Hohes Brett und Hoher Göll (2340m / 2522m) (Aug. 2002 + Sept. 2003)

Diese Wanderung ist eine lange anstrengende Tagestour. Wieder einmal früh Aufstehen....aber es hat sich gelohnt. Diese lange anstrengende Tour startete bei wechselhaften Wetter. Im Aufstieg kurz vor dem Schneibsteinhaus kam dann etwas Sprühregen dazu und wir dachten ernsthaft an Umkehr. Der Regen verzog sich aber rasch und da der Boden trocken war, entschlossen wir uns weiter zu gehen. Die Aussicht kann ich nur teilweise beurteilen, da es ab ca. 1300 m fast durchweg Wolken hatte, die nur spärliche Sicht auf die Umgebung zuließen. Was man aber sehen konnte ist wieder mal sehr Eindrucksvoll. Teilweise war der Blick zum Hochkönig frei nur den Watzmann, den gaben die Wolken nicht frei. Der Abstieg über den Mannlgrat zum Kehlsteinhaus ist ein teilweise luftiger und gesicherter Klettersteig. Vor uns war eine Familie mit 2 Kindern. Der Jüngste ca. 10 ging seinen ersten Klettersteig und war die ganze Zeit am Plappern, so Spannend und Aufregend war es für Ihn.  Wer sich den langen Weg zurück zum Parkplatz (zu Fuß) sparen möchte, der muss vor 17:00 Uhr am Kehlsteinhaus sein, sonst ist der Bus für die Rückfahrt weg und man hat noch einmal gute 2 Std. zügigen Marsch vor sich. 

Gute Kondition und Trittsicherheit sind Voraussetzung für diese Gratüberschreitung.

  

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Panoramablick Hohes Brett - Steinernes Meer

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz Hinterbrand Berchtesgaden (572m) / Obersalzberg

Routenverlauf: 
ca. 11 1/2 Std.  Mit der Jennerbahn (Bergfahrt: 9,- Euro, Stand 2002) hinauf zur Bergstation (1802m)    

Tour 2002:
Wir starten am Parkplatz Hinterbrand und gehen den breiten Forstweg bis zur Mittelstation der Jennerbahn. Hier kann man zusteigen und sich ca. 1-1,5 Std. Aufstieg einsparen. Sonst geht der Weg weiter über die Königsbach Alm und das Schneibsteinhaus Haus zum Carl von Stahl Haus. Von nun an sind die breiten Wege hinter uns und wir gehen, immer entlag der D/A-Grenze zum Hohen Brett (2340m). Dieser Name kommt nicht von ungefähr. Wenn man einmal drübergegangen ist, wird einem das schnell klar. Von hier geht es nun auf und ab entlang des Grades über den Gr. Aschenkopf zum Hohen Göll. Der letzte Anstieg geht über ein Geröllfeld. Teilweise reißen die Wolken auf und man hat eine herrlich Sicht auf den Hochkönig und den Watzmann. Der Abstieg erfolgt dann in Richtung Kehlsteinhaus über den Mannlgrat. Dieser Klettersteig ist gut gesichert, erfordert trotz allem alpine Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Einige Stellen sind recht ausgesetzt.

Der Mannlgrat ist nur etwas für erfahrene und geübte Berggeher, die es gewohnt sind, die Hände zu Hilfe zu nehmen, denn es gibt durchaus steile Felsaufschwünge, bei denen Geschicklichkeit und Kraft nicht von Nachteil sind.  Steile, ausgesetzte Stellen mit Drahtseilsicherungen und Stiften führen nach oben - hin und wieder mit kleineren Abstiegen dazwischen. Einige Felsstufen verlangen konzentriertes Steigen, besonders bei feuchten Witterungsbedingungen. Man sollte einkalkulieren, dass man am Mannlsteig sehr oft erheblichen Gegenverkehr hat. Und auf keinen Fall sollte der letzte Bus ab Kehlsteinhaus verpasst werden, wenn man nicht noch zusätzlich einen anstrengenden Fußmarsch auf sich nehmen will.

 Tour 2003:
Als der Wecker klingelt ist es noch Dunkel draußen. Es fällt ein wenig schwer die müden Knochen in Schwung zu bringen. Zur Abfahrt scheint bereits die Sonne und es verspricht wieder einmal ein herrlicher tag zu werden. Ankunft am Parkplatz Hinterbrand und jetzt gibt es erst mal Frühstück. Gegen 08:30 machen wir uns auf den Weg und nehmen die Jennerbahn ab der Mittelstation. Schnell bringt Sie uns auf den Jenner und von hier kann man einen herrlichen Blick über Watzman und Steinernes Meer bis hinüber zum Hochkönig genießen. Von der Bergstation aus folgen wir dem Weg zum Carl von Stahl Haus und weiter über das Jägerkreuz und dem Hohen Brett zum Hohen Göll. Auf ca. 2.100m, kurz vor dem Jägerkreuz stehen wir im ersten Schnee des nahenden Winters. Dass die kalte Jahreszeit nicht mehr weit ist, spürt man deutlich. Zum Glück haben wir warme Sachen dabei. Gegen 13:00 gibt es auf dem Gipfel die verdiente Mittagspause, bevor es an den Abstieg über den Klettersteig geht. Auf den Weg zum Grat liegt bereits so viel Schnee, so dass wir immer wieder ins rutschen kommen. Schnell steigen wir durch diesen Steig und sind diesmal gegen 16:30 am Kehlsteinhaus. Doch auch dieses Jahr sah es zunächst so aus, als ob wir die Strecke bis zum Parkplatz wieder zu Fuß zurücklegen müssen. Doch der Aufzugsführer und der freundliche Mann vom Ticketschalter boten uns die Mitnahme, bis zum Einstieg in den alten Jägersteig, an.  Durch diesen Service sparten wir uns eine gute halbe Stunde. Die Abfahrt auf der Ladefläche eines Pickup war dann um 17:15 Uhr und so erreichten wir unser Auto noch vor 19:00 Uhr. Rechnet man die Bummelei zum Ende der Tour ab, so haben wir diesmal ca. 9 Std. benötigt.  

Charakter / Schwierigkeit:   
- gut gesicherter mässig schwieriger Klettersteig (Mannlgrat)  
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich  
- auf dem Mannlgrat evtl. Klettersteigset  
- einigen Stellen am Grat sehr ausgesetzt  
- sehr viel Gehgelände   
- Orientierung am Göll ist problemlos (bei Wolken/Nebel jedoch nicht ganz einfach)

 - Vorsicht bei Schlechtwetter oder zweifelhaften Verhältnissen. 

 

Ausrüstung: 
- komplette Klettersteig-Ausrüstung
- auf ausreichend Getränke achten   

Beste Jahreszeit:
Juli bis Ende September

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