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Halbinsel São Lourenço zum Pico do Furado

(160 m) 02.11.2016
Eine einfache Wanderung auf teils felsigen Pfaden, die sich prima als Halbtagestour unternehmen lässt.
Auch wenn der Pico do Furado und damit der höchste Punkt der Halbinsel nur 160 Hm misst, so sammelt man dennoch rund 400 Hm im Laufe der Tour. Eindrucksvoll schlängelt sich der Weg manchmal über die Insel.

Pico do Furado
Pico do Furado

Ausgangspunkt: 
Canical (Madeira), Baia d'Abra
Parkplatz am Ende der ER 109 ( ca. 80 m)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Pico do Furado - Parkplatz

ca. 2 ½ - 3 Std.
Tourenbeschreibung

Die Wanderung beginnt am Ende der Straße direkt hinter dem Kreisel. Auf einem breiten Weg (PR 8) ist ein Verlaufen fast ausgeschlossen. Über viele Stufen führt der Weg zunächst durch eine Senke und auf Holzplanken und über eine Holzbrücke den gegenüberliegenden Hügel wieder hinauf. Ohne Höhenverlust wandern wir in seiner Flanke entlang. In der Ferne lässt sich die Casa Sardinha (Stützpunkt der Naturparkverwaltung) und die Fischzucht auf dem Meer bereits erkennen. An dem Abzweig nach rechts zum großen Kiesstrand an der Baia de Abra halten wir uns geradeaus und erreichen kurz danach den ersten Aussichtspunkt. Obwohl das Wetter nicht auf Sturm steht beeindruck diese Aussicht durch das Farbenspiel und das tosende Meer der Steilküste. Danach führt der Weg weiter bergauf und wird zunehmend anspruchsvoller. Vorbei an weiteren Aussichtspunkten, an denen das Farbenspiel der Braun- und Rottöne immer neue Kompositionen bietet, gelangt man schließlich an einen schmalen Grad. Diesen etwa 5-10 m breiten und gut 100m über dem Meer liegenden Weg gilt es zu überwinden. Das Seilgeländer zu beiden Seiten entschärft diese stelle jedoch deutlich.
Nach dieser Engstelle ist es nicht mehr weit bis zur Casa Sardinha. An der Wegegabelung halten wir uns links und folgen dem Pfad hinüber zu einem weiteren Aussichtspunkt. Kräftig bläst hier der Wind über die flachen Hügel und man muss die Kappen am besten irgendwo festmachen, sonst segeln sie in den Atlantik. Kurz hinter dem Aussichtspunkt verlassen wir den breiten Weg und folgen einer Pfadspur (kleine rot-weiße Schilder) zu einem tollen, vermutlich der alte Aussichtspunkt unter die Nordflanke des Pico do Furado. Von hier hat man einen gute Sicht auf die kleine Insel (Ilhéu da Ponta de São Lourenço) mit dem Leuchtfeuer. Für den weiteren Anstieg zum Pico do Furado gehen wir ein paar Meter zurück und dann in einem leichten Rechtsbogen dem logischen Verlauf folgend weiter bergan und zurück auf den befestigten Aufstiegsweg zum Pico do Furado. Über viele Stufen schlängelt sich der Weg auf sagenhafte 160 Hm hinauf. Hier oben steht man dann am östlichsten Aussichtspunkt von Madeira und hat die ganze Halbinsel im Blick, dreht man sich einmal im Kreis.
Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg, jedoch nicht wieder quer durch die Botanik, sondern auf dem Weg bleibend hinunter zur Casa Sardinha und weiter bergab zu einem Rastplatz mit Tischen und Bänken. Dort ist auch ein Bootsanleger und ein paar Menschen tummeln sich an einer Betontreppe die ins Meer führt. Das Wasser scheint also nicht zu kalt zum baden zu sein. Hier wäre eigentlich ein Picknick oder eine Brotzeit Pflicht bevor es weiter geht, doch außer Keksen und Wasser haben wir auf diese kurze Nachmittagsrunde nicht´s mitgenommen und so wandern wir auf dem Weg weiter bergauf in Richtung der Verzweigung von vorhin. Ist diese erreicht, geht es nach Links auf dem Herweg wieder zurück zum Parkplatz.
Etwa 3 Stunden nach dem Start sind wir wieder zurück am Ausgangspunkt der Tour und sind überrascht wie viele Hm man bei einer Bergtour auf einen 160 Meter hohen Berg sammeln kann. Alles in allem eine tolle und so völlig andere Wanderung, wie man sie sonst unternimmt.

Der Pico do Furado auf der Halbinsel São Lourenço
Pico do Furado

Charakter / Schwierigkeit:  
- einfach Wanderung 
-etwas Trittsicherheit
- stellenweise etwas Schwindelfreiheit
- schwierige Stellen durch Seilgeländer entschärft 
- oft windig und KEIN Schatten

Ausrüstung: 
- Wanderausrüstung
- auf jeden Fall festes Schuhwerk
- ggf. Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Ganzjährig möglich. 

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