Jochberg

(1565 m) 16.09.12 / 16.04.16
Zwischen Kochelsee und Walchensee liegt einer der Münchener Hausberge, der Jochberg. Wegen seiner Aussicht, der einfachen Erreichbarkeit und dem unschwierigen Zustieg zählt er mit zu den beliebtesten Gipfelzielen der bayerischen Voralpen. Der ein oder andere Gleitschirmflieger startet auch vom grasigen Buckel des Jochbergs, und auch für Kinder ist dieser Berg gut zu bewältigen.
Im Abstieg lädt die kleine Jocheralm zum Verweilen ein (nur im Sommer bewirtschaftet)
Der Jochberg von der Jocheralm aus gesehen.
Jocheralm-Jochberg
 

Ausgangspunkt: 
Kleiner Parkplatz am Walchensee in Urfeld (ca. 800 m)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Kesselbergstraße Passhöhe - Jochberg - Jocheralm - Walchensee - Parkplatz in Urfeld

ca. 4 Stunden
Tourenbeschreibung:
Gegen halb zehn starten wir in Urfeld an einem kleinen Parkplatz in Richtung Kesselberg. Dass es eine beliebte Tour ist, war uns klar, aber dass bereits um diese Zeit alle Parkmöglichkeiten direkt vor und nach der Passhöhe belegt sind, überrascht uns. Zunächst gehen wir aus Urfeld hinaus und folgen dem kleinen Pfad hinauf zur Passhöhe. Nach dem oberen Parkplatz queren wir die Bundesstraße zum Einstieg in den Weg 451 (E4). Zunächst geht es auf einem breiten Bergpfad mäßig steil und über Treppenstufen hinauf. Später wird der Pfad schmaler, die Serpentinen nehmen zu und es wird steiler. Der Weg bleibt dennoch unschwierig. Nach einem etwas flacheren Wegstück folgt ein kurzer steiler Aufschwung in einen Sattel. Hier kann man nun nahezu eben in etwa 15 Minuten direkt zur Jocheralm weiterwandern. Wir halten uns jedoch links und folgen dem bewaldeten Kamm weiter bergan. Auf etwa 1400 Hm verlassen wir den Wald und erreichen eine weitere Verzweigung. Geradeaus geht es hinab zur Jocheralm, nach links bringt uns der Weg nun in einigen steilen Kehren hinauf auf den breiten Gipfelrücken.
Auf dem Weg hierher haben wir Unmengen an Menschen überholt, und es sind uns auch bereits gut und gerne 40-50 Wanderer im Abstieg entgegen gekommen. Wir erahnen Schlimmes für den Gipfel.
Oben angekommen sind wir mit vielleicht 250 weiteren Menschen am Gipfel. Was wir nicht wussten, es ist Bergmesse; deshalb ist der Gipfel heute voller als normal. Bei herrlicher Aussicht genießen wir unsere Brotzeit. Noch bevor die Messe zu Ende ist, machen wir uns an den Abstieg. Der Weg führt uns kurz zurück zur letzten Verzweigung und von dort quer über die Almwiese des Jochbergs hinunter zur Jocheralm. Da die Messe auf dem Gipfel noch nicht vorüber ist, gibt es auch noch ausreichend Platz an der kleinen Alm. Wir gönnen uns noch ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee, bevor wir uns an den Abstieg machen.
Man kann nun fast eben hinüber zum Sattel gehen und von dort auf dem Aufstiegsweg zurück wandern oder man nimmt wie wir die schönere, aber auch längere Variante hinunter zum Walchensee (damit hat man dann auch eine Rundtour). Zunächst geht es ein paar hundert Meter auf der breiten Forststraße hinab. Nach einer Linkskehre folgt man dem schmalen Pfad durch den Wald hinunter nach Sachenbach. In vielen engen Serpentinen geht es hinunter. Einige ältere Wirtschaftswege werden gequert bzw. für den Abstieg genutzt. Es bleibt durchweg steil. An einer Verzweigung kann man nun weiter in Richtung Weiler Sachenbach gehen (nach links) oder aber etwas abkürzen und auf schmalem und teilweise undeutlichem Pfad direkt zur Uferstraße hinunter gehen, die uns dann wieder zurück nach Urfeld bringt.
Nicht zu Unrecht zählt der Jochberg zu einem der beliebtesten Wanderziele, ist er doch schnell zu erreichen, unschwierig zu besteigen, bietet eine tolle Aussicht und im Abstieg kommt man an einer netten Hütte vorbei. Allerdings ist das definitiv kein Berg, den man angehen sollte, wenn man eine einsame Bergtour unternehmen möchte!

Aussicht vom Gipfel des Jochbergs nach Süden
Blick vom Jochberg nach Süden

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Charakter / Schwierigkeit:  
- einfache Bergwanderung
- Trittsicherheit hilfreich

  Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober

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