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Sentiero Attrezzato Gerardo Sega am Monte Baldo

(1100 m) 23.05.10 / 24.04.11
Bei Avio im Etschtal gibt es einen schönen, mäßig schweren Klettersteig, der über Bänder, ähnlich denen in der Brenta, durch die Ostseite des Monte Baldos führt. Doch vor dem Klettersteigspaß steht der etwa eineinhalbstündige Aufstieg über einen breiten Bergweg, vorbei an einem Wasserfall und weiter über einen Bergpfad zum Einstieg.

Monte Baldo - Via ferrata Gerardo Sega
Monte Baldo Via ferrata Gerardo Sega

 
Ausgangspunkt:
Avio (131 m), Etschtal
Parkplatz in der Kurve (ca. 280 m)
Spitzkehre über eine Brücke des Aviana
ca. 2 km nach Avio an der Straße zum Stausee Para da Stua

oder
ab der Wallfahrtskirche Madonna della Nieve (ca. 1080 m)
mit dem Auto weiter Richtung Stausee, kurz vor der Staumauer der Beschilderung nach Links zur Kapelle folgen (steil und enge Straße)

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Routenverlauf 2010:
Parkplatz - Weg 652 in das Pian delle Scale - Wasserfall des T. Aviana - Klettersteig "Gerardo Sega - Weg 685/653 zur Kirche Madonna della Neve - Colonia Montana Madonna delle Neve - Weg 652 - Parkplatz

ca. 5½ Std. Tourenbeschreibung 2010:
Direkt nach dem kleinen Parkplatz im Valle dei Molini geht es über den alten teilweise gepflasterten Weg steil bergan und hinein in das Pian delle Scale. Durch einen Laubwald, der gelegentlich den Blick auf die Ostwände des Monte Baldo freigibt, geht es in etwa einer Stunde bis zu einer Wegekreuzung. An dieser halten wir uns rechts und folgen dem Weg 685. Kurz darauf queren wir über mächtige Felsbrocken ein trockenes Bachbett. Danach wird der Weg zu einem schmalen Bergpfad, der uns zu einem mächtigen, etwa 100 Meter hohen, Wasserfall leitet. Hier stürzt das Wasser über mächtige Kaskaden in die Tiefe. Vom Wasserfall geht es wieder einige Meter zurück und dann nach links (nördlich), zunächst durch ein urwaldähnliches Gelände, weiter. Alles ist saftig grün und die üppige Flora überwuchert alles. Die Gumpen und Rinnsale des Aviana sind vom Grün vollständig eingefasst.
Der Pfad führt nun mäßig ansteigend weiter um die Pfeiler des Corno Gallina herum. Dort wo der Wald lichter wird, folgt ein kurzer steiler Aufschwung, danach geht es nochmals kurz hinab, um ein weiteres trockenes Bachbett zu queren. Am höchsten Punkt des darauf folgenden Aufschwungs hat man dann den Platz erreicht, an dem sich die meisten ihre Klettersteigausrüstung anlegen. Durch die Äste der Laubbäume kann man bereits einen Teil der Bänder sehen, über die der Steig führt. Also flugs in das Gurtzeug gestiegen, eine kurze Stärkung zu sich genommen und los geht es.
Es geht nochmal etwa 40 Hm den Pfad hinab an eine kurze Leiter. Diese führt über den ersten steilen Felsaufschwung. Weiter über ein gerölliges Gehstück zum ersten Band. Nach links geht es nun sehr luftig und nur leicht steigend hinauf. Dann nach rechts teils ungesichert weiter durch ein Waldstück und über zwei gesicherte Felsstufen empor. Ein ungesichertes Grasband leitet uns sehr ausgesetzt weiter zu einem gesicherten Kriechband. Schon bald hat man das große Band unter der mächtigen Felsapsis erreicht. Dieses Band führt uns in weitem Rechtsbogen durch die imposante Wand hinüber in einen   Wald. Von hier weiter durch die steile Wand hinauf zu einer Aussichtskanzel, von der man einen phantastischen Blick in die Schlucht hat. Nun nach rechts weiter über die steilen Felsen zum Ausstieg. Hier suchen wir uns ein nettes Plätzchen und gönnen uns die verdiente Brotzeit.
Weiter geht es danach durch den Wald und über Wiesen zum alten Fahrweg 685, der uns auf die Schotterstraße (652) bringt. Nun weiter zur Wallfahrtskirche Madonna delle Neve. Bei herrlichem Sommerwetter lassen wir uns in einer der Blumenwiesen bei der Kapelle nieder und genießen noch eine Weile das Faulsein, bevor wir uns an den Abstieg machen.
Von der Wallfahrtskirche nun kurz nach links hinab auf die geteerte Straße. Nach rechts geht es zum Refugio Monte Baldo und zum Albergo Alpino. Wir gehen aber links  herum und folgen der abwärts führenden Straße, vorbei an der Colonia Montana. Kurz nachdem die Schotterpiste begonnen hat zweigt unser Weg nach links ab. Am nächsten Wegedreieck halten wir uns erneut links und gelangen so auf den Weg 652, der uns nun in nördliche Richtung durch das Pian delle Scale zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour bringt. Nach einer guten halbe Stunde kommen wir an der Wegekreuzung (Abzweig KS) vom Vormittag vorbei. Der weitere Abstieg führt also entlang der Aufstiegsroute zum Parkplatz zurück. 
Eine schöne, an die berühmten Brentasteige erinnernde, mäßig schwere Klettersteigtour geht zu Ende. Den Aufstieg über den Weg 652 empfanden wir als nicht ganz so stumpf und langweilig, wie er in dem ein oder anderen Führer beschrieben ist. Da haben wir schon schlechtere Wege kennengelernt. Alles in allem eine wunderbare Tour mit herrlichen Aus- und Tiefblicken. Auch ist der Steig nicht ganz so überlaufen wir andere Klettersteige in den Gardaseebergen.


