Allalinhorn

(4027 m) 28.07.2008
Zum Eingewöhnen und zur Akklimatisierung ist das Allalinhorn ein idealer Berg. Mit der Métro Alpin ist man von Saas Fee aus schnell auf fast 3500 m. Dort merkt man sofort, dass hier oben alles etwas langsamer angegangen werden muss. Vom Gipfel hat man, knapp 2 ½ Stunden später, einen herrlichen Rundblick auf die umliegenden 4000er.

Auf den letzen Metern vor dem Allalinhorn
Allalinhorn

 

Ausgangspunkt: 
Saas Fee (1798 m) - Mittel Allalin (3457 m)
(Bahnfahrt p.P. ca. 55,-- Sfr, Stand: 2008)

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Routenverlauf: 
Saas Fee - Mittel Allalin - Hinterer Allalingrat - Allalinhorn - auf den Aufstiegsweg zurück nach Saas Fee

ca. 4 Std. 
Tourenbeschreibung:
Nach der bequemen Auffahrt mit der Gondel und der Métro-Alpin starten wir unseren ersten Anstieg auf einen 4000er am Mittel Allalin. Doch erst einmal legen wir unser Gerödel an (Klettergurt und Steigeisen), dann schlängeln wir uns am Skizirkus vorbei, hinüber in Richtung Feejoch. Am Ende der Pisten wird es schnell steiler und wir queren in zwei 4er-Seilschaften problemlos die ersten Gletscherspalten. Der Schnee ist fest und die zugeschneiten bzw. zugewehten Spalten sind deutlich auszumachen. Die dünnere Luft lässt uns schwer schnaufen, doch wir erreichen zügig das Feejoch auf etwa 3826 m. Wir gönnen uns eine kurze Pause, bevor wir den weiteren Aufstieg in Angriff nehmen.
Der Weiterweg führt über den Südwestrücken bis etwa 70 Hm unter den Gipfel. Dort drehen wir nach Osten, um den letzten Aufschwung hinauf anzugehen. Über einen kurzen Firngrat erreichen wir dann das Gipfelkreuz. Hurra, der erste 4000er ist geschafft! Es bietet sich ein toller Rundblick. Imposant stehen im Süden Rimpfischhorn, Strahlhorn und Teile der Monte-Rosa-Gruppe. Im Norden geben die Wolken einige Gipfel und Steilhänge der Mischabelgruppe (Täschhorn, Dom, Lenzspitze und Nadelhorn) frei.
Nach einer kurzen Pause ziehen wir über den Firngrat zurück und hinüber auf die andere Seite des Gipfels. Von hier bietet sich ein grandioser Tiefblick auf den Allalingletscher. Tief unten erkennt man, als kleine schwarze Punkte, Seilschaften, die wohl (den Spuren nach) vom Strahlhorn, Adlerhorn oder Fluchthorn kommen.
Wir verlassen den Gipfelbereich des Allalinhorns und steigen hinab in das Feejoch. Dabei folgen wir der Aufstiegsspur. Warm ist es geworden und der Schnee ist bereits deutlich weicher als heute Vormittag. Auch der Skibetrieb ist eingestellt und man hört nur noch die Motoren der Pistenbullies. Zügig steigen wir ab und queren dabei ein paar größere, jedoch verschneite Gletscherspalten.

Nach nicht einmal vier Stunden sind wir bereits zurück an der Bergstation der Métro-Alpin. Mit dieser und der Gondel geht es zurück nach Saas Fee. Eine prima Eingehtour, die einem aber bereits deutlich zeigt, dass in diesen Höhen alles ein wenig langsamer geht und man eben nicht wie auf zweitausend Metern mal eben einhundert Meter sprinten kann. Vom Gipfel hat man eine herrliche Aussicht. Schön war´s . . .!

Das Allalinhorn
Allinhorn

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- mittelschwerer Hochtour
- gute Kondition
- auf aussreichend Akklimatisation achten
- bei unzureichender Ausrüstung drohen Erfrierungen
- Gletscherspalten  

Ausrüstung:
- steigeisenfeste Bergschuhe
- Steigeisen und Anti-Stollen-Platten
- Hochtourenausrüstung inkl. Klettergurt, Eispickel, Repschnüre in versch. Längen,
Bandschlingen, Karabiner, evtl. Eisschraube, Bergseil

Beste Jahreszeit:
Juli bis Ende September

Allalinhorn | Breithorn | Castor | Ludwigshöhe und Signalkuppe | Abstieg - Grenzgletscher

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