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Lagoa do Vento - Risco-Wasserfall - Levada das 25 Fontes

(1278 m) 05.11.2016
Im Hochland von Rabaçal haben wir die drei Wanderungen zum Lagoa do Vento, dem Risco-Wasserfall und über die Levada das 25 Fontes zu den 25 Quelle zu einer großen Runde verbunden.
Die Wanderung führt größtenteils einfach an den Levadas entlang und teils bis mittelschwer durch Heidebüsche, Erikasträucher und Lorbeerwälder. Stellenweise würzen steile Pfadabschnitte die Tour zusätzlich.

Am Lagoa do Vento
Lagoa do Vento

Ausgangspunkt: 
Madeira
Großer Parkplatz an der ER 110 ( ca. 1280 m)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Levada do Alcerim - Lago do Lajeado - Levada do Alcerim - Lago do Vento - Casas de Rabaçal - Laveda do Risco - Risco Wasserfall - Laveda do Risco - Levada das 25 Fontanes - Casa de Rabaçal - Parkplatz

ca. 4 ½ Std.
Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz an der ER 110 wandern wir in südöstlicher Richtung an der großen Tafel vorbei in einen Fahrweg, der hinunter zur Casa de Rabaçal führt. Nach etwa 100 Metern verlassen wir diesen nach rechts und queren über eine kleine Wiese hinüber zur Levada do Alcerim. Die Wanderung führt nun gegen die Fließrichtung der Levada do Alcerim in einem weiten Linksbogen durch die Heidebüsche. Die Regentropfen der vergangenen Nacht hängen noch in den Büschen und so ist es gut, immer ein wenig auf Abstand zu bleiben. Nach etwa 15 Minuten quert "unsere" Levada den Ribeira do Alecrim. Wer aufmerksam ist, kann immer wieder bis zu 20 cm lange Forellen durch die Levada sausen sehen. Auf dem weiteren Weg zwängt sich die Levada durch die Felsen und wartet ab und an mit ausgesetzten Stellen auf. Kaum ist eine halbe Stunde vergangen, erreichen wir eine steile Treppe an deren rechter Seite die Levada von oben herab schießt. Weitere 15 Minuten später kreuzt ein Pfad unseren Weg, doch hier halten wir uns weiter geradeaus und wandern in ein paar Minuten bis zur Quelle der Levada do Alcerim und dem Lago do Lajeado. Auf dem Weg dorthin kann man immer mal wieder einen Blick auf die tieferliegenden Levadas von Rabaçal erhaschen. Wird das rauschen des Wassers stärker, hat man auch bald die Quelle der Levada an einem felsigen Bachbett und dem Lago do Lajeado erreicht. Wer nun mag, kann auf einem der Felsen eine Pause einlegen, doch uns zieht es weiter.
Auf dem Herweg geht es zurück zu der Pfadkreuzung. Dort steigen wir nach rechts in vielen Kehren durch die riesigen Heidebüsche ab. Kurz nach verlassen der Levada kommen wir an einen markanten Felsblock, von dem man eine tolle Aussicht ins Tal der Ribeira da Janela hat. Am Felsen links haltend steigen wir über ein recht ruppiges Wegstück weiter hinab auf eine alte Levadatrasse. Hier rechts halten und wenige Meter später wieder ein wenig hinauf. Das bis dahin steilste Stück haben wir gemeistert und es geht die nächsten gut 200 m entspannter hinunter. An einer weiteren Gabelung bleiben wir links und queren 3 schmale Bachläufe. Der schmale und heute teils sehr rutschige Saumpfand führt danach wieder steil und ruppig in vielen Kehren hinunter zum Lagoa do Vento. Aus etwa 100 m stürzt ein dünner Wasserfall in den kleinen See herab und wenn jetzt noch die Sonne richtig lachen würde, wäre das ein wirklich schönes Plätzchen. Doch auch so liegt der See recht spektakulär in diesem halbkreisförmigen Kessel und lädt uns geradewegs zu einer kurzen Pause ein.
