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Kampenwand

(1664 m) Ende April 2004 / 01.06.08 / 12.10.14
Eine Wanderung hinauf  zum markanten Gipfelaufbau der Kampenwand in den Chiemgauer Alpen ist nicht all zu schwierig und bietet, oben angekommen, einen tollen Blick auf den Chiemsee. Die letzten Meter hinauf auf den Ostgipfel erfordern neben ein wenig Trittsicherheit auch Schwindelfreiheit. Während der Wandersaison, wenn die Bahn die Massen schnell hinauf befördert, wird es unter dem mächtigen 12 m hohen Gipfelkreuz oft ziemlich eng.

Die Kampenwand
Die markante Kampenwand

 
Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz in Hohenaschau
Talstation Kampenwandbahn (ca. 630 m)
(gebührenpflichtig)

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Routenverlauf:
2008
 
Parkplatz - Gorialm - Schlechtenbergalm - Steinlingalm - Kampenwand - Steinlingalm - Sonnenalm - Bergstation Kampenwandbahn - Jägersteig - Schlechtenbergalm - Steinlingliftstüberl - Parkplatz

2014
Bergstation Gondelbahn - Sonnenalm - Kampenhöhe - Schlechinger Scharte - Kampenwand-Ostgipfel - Ostabstieg (kurzer Klettersteig) - Raffen - Steinlingalm - Schlechtenbergalm - Gorialm - Geißsteigwand - Parkplatz

ca. 5½ Stunden
Tourenbeschreibung 2008:
Bei schönstem Sommerwetter starten wir gegen 08:30 an der Talstation der Kampenwandbahn. Um diese Zeit sind nur wenige Wanderer und noch keine "Bahnfahrer" hier. Wir gehen links an der Station vorbei und verlassen den Parkplatz. Die Kampenwand ist bereits hier gut ausgeschildert und man kann über verschiedene Wege aufsteigen. Wir nehmen zunächst die Straße vorbei an den letzten Häusern von Hohenaschau und wandern gegen den Wald in östliche Richtung. Bald haben wir das letzte Haus hinter uns gelassen und die Straße geht in einen gut ausgebauten Waldweg über. Am ersten Wegekreuz halten wir uns links (und folgen nicht dem Reiterweg zur Kampenwand). Ein wenig später queren wir erneut die Skipiste und biegen dann kurz danach (ca. 100 m) scharf nach rechts ab. Direkt danach geht es wieder über die Piste und hinein in den Fichtenwald. Mäßig steil geht es auf dem Karrenweg etwa 15 Minuten weiter bergan, bis der Reiterweg (Pfad) unseren Weg kreuzt. Hier entscheiden wir uns nun, für die Weiterwanderung den Pfad zu nehmen und folgen diesem mäßig ansteigend, bis wir erneut auf einen Karrenweg treffen. Hier halten wir uns rechts und kommen bald auf den Wirtschaftsweg (teils asphaltiert), der hinauf zu Gorialm und Schlechtenbergalm führt. Steil geht es an beiden Almen vorbei, weiter hinauf zur Steinlingalm.
An der Steinlingalm gibt es dann nach knapp 2 Stunden Aufstieg eine kurze Pause und einen Blick auf die Speisekarte. Da es uns für Speckknödel mit Kraut zu früh ist, starten wir nach kurzer Rast den Aufstieg hinauf auf den Ostgipfel.
Der eigentliche Aufstiegsweg ist durch die von vielen Abschneidern ausgetretenen Pfade kaum mehr zu erkennen. Schnell sind wir an der mächtigen Felswand angekommen und kraxeln durch eine Art Canyon (die Kaisersäle) bis zunächst direkt unter das Kreuz. Dann noch über ein schmaleres, mit einer Kette versichertes Felsband und weiter erst um und dann auf den Buckel des Kampenwandostgipfels. Mit einer Höhe von 12 Metern steht auf der Kampenwand ein imposantes Gipfelkreuz. Kurz genießen wir die durch aufziehende Gewitterwolken getrübte und eingeschränkte Aussicht, bevor uns die Speckknödel wieder in Richtung Steinlingalm locken. Wir schlängeln uns durch jede Menge Turnschuhtouristen und sitzen fast pünktlich zur Mittagszeit wieder an der Alm.

