Mahnkopf

(2094 m) 24.10.2015
Aus der Eng führt eine unschwierige und dennoch knackige Bergwanderung vorbei an der Falkenhütte hinauf auf den Mahnkopf. Über gute Wege und Pfade geht es unter den imposanten Lalidererwänden der Falkenhütte entgegen und von dieser um das Ladizköpfl herum hinauf zum Gipfel.
Die Tour auf den Mahnkopf ist eine durchweg schöne und unschwierige Bergwanderung, die wegen ihrer Beliebtheit oft auch stark frequentiert ist.
Nicht ausser acht lassen sollte man, das in Summe knapp 1260 Hm auf- und abgestiegen werden.

Nordanstieg Mahnkopf
Schlussanstieg von Norden zum Mahnkopf

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz am Alpengasthof Eng
(ca. 1200 m, Mautstraße € 3,50, Stand 2015)

Bildergalerie  30 Bilder in extra Fenster 

 

Routenverlauf: 
Parkplatz – Engalm – Hohljoch – Spielissjoch – Falkenhütte - Falkenstand – Mahnkopf - Ladizköpfl - Falkenhütte - Spielissjoch - Hohljoch - Engalm - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz am Alpengasthof Eng wandert man zunächst in Richtung Talende gegen die steil aufragenden Wänden von Spitzkarspitze, Plattenspitze, Grubenkarspitze und Dreizinkenspitze. Vorbei an den Engalmen, hält man sich an die Wegweiser Richtung Falkenhütte und Hohljoch. In mäßiger bis steiler Steigung bringt uns einen guter Bergweg durch lichten Bergwald (Märchenwald) und schließlich über Weideflächen zum Hohljoch. Am Hohljoch zweigt der Weg nach rechts in Richtung Gamsjoch ab. Wir halten uns gerade aus in Richtung Falkenhütte. Dabei queren wir leicht absteigend die Laliderer Reisen unterhalb der mächtigen Laliderer Spitze. Nach der Querung des Schotterfeldes steigt der Weg wieder an und führt uns in einigen Serpentinen hinauf zum Spielissjoch. Durch den ersten noch liegenden Schnee in diesem Jahr mussten wir genau schauen, wo der Weg entlang läuft. Ohne Schnee ist die Wegfindung unproblematisch. Aus dem Spielissjoch noch wenige Hm über die Forststraße bis an die Falkenhütte. Ist diese geöffnet (6 Tage zuvor geschlossen), ist an solchen Tagen oft viel Trubel angesagt, da die Hütte bei Wanderern wie Radlern gleichermaßen beliebt ist. Heute herrscht hier jedoch schon so etwas wie Einsamkeit.
Wir wandern weiter und gehen dabei auf der östlichen, weil sonnigen Seite, des Ladizköpfels herum und hinüber in die Senke vor dem Mahnkopf dem Ladizjoch. Hier wechseln wir auf die Westseite und folgen dem Weg weiter Richtung Steinfalk. Über einen schmalen Bergpfad, der stellenweise bereits Trittsicherheit verlangt, geht es um den Mahnkopf herum und später durch eine Latschenzone hinauf in den Falkenstand. Zwischen den Latschen liegt nun auch wieder ordentlich Schnee, was das vorwärtskommen deutlich verlangsamt. Im Falkenstand angekommen geht es dann geradeaus weiter hinauf zur Steinspitze (Dieser wartet am Gipfel mit ungesicherter und ausgesetzter Keltterei auf). Wir halten uns jedoch Rechts und stapfen nach Süden dem Gipfelaufbau des Manhkopfs entgegen. Zunächst geht es ein paar Meter hinab, bevor wir uns irgendwie über den Nordrücken durch den Schnee teilweise steil empor kämpfen. Gelegentlich kann man bereits den Gipfel sehen, doch gilt es zunächst einen kleinen Vorgipfel zu erklimmen, bevor die letzten Meter zum Gipfelkreuz angegangen werden können.
Man hat zwar nicht die Fernsicht, wie man sie von vielen anderen Alpengipfeln genießen kann, doch auch der Ausblick auf die vielen umliegenden Karwendelgipfel ist einfach imposant. Da es hier oben doch recht windig ist, entschließen wir uns für einen zügigen Abstieg. Dabei folgen wir recht steil dem Südrücken hinab ins Ladizjoch. Dort genehmigen wir uns, durch die Latschen deutlisch vor Wind geschützt bei wärmender Spätherbstsonne eine ordentliche Brotzeit.
Für den Rückweg nehmen wir später den westlichen Weg um das Ladizköpfl herum und nach einigem Auf und Ab stehen wir wieder vor der Falkenhütte. Ab hier folgen wir den Aufstiegsweg zurück über Spielissjoch, Hohljoch und Engalm zurück in den Großen Ahornboden und zum Gasthof Eng. Kurz vor der Engalm treffen wir dann auf die ersten bzw. letzten Touristen, die sich ein wenig ins Karwendel hinein gewagt hatten. Entsprechend unruhig geht es ein Stück des Weges talwärts.
Nach knapp 8 Stunden endet eine herrliche, um diese Jahreszeit recht einsame Tour und wir sind froh, dass wir diese Tour heute angegangen sind - besser hätte man es nicht erwischen können. Zudem hat sie die Lust auf die Steinspitze geweckt, ergo kommen wir wieder ;-)

Spielissjoch, Falkenhütte, Ladizköpfl, Mahnkopf, Steinspitze und Turmfalk
Panoranma zur Bergtour auf den Mahnkopf

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit: 
 - einfache bis mittelschwere Bergtour
- ausreichend Kondition
- Trittsicherheit

Ausrüstung:
- Komplette Bergtourenausrüstung
- ggf. Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Anfang Mai bis Ende Oktober, je nach dem wie die Schneeverhältnisse sind.

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