Schinder (Trausnitzberg/Österr. Schinder)

(1808 m) 21.05.09 / 01.11.14
Bis zur Trausnitzalm ist die Schinderüberschreitung eine einfache Wanderung, danach nimmt die Schwierigkeit stetig zu. Im Abstieg, wenn es in den Sattel zwischen den beiden Schindergipfeln geht, muss man sogar ein wenig die Hände zu Hilfe nehmen.

Der Österreichische Schinder
Der Österreichische Schinder oder auch Trausnitzberg

 
Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz in Valepp (ca. 900 m)
(Mautgebühr 2014 bis Valepp: €4,50)

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Routenverlauf: 
2009
Parkplatz - Brennereck - Trausnitzalm - Schinder/Trausnitzberg - Schinderkar - Parkplatz

2014
Parkplatz - Brennereck - Trausnitzalm - Schinder/Trausnitzberg - Trausnitzalm - Brennereck - Parkplatz

ca. 6 Std. 
Tourenbeschreibung:

Vom Parkplatz aus wandern wir zunächst wenige Meter an der Straße entlang zurück in Richtung Rottach, biegen dann auf die Forststraße ein und überqueren sogleich die Weiße Valepp. Danach geht es kurz steil auf der Straße weiter bis in die erste Kurve. Hier folgen wir der Beschilderung und dem kleinen Pfad. Immer wieder queren wir imWald kleine Bäche. An einer Querung ist etwas Vorsicht geboten, doch auch diese Stelle lässt sich für den ambitionierten Wanderer gut bewältigen (die Stelle ist durch ein dünnes Drahtseil entschärft). Nachdem wir das Brennereck umwandert haben, kreuzen wir zwei weitere Forststraßen, folgen aber immer stur dem Pfad hinauf weiter durch den nun lichter werdenden Mischwald. Nach einem kleineren steilen Anstieg erreichen wir schon bald die Trausnitzalm (1420 m).
Weiter geht es über die Wiese links an den Almhütten vorbei bis zur Verzweigung. Dort halten wir uns rechts und steigen weiter über den mit Latschen bewachsenen Bergrücken auf. Dann wird es allmählich steiler und wir erreichen schon bald einen kleinen Vorgipfel. Von hier sind es nur noch wenige Minuten auf den in Sichtweite liegenden Gipfel des Österreichischen Schinders (oder auch Trausnitzberg).
Unter dem Gipfelkreuz lassen wir uns zu einer ausgiebigen Brotzeit nieder, bevor wir dann hinab in den Sattel (Schindertor) zwischen den beiden Gipfeln steigen. Der Weiterweg verlangt Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit, geht es doch einige Meter durch eine Rinne so steil abwärts, dass man sogar die Hände mit an den bröseligen Fels legen muss. Aus dem Sattel heraus kann man dann, auf gutem Bergpfad, noch den wenige Meter niedrigeren Bayerischen Schinder mitnehmen.
Entlang einiger Drahtseilversicherungen führt der Weg nun steil hinab ins Schinderkar. Bevor wir jedoch die Abfahrt durch die riesige Schuttreiße erleben können, schlupfen wir durch ein natürliches Felsloch, das "Fenster", und queren das noch vorhandene große Altschneefeld hinab zum Karboden. Am Ende des Kars stapfen wir dann noch durch mächtige Überreste einer Lawine. Die Verwüstungen und die immer noch enormen Schneeansammlungen lassen erahnen, wie gewaltig die Kräfte sind, wenn eine Lawine zu Tal donnert.
Der weitere Weg verläuft unspektakulär und bringt uns nach gut 2 Km auf einen Waldweg. Diesem folgen wir in östliche Richtung gute 1000 m und erreichen etwa 6 Stunden nach unserem Aufbruch wieder den Parkplatz in Valepp. Alternativ kann man an einer nicht zu verfehlenden Verzweigung auch zur Schlag-Alm absteigen, von dort dann noch wenige Meter hinab an die Mautstraße und entlang dieser zurück zum Ausgangspunkt in Valepp.
Die Überschreitung des Schinders ist eine anspruchsvolle Bergwanderung. Gilt es doch die ein oder andere ausgesetzte Fels- und Geröllpassage zu überwinden. Bei guten Verhältnissen ist das jedoch eine Tour, die richtig Spaß bringt.


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Charakter / Schwierigkeit:  
- einfache bis schwere Bergtour 
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober

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