Um nun zum Risco Wasserfall zu gelangen, wandern wir zurück zu der Stelle, an der wir auf den Querweg gestoßen sind. Steigen dort aber nicht hinauf zum Herweg, sondern bleiben auf diesem Pfad und traversieren den langen Bergrücken hinüber zur Fahrstraße der Casa de Rabaçal. Der Weg verlangt (vor allem heute) doch schon deutlich mehr Trittsicherheit als es heute Früh nötig war. Vom Regen der vergangenen Nacht ist alles nass, der Pfad ist recht zugewachsen, der Boden stellenweise sehr rutschig und dementsprechend sehen wir aus. In leichtem auf und ab zieht der Weg stetig fallend durch den Nordhang des Bergrückens.
An der Straße angekommen halten wir uns rechts und marschieren diese bis kurz vor die Casa de Rabaçal. Die Beschilderung weist uns dort den Weg hinüber zum Risco Wasserfall. Der Weg entlang der Laveda do Risco ist gut und breit ausgebaut, nahezu eben und es wird klar, das hier während der Saison die Massen spazieren gehen. Nach gut einer halben Stunde erreichen wir den Risco Wasserfall, der sich in der enger werdenden Schlucht mit Getöse in die Tiefe stürzt.
Um zuletzt auch noch die 25 Quellen zu bewundern, gehen wir zunächst entlang an de Laveda do Risco zurück. Unterwegs zweigt ein unscheinbar wirkender Pfad sehr steil nach rechts hinab. Kein Schild und keine Markierung deuten hier auf die Abkürzung hin und so bleiben auch wir auf dem breiten Touristenweg. An der später nach rechts abzweigenden Steintreppe geht es über viele Stufen hinunter zur Levada das 25 Fontes. Dieser folgen wir gegen die Fließrichtung hinein ins Tal des Ribeira Grande. Nach der Brücke über den Ribeira Grande steigen wir über ein paar Treppenstufen wieder zur Levada auf, die uns dann im weiteren Verlauf mal mehr mal weniger ausgesetzt zu den 25 Fontes bringt. Bei der nächsten kleinen Brücke kommt von rechts ein kleiner Kanal herunter. Folgt man diesem in den Felskessel sind die 25 Quellen, die aus der von Farnen begrünten Felswand rieseln, erreicht. Die 25 Quellen sind ein sehr beliebtes Wanderziel und wir möchten uns nicht vorstellen, wie viele Menschen in der Saison bei besten Wander- und Wetterbedingungen hierher unterwegs sind. Selbst heute bei eher ungünstigem Wetter sind die Quellen gut besucht.
Der Rückweg führt auf dem Herweg entlang der Levada das 25 Fontes zurück zur Casa de Rabaçal. Hat man die Steintreppe wieder erreicht, kann man alternativ weiter geradeaus Wandern und erst später, bevor der Tunnel do Rabacal erreicht wird nach links zur Casa hinauf queren. Das benötigt etwa 10 Minuten mehr Zeit. Von der Hütte nun entweder mit einem Pendeltaxi oder zur Fuß über die Fahrstraße in etwa 30 Minuten zurück zum Parkplatz an der ER 110.
Die Entscheidung diese drei Touren zu einer zusammenzulegen war für uns genau die Richtige! So konnten wir unterschiedliche Touren und Schwierigkeiten vereinen und aus drei Kurztouren eine "ordentliche" machen. Wäre das Wetter besser geblieben, könnte man diese Runde auch als echtes Schmankerl bezeichen. Doch dann ist vor allem der Abschnitt zu den 25 Quellen vermutlich total übervölkert. Sei´s drum es war eine tolle, nicht allzu lange und sehr abwechslungsreiche Tagestour.

Blick auf den Lagoa do Vento. Den Riscowasserfall und die 25 Quellen.
Absamer Klettersteig  Absamer Klettersteig  Absamer Klettersteig  

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- meist guter Weg entlang der Levadas
- Abstieg zum See ist weitestgehend naturbelassen  
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit stellenweise erforderlich

Ausrüstung: 
- Wanderausrüstung
- auf jeden Fall festes Schuhwerk
- etwas Proviant und im Sommer ausreichend Getränke

Beste Jahreszeit:
Ganzjährig möglich.

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