Bleispitze (Pleisspitze)

(2225m) 06.01.2010
Zwischen Bichlbach und Berwang zweigt ein Sträßchen nach Bichlbächle ab. Von dort gibt es eine schöne Schneeschuhtour über die Bichlbacher Almhütten hinauf auf die Bleispitze. Der zunächst eher flache Anstieg wird schnell merklich steiler, sodass man schon bald die warmen Sachen im Rucksack verstauen kann. Diese Tour sollte man nur bei sicheren Lawinenverhältnissen auswählen, da die grasigen Hänge des Bichlbächler Bergs und der Bleispitze dem Schnee kaum Halt bieten! Am Hochjoch auf dem Weg zur Bleispitze
Am Hochjoch auf dem Weg zur Bleispitze
 
Ausgangspunkt: 
Parkplatz Bichlbächlel
zw. Bichlbach und Berwang
(ca. 1270 m, kleiner Parkplatz!)
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Routenverlauf: 
Parkplatz - Mahdegg - Hochjoch - Bleispitze - Sättele-Joch - Sommerbergjöchle - Roterd - Bichlbacher Alm Hütten - Baumwald - Parkplatz

ca. 4 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Zunächst geht es ein paar Meter entlang der Straße hinauf in Richtung der Bichlbächle Häuser. Nach der kleinen Brücke über den Kaltenbrunnbach halten wir uns rechts und gehen hinein in das Tal.  Nun geht es erst einmal recht gemütlich aufwärts. Obwohl in diesem Jahr doch eher Schneemangel herrscht, können wir schon nach wenigen Metern die Schneeschuhe anlegen und weiter in das Tal hineinstapfen. Allmählich wird es steiler und die ersten warmen Sachen verschwinden sogleich im Rucksack, denn es zieht deutlich steiler immer im Talgrund hinauf in Richtung Bichlbächler Alm. Normalerweise führt der Weg auf etwa 1390 m nach rechts den Bach querend, durch den Wald steil hinauf, zu den Almhütten und von dort über einen Rücken weiter zum Sommerbergjöchle und zum Gipfel. Doch wir entscheiden uns, dem Bachlauf weiter zu folgen, bis wir auf ca. 1680 m nach rechts abzweigen. Die linke Rinne führt sehr steil direkt hinauf zur Bleispitze (hier nicht hinauf). Nach etwa 100 Metern halten wir uns links und steigen auf den breiten steilen Rücken hinauf zum Mahdegg und weiter über das Hochjoch steil hinauf zum Gipfelgrat, der uns dann direkt zum Gipfelkreuz der Bleispitze bringt.
Nachdem im Aufstieg die Wolken immer tiefer hineingezogen waren, können wir, am Gipfel angekommen, eine herrliche Aussicht bei mäßigem, aber dafür eisigem Wind genießen. Für eine ausgiebige Brotzeit ist es uns aber zu kalt und so steigen wir wieder entlang des leicht überwechteten Gipfelkamms in der Aufstiegsrichtung ab. Diesem Weg folgen wir aber nur ein paar Meter, denn der weitere Weg führt uns über das Sättele-Joch und das Sommerbergjöchle hinunter zu den Bichlbacher Almhütten. Dies wäre auch der eigentliche "Normalweg". Auf dieser windabgewandten Seite hat es nun deutlich mehr Schnee und es macht richtig Spaß, durch das tiefe Pulver abzufahren! An einem sonnigen Plätzchen (Roterd) rasten wir nochmal und wärmen uns   ein wenig, bevor wir in den Schatten der Gartner Wand eintauchen und über den markanten Rücken weiter hinab zu den Bichlbacher Almhütten stapfen.
Ist an den Hütten nicht gespurt, wird es schwierig, den richtigen Weg hinunter zum Kaltenbrunnbach zu finden. Selbiges ist uns widerfahren. Nahe der letzen Hütte geht es rechts vorbei auf eine kleine Freifläche und dann weiter zunächst mäßig, später sehr steil hinab in den Talgrund. Dann nur noch dem Aufstiegsweg folgend zurück zum Startpunkt der Tour.
Wir folgen jedoch den Spuren zwischen den Hütten hindurch, wenige Meter ansteigend hinüber auf den breiten Rücken der Baumwand und diese dann steil hinunter. Selten ist uns im Abstieg so warm geworden, es macht schon fast keinen Spaß mehr. Nach knapp fünf Stunden zwanzig erreichen wir, vom Abstieg gezeichnet, aber dennoch happy wieder den Ausgangspunkt der heutigen Schneeschuhtour. Auch wenn wir nicht über den eigentlichen Weg weder rauf, noch runter gegangen sind, endet hier eine schöne Tour, die auf dem Gipfel einen phantastischen Ausblick bietet.
 

Panoramablick von der Bleispitze (Pleisspitze)
Galtjoch

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Charakter / Schwierigkeit: 
 - mittelschwere Schneeschuhwanderung
- nur bei sicheren Lawienenverhältnissen diese Tour (vor allem unsere Aufstiegsvariante!)
- einige Stellen sehr steil

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Teleskopstöcke

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