Routenverlauf 2011
:
Parkplatz an der Kapelle Madonna della Neve - Colonia Montana Madonna della Neve - Weg 652 in das Pian delle Scale - Wasserfall des T. Aviana - Klettersteig "Gerardo Sega" - Weg 653 - Valle dei Rii - Madonna della Neve

ca. 5½ Std. Tourenbeschreibung 2010:
Von der Kapelle Madonna della Neve gehen wir zunächst nach Süden, vorbei an der Colonia Montana Madonna della Neve und folgen dem Weg 653. An der Verzweigung des Fahrwegs halten wir uns links und folgen dem Fußweg hinab ins Pian delle Scale. An der nächsten Wegekreuzung wieder links und auf einem alten Fahrweg etwa eine halbe Stunde weiter bergab. An ein paar großen Felsbrocken halten wir uns wieder links (Schilder) und folgen einem schmalen Pfad (Nr. 685) hinüber zum Wasserfall.
Der Pfad führt nun mäßig ansteigend weiter um die Pfeiler des Corno Gallina herum. Dort wo der Wald lichter wird, folgt ein kurzer steiler Aufschwung, danach geht es nochmals kurz hinab, um ein weiteres trockenes Bachbett zu queren. Am höchsten Punkt des darauf folgenden Aufschwungs hat man dann den Platz erreicht, an dem sich die meisten ihre Klettersteigausrüstung anlegen. Durch die Äste der Laubbäume kann man bereits einen Teil der Bänder sehen, über die der Steig führt. Also flugs in das Gurtzeug gestiegen, eine kurze Stärkung zu sich genommen und los geht es.
Nun kurz auf dem Pfad hinab zum Einstieg in den Klettersteig. Unter einem mächtigen Felsdach geht es über eine Leiter hinauf auf ein gerölliges kurzes Gehstück und weiter zum ersten Band. Sehr luftig und nur leicht steigend geht es weiter hinauf. Dann nach rechts teils ungesichert weiter durch ein Waldstück und über zwei gesicherte Felsstufen empor. Ein ungesichertes Grasband leitet uns sehr ausgesetzt weiter zu einem gesicherten Kriechband. Schon bald hat man das große Band unter der mächtigen Felsapsis erreicht. Dieses Band führt uns in weitem Rechtsbogen durch die beeindruckende Wand hinüber in einen Wald. Von hier weiter durch die steile Wand hinauf zu einer Aussichtskanzel, von der man einen phantastischen Blick in die Schlucht hat. Weiter geht es dem Pfad folgend durch ein sehr gerölliges, rutschiges und steiles Waldstück bis kurz unterhalb des letzten steilen Aufschwungs. Bevor wir diesen angehen gönnen wir uns unsere Brotzeit und warten, bis die vor uns gehende sehr große Gruppe es über die letzte Stufe geschafft hat.
Nach der Brotzeit geht es noch mal einige Meter durch ein lichtes Wäldchen und dann durch die letzte steile Wand zum Ausstieg des Klettersteigs. Danach geht es weiter durch den Wald und über Wiesen zum alten Fahrweg 685, der uns auf die Schotterstraße (652) bringt. Nun weiter zurück zur Wallfahrtskirche Madonna della Neve.

Blick auf die Wallfahrtskirche Madonna delle Neve
Wallfahrtskirche Madonna delle Neve

Höhenprofil 2010          Höhenprofil 2011

Charakter / Schwierigkeit:  
- gut gesicherter, mittelschwerer Klettersteig  
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- teilweise luftig und ausgesetzt

Ausrüstung
- komplette Klettersteig-Ausrüstung
- ggf. Wanderstöcke für den Abstieg
- ausreichend Proviant und Getränke

Beste Jahreszeit:
April bis Ende Oktober

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