzen und steilen Abstieg geht es
über Leitern zunächst wieder einige Meter aufwärts,
bevor nochmals einige Höhenmeter abgegeben werden müssen.
Am Felsansatz des Birkkars trifft auch der direkteund
nicht so schöne Aufstiegsweg vom Birgkarhaus auf den unseren.
Von nun an geht es über Felsplatten, Schrofen und Felsen
teilweise versichert steil bergan.
Auf etwa 2500m machen wir eine kurze Pause und genießen
die wärmende Sonne und den herrlichen Ausblick, auch auf
den Klettersteig. Phantastisch anzusehen ist die Passage, bei
der man den Sellariss per Seilrolle (Flying Fox) queren kann.
Weiter oben scheint das Gelände dann etwas flacher zu werden,
bevor es wieder steil durch riesige Schutt- und Geröllfelder
geht. Immer wieder hört man die Steinschläge. Unbedingt
vorsichtig aufsteigen (natürlich auch absteigen) und nicht
unnötig Steine und Geröll lostreten.
Nach etwa 4 Stunden haben wir den Durchstieg zur Übergossenen
Alm erreicht. Nun geht es noch mal einige Meter auf gut zu erkennendem
Pfad hinab, bevor es die letzten 100 Hm zu erklimmen gilt. Vom
Durchstieg aus hat man das markante Matrashaus bereits im Blick.
Vorbei an riesigen Schneewechten erreichen wir dann unschwierig
in einer halben Stunde den Gipfel des Hochkönig. Das Matrashaus
steht direkt auf dem 2941 m hohen Gipfel.
Mit herrlich warmer Sonne und einem phänomenalen Ausblick
werden wir für die Mühe des Anstiegs belohnt.
Nach der Brotzeit machen wir uns an den langen und für
unseren Geschmack nicht so tollen Abstieg hinunter zur Mitter
Alm. Die Orientierung im oberen Teil war teilweise etwas hakeklig,
da doch viele Markierungen noch bzw. bereits wieder unter Schnee
verborgen waren. Etwa ab der Schweizer Tafel war der Weg wieder
eindeutig zu erkennen. Und so ging es dann in etwa 3 Stunden
zu Alm. Von hier folgen wir nach einer weiteren kurzen Pause
dem Fahrweg zum Arthur Haus.
Nun kann man in 2 - 2 ½ Stunden über einen Bergpfad
weiter zum Birgkarhaus wandern oder man nimmt das tolle Angebot
einer anderen Wandergruppe an und lässt sich bis zum Birgkarhaus
per VW-Bus mitnehmen. Etwas müde und genervt vom Abstieg
nahmen wir das Angebot gerne an und waren
so um zehn nach sieben wieder zurück am Ausgangspunkt unserer
Hochkönigtour.
Bei gutem Wetter eine
wirklich tolle, mäßig schwierige, aber lange Tagestour
für den ambitionierten Bergwanderer mit toller Bergkulisse.
Vom Gipfel hat man phantastische Aussicht auf die Niederen und
Hohen Tauern sowie die gesamten Berchtesgadener Alpen (Hochseiler,
Watzmann, Hochkalter, Hohes Brett, Hoher Göll).
Panoramabild vom Hochkönig - Blick
auf die Niederen und Hochtauern

zum Höhenprofil
Charakter / Schwierigkeit:
- sehr schwere Bergwanderung
- sehr anstrengend (gilt es insg. ca. 1850 Hm zu bewältigen
- Gegenanstiege mitgerechnet)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit stellenweise erforderlich
- an einigen Stellen ausgesetzt
- sehr hohe Steinschlaggefahr
- sehr gute Kondition
- bei trockenem Wetter und guter Sicht eine empfehlenswerte
Tour
Ggf. sind Pickel und Steigeisen/Grödeln
hilfreich.
Am besten beim Martrashaus die aktuelle Lage erfragen!
Beste
Jahreszeit:
Anfang Juni bis Ende September
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