Obwohl immer wieder dunkle Gewitterwolken das herrliche Wetter ein wenig eintrüben, lassen wir uns das Essen schmecken und wandern nach einer guten halben Stunde weiter, vorbei an der Sonnenalm zur Bergstation der Gondelbahn. Von hier geht es dann über den Jägersteig bis zur Schlechtenbergalm entgültig abwärts. Hier ist heute nicht so viel Trubel wie auf der Steinlingalm und so verweilen wir bei einer Tasse Kaffee mit nem ordentlichen und leckeren Stück hausgebackenen Kuchen.
Für den weiteren Abstieg wandern wir über den alten Reiterweg, vorbei am Liftstüberl auf unseren Aufstiegsweg. Nach insgesamt 7 Stunden endet die Tour wieder an der Talstation, dem Ausgangspunkt der heutigen Tour.

Eine schöne und einfache Wanderung, auf der man sich kaum verlaufen kann. An fast jeder Verzweigung sind eindeutige Hinweise angebracht. Für den letzten Anstieg hinauf zum Ostgipfel ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Der Fels ist an vielen Stellen durch die vielen Besucher völlig glatt poliert. Festes (vernünftiges) Schuhwerk versteht sich dabei eigentlich von selbst .

ca. 5½ Stunden
Tourenbeschreibung 2014:
Da wir für unsere Verhältnisse recht spät unterwegs sind, fahren wir heute mit der Gondel in die Höhe. Bei herrlichem Wetter wandern wir von der Bergstation hinüber, vorbei an der Sonnenalm und hinauf auf die Kampenhöhe. Auf dem Weg dorthin lassen wir schnell die Massen hinter uns und folgen einem Weg, der kurz darauf zu einem Pfad wird. Dieser führt uns über eine Wiese und durch Latschen hinauf zum Einstig der Kampenwandüberschreitung (Klettertour). Kurz davor halten wir uns an einem mächtigen Felsblock rechts und nehmen den steilen Pfad abwärts. Sehr steil, geröllig, rutschig und mit viel Tiefblick queren wir hinunter. Kurze Klettereien verlangen unsere volle Aufmerksamkeit. Stolpern darf man hier definitiv nicht, geht es doch rasch in die Tiefe. Mal mehr mal weniger schwierig geht es dahin.
Der Bergpfad folgt in etwa dem Verlauf des Wandfußes und in stetigem Wechsel von An- und Abstieg erreichen wir bald die schwierigste Stelle des Steigleins. Hier sind kurz Kletterfertigkeiten (ca. 2 bis 2+) gefragt. Danach steigt man durch die Kampenwand (Schlechinger Scharte) hinüber auf die Nordseite und hat von dort einen tollen Blick auf das Chiemgau. Nun geht es nach rechts hinab in eine kleine Schlucht. Auf der anderen Seite gleich wieder steil und rutschig hinauf in die Kaisersäle unterhalb des Hauptgipfels. Hier strömen sehr viele Menschen von der Steinlingalm herauf und mit der Ruhe ist es zunächst vorbei. Weiter steigen wir durch die Kaisersäle und folgen einfach der Masse weiter hinauf auf den Gipfel. Hier schlagen wir kurz am Kreuz an und verschwinden sofort wieder über den Ostabstieg (kurzer Klettersteig) hinunter auf die Wiesen des Raffen. Steil geht der Weg nach Süden hinunter und die Latschen drücken mächtig in den Weg hinein. Bei Gegenverkehr ist wenig Platz zum ausweichen. Auf den Raffen angekommen, gönnen wir uns erstmal eine Brotzeit. Ist es hier doch viel ruhiger und man kann die Aussicht in Ruhe genießen, was auf dem sehr beliebten Hauptgipfel nicht wirklich möglich ist.
Nach der Pause geht es auf gut markiertem Pfad hinüber auf die Nordseite und von der Scharte aus hinunter zur Steinlingalm. Auch hier ist es uns zu voll und so sausen wir weiter zur Schlechtenbergalm, wo wir uns noch einen Kaffe mit ´nem schönen Stück Kuchen gönnen.
Von hier folgen wir später der Beschilderung zurück zur Talstation der Gondelbahn. Der Weg führt uns dabei zunächst entlang der Fahrstraße in den Wald, dann in einer Kehre nach links auf einen schönen Waldpfad. Auf diesem geht es dann mässig steil zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Panoramaansicht von der Kampenwand
Kampenwand

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit: 
- einfache Bergwanderung
- im oberen Teil sind Trittsicheheit und Schwindelfreiheit hilfreich

Ausrüstung:
- normale Wanderausrüstung
- Wanderstöcke

Beste Jahreszeit:
Ende April bis zum ersten Schnee

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