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Kreuzspitze

(3457 m) 20.07.08 / 09.08.10 / 14.08.11
Ein lohnendes Ziel für alle Wanderer, die einen fast dreieinhalbtausend Meter hohen Gipfel ohne eine Gletscherquerung erklimmen möchten. Im Ötztal, nur gut 2½ Stunden von der Martin-Busch-Hütte, ist die Kreuzspitze auf gut bezeichnetem Weg gut zu erreichen und bietet wegen ihrer zentralen Lage eine tolle Aussicht auf die umliegenden Gletscher und Berge.

Die Gratschulter der Kreuzspitze
Die Kreuzspitze im Ötztal

 

Ausgangspunkt: 
Vent (1.900 m)
Martin Busch Hütte (2.501 m)

Zur Bildergalerie von 2010

 

Routenverlauf: 
Martin Busch Hütte - Auf den Sömen - Brizzi Hütte (verf.) - Kreuzspitze auf dem Aufstiegsweg zurück zur Martin Busch Hütte (Beim Aufstieg direkt von Vent ca. 2½ Stunden mehr)

ca. 4 ½ Std.
Tourenbeschreibung:

Für die Kreuzspitze haben wir 2 Tage eingeplant. Zunächst der Aufstieg von Vent auf die Martin-Busch-Hütte und am zweiten Tag dann hinauf auf die Kreuzspitze. Wir starten gegen 14:00 Uhr am Parkplatz kurz vor dem Ortsschild in Vent. Hier hat man die Weide kurzerhand zum Parkplatz umfunktioniert und man "kann" seinen Wagen für € 4,-- je Tag dort abstellen. Zunächst geht es durch den Ort hindurch und über die Brücke vorbei am Hotel Alt Vent. Dann hinunter zu der kleinen Holzbrücke, welche die Spiegel Ache quert. Nun folgt man einfach dem Fahrweg hinein ins Niedertal und hinauf zur Martin-Busch-Hütte. Diese erreicht man bequem in etwa 2½ Stunden. Unterwegs hat man schon bald die steile Nordwand des Similaun in Sicht. Auch hat man immer wieder tolle Blicke in die Seitentäler auf Diemkogel und Schalfkogel. Kurz vor der Hütte dann auch noch auf Mutmalkamm und -spitze sowie den Mutmalferner.
An der Hütte angekommen besorgen wir uns zunächst die Nachtlager, bevor wir uns bei einer Apfelschorle erfrischen. Später lassen wir es uns bei einer ordentlichen Portion Spaghetti gut gehen. Wie üblich auf den Hütten gehen wir bei Zeiten in die "Federn", denn um 6 Uhr in der Früh wollen wir aufstehen, um die Kreuzspitze zu besteigen. Und da für den Nachmittag Gewitter angekündigt sind, wollen wir rechtzeitig wieder zurück sein.


Nach einem schnellen Frühstück starten wir, auf dem direkt bei der Hütte abzweigenden und bestens markierten bzw. meist gut zu erkennenden Pfad, um halb Acht in Richtung Kreuzspitze. Da diese Tour keine Gletscherberührung hat und auch nicht mehr mit großen Altschneefeldern zu rechnen ist, lassen wir sämtl. Gletscherausrüstung in der Hütte zurück, was den Rucksack natürlich deutlich leichter macht. Etwas oberhalb der alten verfallenen Samoar Hütte hören wir, wie ein Hubschrauber das Tal hereindonnert und direkt an der Martin-Busch-Hütte landet, um einen abgestürzten Bergsteiger (aus dem Hochbett gefallen) ins Tal zu fliegen. Ein kurzes Spektakel und schon ist er wieder weg und die morgendliche Stille wird nur durch das Rauschen der vielen Bäche und Wasserläufe durchbrochen. Schon bald kommen wir, vorbei an zwei kleinen Seen, an die verfallene Brizzi Hütte. Bei herrlichem Sommerwetter machen wir hier kurz Rast und genießen die Sicht auf die gegenüberliegende Gletscherwelt des Mutmalkamms.
Weiter geht der Weg nun merklich steiler durch viel Geröll und teilweise Blockgelände. Dabei quert man ein wahres Steinmandl-Meer. Danach folgt wieder viel Schutt und Geröll sowie einmal mehr ein Feld mit riesigen Felsblöcken, bevor es erneut steil und über ein kleines Altschneefeld in den Sattel vor der Kreuzspitze geht. Direkt unterhalb des Sattels, auf der anderen Seite, liegt der Rotkarferner. Nun noch über die breite Gratschulter steil und über über zwei kleinere Altschneefelder hinauf auf die Kreuzspitze.
Nach zwei Stunden Gehzeit haben wir das Gipfelkreuz erreicht und genießen die hervorragende Aussicht auf die vielen noch vorhandenen umliegenden Gletscher. Ein paar Gipfelfotos im Austausch mit einer anderen Wandergruppe aus München, dann eine kurze Pause und wir gehen den Abstieg über den Aufstiegsweg an.
An der verfallenen Brizzi Hütte suchen wir uns, im Windschatten eines dicken Felsblocks, ein nettes Plätzchen für eine längere Pause und eine zünftige Brotzeit. Der weitere Abstieg folgt dem Aufstiegsweg zurück zur Martin-Busch-Hütte. Nach insg. 5 Stunden erreichen wir wieder die Hütte, noch zeitig genug, bevor die angekündigten Gewitter aufziehen.
Insgesamt eine unschwierige, dennoch etwas anstrengende und schöne Tour, welche die dreitausender Marke deutlich überschreitet.

Blick aus dem Sattel nach Süden
Kreuzspitze

zum Höhenprofil der Tour von 2008

zum Höhenprofil der Tour von 2010

Schwierigkeit
- leichte Hochtour - sehr schwere Bergwanderung
- gute Kondition

Ausrüstung: 
- feste Bergschuhe
- ggf. Grödeln oder Steigeisen

Beste Jahreszeit:
Juli bis Ende September

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