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Maukspitze

(2231 m) 19.10.2014
Die Maukspitze ist der östlichste und ein eigenständiger Gipfel im Kaisergebirge. Hier führt eine spannende, abwechslungsreiche, schwere Bergtour hinauf, die als Rundtour nochmal eine ganze Stufe schärfer wird. Der Gipfel bietet ein grandioses Rundpanorama. Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit sind auf dieser sehr anspruchsvollen Tour mit schwierigem Klettersteig, Schwierigkeitsgrad bis II (UIAA-Skala) und nur spärlichen Sicherungen, unerlässlich.

(Mauk- und Ackerlspitze lassen sich prima kombinieren, da sie relativ nahe beisammen liegen.)

Die Maukspitze
Die Maukspitze

 

Ausgangspunkt: 
Going, Parkplatz Hüttling
(ca. 820 m)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Graspoint Niederalm - Graspoint Hochalm - Ackerlhütte - Niedersessel - Hochsessel - Maukspitze - Niedersessel - Ackerlhütte - Regalm - Graspoint Niederalm - Parkplatz

ca. 7 Std.
Tourenbeschreibung

Bei herrlichem Spätsommerwetter starten wir gegen 09:30 Uhr (für solch eine Tour schon viel zu spät) am Parkplatz Hüttling und wandern zunächst der Forststraße folgend bis zur Graspoint Niederalm. Unmittelbar nach der Almhütte halten wir uns rechts, folgen dem kleinen Waldweg und der Beschilderung in Richtung "Ackerlhütte über Stiegenbach". Im Wald nun mäßig steil aufwärts, leicht Richtung Nord-Ost bis wir wieder auf freies Gelände kommen. Weiter über eine Felsstufe mit kleinem, romantischen Wasserfall und links von diesem empor zur Graspoint Hochalm. Nach dem Gamsbrunnen bei der Hochalm stapfen wir auf Almwiesen zunächst in einem weiten Linksbogen, dann wieder rechts eindrehend auf einem Rücken und weiter hinauf zur Ackerlhütte. Hier rasten wir kurz und genehmigen uns ein erstes Brot aus dem Rucksack.
Direkt hinter der Schutzhütte führt der Weg weiter durch Latschen bergauf. Die höchste Erhebung -die Ackerlspitze- hat man dabei immer im Blick und kann sich kaum vorstellen wie man da noch rauf kommen soll. Wir wandern auf gutem Bergpfad weiter zur verfallenen Ackerlhütte und einem kurzen Abstieg bis an den Felsfuß. Nun beginnt die erste leichte Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrat. Weiter immer der Beschilderung bzw. den Markierungen folgen. Nach diesem ersten spannenden Aufschwung gelangen wir in ein kleines Hängekar, dem Niedersessel (!oft noch bis in den Spätsommer ein Schneefeld!). Am obersten Ende des Kars geht es in den schwierigsten Teil der heutigen Tour. Sehr steil und exponiert klettern wir über den Fels hinauf (II, ohne die Klammern und Stifte wäre es eine III) bis man eine recht steile Rinne erreicht. Durch diese kraxeln wir immer höher bis sich das Gelände zum Hochsessel öffnend zurücklehnt. Der Weg scheint nicht enden zu wollen und die Steilheit verlang dem Bergsteiger doch einiges ab. Wer den Blick nach Süden richtet wird immer wieder mit tollen Tiefblicken belohnt.
Über den schuttreichen mäßig steilen Schrofenhang des Hochsessels steigen wir auf einer gut sichtbaren Steigspur höher, bis man den Abzweig zur Maukspitze erreicht (Schild). Nach Links gelangt man in etwa einer Stunde auf die Ackerlspitze. Unser Weg führt uns jedoch nach Rechts und in etwa 45 Minuten hinüber und hinauf auf die Maukspitze. Hier muss man nochmals volle Konzentration aufbringen, geht es doch oft in schöner Kraxelei weiter. Knapp 4½ Std. nachdem wir den Parkplatz im Tal verlassen haben, stehen wir auf dem Gipfel. Bei bestem Spätsommerwetter und sehr angenehmen Temperaturen gibt´s jetzt erstmal eine Brotzeit.
Eine Stunde später packen wir unsere sieben Sachen zusammen und machen uns an den Abstieg. Hierzu gehen wir über den kleinen Knubbel in eine Rinne und diese wird dann zünftig abgekraxelt. Danach folgt Schrofengelände bis es wieder sehr steil und kraxelig (I) zurück in das Hängekar des Niedersessels geht. Auch hier ist wieder volle Konzentration gefordert. Wir queren den Niedersessel und treffen auf unseren Aufstiegsweg. Auf diesem geht es zurück zur Ackerlhütte und dort gibt´s bei Zitter, Gitarre, Gesang und Gejodel erstmal eine kühle Apfelschorle.
Für den weiteren Abstieg wählen wir den Weg über die Regalm. Zunächst wandern wir mit etwas schweren Beinen, über einen Bergpfad hinunter zur Regalm und weiter auf einem Fahrweg vorbei an der Graspoint Niederalm zurück zum Parkplatz. Für den Abstieg benötigen wir etwa 1¼ Std. und so endet nach insgesamt guten 8 Stunden eine beeindruckende Tour.

 
Panoramablick von der Maukspitze

Maukspitze


zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit: 
 - schwere Bergtour (Stellen I-II)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- gute Kondition

Ausrüstung:
- komplette Bergtourenausrüstung + Helm
- ausreichend Verpflegung und vor allem Getränke!
- Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober, je nach Schneeverhältnissen.


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