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Diese Wanderung ist eine
lange anstrengende Tagestour. Wieder einmal früh Aufstehen....aber
es hat sich gelohnt. Diese lange anstrengende Tour startete
bei wechselhaften Wetter. Im Aufstieg kurz vor dem Schneibsteinhaus
kam dann etwas Sprühregen dazu und wir dachten ernsthaft an
Umkehr. Der Regen verzog sich aber rasch und da der Boden trocken
war, entschlossen wir uns weiter zu gehen. Die Aussicht kann
ich nur teilweise beurteilen, da es ab ca. 1300 m fast durchweg
Wolken hatte, die nur spärliche Sicht auf die Umgebung zuließen. Was
man aber sehen konnte ist wieder mal sehr Eindrucksvoll. Teilweise
war der Blick zum Hochkönig frei nur den Watzmann, den gaben
die Wolken nicht frei. Der Abstieg über den Mannlgrat zum Kehlsteinhaus
ist ein teilweise luftiger und gesicherter Klettersteig. Vor
uns war eine Familie mit 2 Kindern. Der Jüngste ca. 10 ging
seinen ersten Klettersteig und war die ganze Zeit am Plappern,
so Spannend und Aufregend war es für Ihn. Wer sich den
langen Weg zurück zum Parkplatz (zu Fuß) sparen möchte, der
muss vor 17:00 Uhr am Kehlsteinhaus sein, sonst ist der Bus
für die Rückfahrt weg und man hat noch einmal gute 2 Std. zügigen
Marsch vor sich.
Gute Kondition und Trittsicherheit sind Voraussetzung für diese
Gratüberschreitung.
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Ausgangspunkt:
Parkplatz Hinterbrand Berchtesgaden (572m) / Obersalzberg
Routenverlauf:
ca. 11 1/2 Std. Mit der Jennerbahn
(Bergfahrt: 9,- Euro, Stand 2002) hinauf zur Bergstation (1802m)
Tour
2002:
Wir starten am Parkplatz Hinterbrand
und gehen den breiten Forstweg bis zur Mittelstation der Jennerbahn.
Hier kann man zusteigen und sich ca. 1-1,5 Std. Aufstieg einsparen.
Sonst geht der Weg weiter über die Königsbach Alm und das Schneibsteinhaus
Haus zum Carl von Stahl Haus. Von nun an sind die breiten Wege
hinter uns und wir gehen, immer entlag der D/A-Grenze zum Hohen
Brett (2340m). Dieser Name kommt nicht von ungefähr. Wenn man
einmal drübergegangen ist, wird einem das schnell klar. Von
hier geht es nun auf und ab entlang des Grades über den Gr.
Aschenkopf zum Hohen Göll. Der letzte Anstieg geht über ein
Geröllfeld. Teilweise reißen die Wolken auf und man hat eine
herrlich Sicht auf den Hochkönig und den Watzmann. Der Abstieg
erfolgt dann in Richtung Kehlsteinhaus über den Mannlgrat. Dieser
Klettersteig ist gut gesichert, erfordert trotz allem alpine
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Einige Stellen sind recht
ausgesetzt.
Der Mannlgrat ist nur etwas für erfahrene und geübte Berggeher,
die es gewohnt sind, die Hände zu Hilfe zu nehmen, denn es gibt
durchaus steile Felsaufschwünge, bei denen Geschicklichkeit
und Kraft nicht von Nachteil sind. Steile, ausgesetzte
Stellen mit Drahtseilsicherungen und Stiften führen nach oben
- hin und wieder mit kleineren Abstiegen dazwischen. Einige
Felsstufen verlangen konzentriertes Steigen, besonders bei feuchten
Witterungsbedingungen. Man sollte einkalkulieren, dass man am
Mannlsteig sehr oft erheblichen Gegenverkehr hat. Und auf keinen
Fall sollte der letzte Bus ab Kehlsteinhaus verpasst werden,
wenn man nicht noch zusätzlich einen anstrengenden Fußmarsch
auf sich nehmen will.
Tour
2003:
Als der Wecker klingelt ist
es noch Dunkel draußen. Es fällt ein wenig schwer die müden
Knochen in Schwung zu bringen. Zur Abfahrt scheint bereits die
Sonne und es verspricht wieder einmal ein herrlicher tag zu
werden. Ankunft am Parkplatz Hinterbrand und jetzt gibt es erst
mal Frühstück. Gegen 08:30 machen wir uns auf den Weg und nehmen
die Jennerbahn ab der Mittelstation. Schnell bringt Sie uns
auf den Jenner und von hier kann man einen herrlichen Blick
über Watzman und Steinernes Meer bis hinüber zum Hochkönig genießen.
Von der Bergstation aus folgen wir dem Weg zum Carl von Stahl
Haus und weiter über das Jägerkreuz und dem Hohen Brett zum
Hohen Göll. Auf ca. 2.100m, kurz vor dem Jägerkreuz stehen wir
im ersten Schnee des nahenden Winters. Dass die kalte Jahreszeit
nicht mehr weit ist, spürt man deutlich. Zum Glück haben wir
warme Sachen dabei. Gegen 13:00 gibt es auf dem Gipfel die verdiente
Mittagspause, bevor es an den Abstieg über den Klettersteig
geht. Auf den Weg zum Grat liegt bereits so viel Schnee, so
dass wir immer wieder ins rutschen kommen. Schnell steigen wir
durch diesen Steig und sind diesmal gegen 16:30 am Kehlsteinhaus.
Doch auch dieses Jahr sah es zunächst so aus, als ob wir die
Strecke bis zum Parkplatz wieder zu Fuß zurücklegen müssen.
Doch der Aufzugsführer und der freundliche Mann vom Ticketschalter
boten uns die Mitnahme, bis zum Einstieg in den alten Jägersteig,
an. Durch diesen Service sparten wir uns eine gute halbe
Stunde. Die Abfahrt auf der Ladefläche eines Pickup war dann
um 17:15 Uhr und so erreichten wir unser Auto noch vor 19:00
Uhr. Rechnet man die Bummelei zum Ende der Tour ab, so haben
wir diesmal ca. 9 Std. benötigt.
Charakter / Schwierigkeit:
- gut gesicherter mässig schwieriger Klettersteig (Mannlgrat)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- auf dem Mannlgrat evtl. Klettersteigset
- einigen Stellen am Grat sehr ausgesetzt
- sehr viel Gehgelände
- Orientierung am Göll ist problemlos (bei Wolken/Nebel jedoch nicht ganz einfach)
- Vorsicht bei Schlechtwetter oder
zweifelhaften Verhältnissen.
Ausrüstung:
- komplette Klettersteig-Ausrüstung
- auf ausreichend Getränke achten
Beste Jahreszeit:
Juli
bis Ende September
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