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Hörndlwand

(1684 m) 05.05.2016

Bequemer Weg, holpriger Karrenweg, schmale Bergpfade und leichte Kraxelei - es ist alles dabei, was das Bergtourenherz höher schlagen lässt. Die Hörndlwand mit ihren drei Gipfelkreuzen bietet eine nicht allzuschwere und abwechslungsreiche Bergtour in den Chiemgauer Alpen mit tollen Ausblicken in allen vier Himmelsrichtungen.

Die Hördlwand
Hörndlwand

Ausgangspunkt: 
Seehaus bei Ruhpolding
Parkplatz ( ca. 730 m)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Branderalm - Weggabelung - Ostertal - Hörndlwand - Ostertal - Branderalm - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Bei herrlichem Frühlingswetter starten wir am Wanderparkplatz am Seehaus zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl. Zunächst folgen wir dem mäßig ansteigenden Fahrweg. In einer Rechtskurve verlassen wir diesen und folgen einem Karrenweg hinein in ein kleines Tal, vorbei an Wasserfällen bis hinauf zur Branderalm. Von hier wandern wir, links an der Hütte vorbei, auf schmalen Steig weiter. Etwas später erreichen wir im Wald eine Weggabelung (ca. 1290 m), die eine Entscheidung fordert. Entweder links der Normalweg über das Ostertal und die Südseite oder rechts Richtung Hörndlalm und dem Jägersteig, der sehr ausgesetzt ist und über den Nordgrat zum Gipfel. Beide Varianten sind etwa gleich lang und treffen knapp unter dem Gipfel wieder zusammen. Da in den Nordflanken oberhalb 1400 m noch mächtig viel Schnee liegt, entscheiden wir uns für den Normalweg. Doch auch südlich (es hatte die Woche nochmal gute 30-40 cm Neuschnee gegeben) nimmt die Schneeauflage langsam aber stetig zu. Nachdem wir den lichten Wald verlassen haben, müssen wir uns den Weg suchen. Noch ist der Schnee kalt und trägt einigermasen, doch die Sonne brennt erbarmungslos auf uns und den Schnee nieder und erleichtert das vorankommen nicht wirklich. Recht steil geht es hinauf auf ein kleines Plateau und in den Sattel zwischen Grunwandkopf und Hörndlwand (Hier treffen wir auf Jägersteig, der von Norden herauf führt). Nun noch ein kurzes Stück durch Latschen hindurch und auf den letzen Metern ein wenig einfache Kraxelei, dann steht man auf dem Gipfel neben dem ersten Kreuz. Wer nun noch mag, kann in einfacher Kletterei (ca. II-) dem Grat nach Osten folgen und gelangt so zum zweiten Kreuz und dem Höchsten Punkt der Hörndlwand. Zum dritten Kreuz geht es dann ein wenig hinab und wartet mit der höchsten Schwierigkeit der heutigen Tour auf. Dieses haben wir heuer aber nicht besucht.
Bei einem kalten Westwind genehmigen wir uns eine kurze Brotzeit, schießen das obligatorische Gipfelbild und machen uns dann auch schon wieder an den Absieg. Von der Hörndlwand bietet sich ein tolles Panorama von Chiemgau über Watzmann, Dürrnbachhorn, Lofer Steinbberge, Steinplatte, Großvenediger zum Wilden und Zahmen Kaiser.
Im Abstieg geht es auf dem Anstiegsweg durch den nun butterweichen Schnee zurück zum Startpunkt beim Seehaus.

Alternative: Eine etwas anspruchsvollere Rundtour bietet sich ebenfalls. Hierzu biegt man bei der Weggabelung im Wald nicht ins Ostertal ab, sondern steigt über die Hörndlwandalm und weiter über die Nordseite und den Jägersteig dem Gipfel entgegen. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen sollte man auf diese Alternative verzichten.

Sieben Stunden nachdem wir den Parkplatz verlassen haben sind wir wieder zurück und haben eine sehr schöne und Abwechslungsreiche Bergfahrt erlebt. Den Jägersteig, den Grunwandkopf sowie das dritte Kreuz nehem wir beim nächsten Besuch mit.

Blick vom mittleren Kreuz auf der Hörndlwand nach Süden
Gipfelblick Hörndlwand

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Charakter / Schwierigkeit:  
- einfache bis mittelschwere Bergtour 
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für die nächsten beiden Gipfelkreuze erforderlich
- ca. 980 Hm 

Ausrüstung: 
- normale Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober

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