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Guslarspitze

(3126m) 30.03.2005
Zwischen dem Hochjoch Hospiz und der Vernagthütte liegen die Guslarspitzen. Die Aussicht ist bei klarem Wetter phantastisch. Man hat neben vielen Ötztaler Gipfeln auch die entfernter liegenden Gebirgsgruppen im Blick. Guslarspitze
Aufstieg Guslarspitze, kurz bevor der Scheefall einsetzt und man gar nichts mehr sieht.
 
Ausgangspunkt: 
Hochjoch Hospiz (2.413 m)
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Routenverlauf:
Hochjoch Hospitz - Guslar - Guslarspitze - Vernagthütte

ca. 4 ½ Std. 
Tourenbeschreibung:

Frühstück wie immer gegen 07:30 Uhr, da ist der größte Ansturm auf das Buffet bereits vorbei. Draußen ist es noch etwas diesig, und es fallen ein paar Schneeflocken. Doch das bessere Wetter scheint heute die Oberhand zu gewinnen, von Westen her setzt sich langsam die Sonne durch, und wir freuen uns auf einen schönen Tag.
Gegen halb neun packen wir unsere Schneeschuhe auf den Rucksack (mangels Schneeunterlage) und gehen zunächst auf dem Delorette Weg (nordwestl.) in Richtung Brandenburger Haus. Den Weg verlassen wir auf etwa 2.700 Hm und steigen in engen Kehren auf ein flaches Stück unterhalb der mittleren Guslarspitze. Die Sonne hat sich durch die Wolken gekämpft und sticht nun endlich vom Himmel. Sofort wird es unheimlich warm. Auf etwa 2.900 Hm folgt ein plateauartiges Flachstück, das uns zu einer Rast geradezu einlädt. Die Sonne scheint, und die Aussicht ist grandios. In Blickrichtung Süden ist allerbestes Wetter, sodass wir die Aussicht auf Hintere Schwärze, Similaun, Saykogel, Hauslabkogel und Hauslabjoch sowie Fieneilspitze genießen können. Von Norden allerdings ziehen bereits dunkle, mit Schnee bepackte Wolken heran. Es wird also mal wieder etwas Schnee geben.
Nach ewta 45 Minuten packen wir zusammen und gehen über einen kleinen zugefrorenen und zugeschneiten See weiter. Steil steigt unsere Spur auf das Joch zwischen Mittlerer und Vorderer Guslarspitze an. Auch hier merkt man bei Querungen ganz schnell, ob man sich beim Kauf für die richtigen Schneeschuhe entschieden hat. Ohne ordentliche "Zähne" tut man sich nämlich richtig schwer....
Das Joch liegt auf 3073 m, hier deponieren wir unsere Schneeschuhe und gehen die restlichen 53 Hm "unten ohne". Die Sicht entspricht etwa der, wie wir sie auf dem Similaun hatten (= ausgesprochen lausig), nur schneite es da nicht. Der Wind bläst kalt und heftig von Norden über den Gipfel, treibt den Schnee vor sich her und uns ins Gesicht. Es ist ungemütlich und die Sicht von vor etwa 30 Minuten ist dahin. So gibt es nur eine kurze Gipfelrast und wir steigen rasch zum Depot hinab. Von hier geht es zunächst sehr steil abwärts auf den Guslarferner. Wir nutzen diese Gelegenheit für eine schnelle "kontrollierte" Abfahrt auf Schneeschuhen - oder doch dem Hintern?. Danach folgt ein flaches Stück, und schon bald erkennt man im Norden die Vernagthütte. Doch bevor wir sie erreichen, gilt es noch einen kleinen Gegenanstieg (heute nur ca. 30 Hm) zu bewältigen. Mit jedem Schritt, mit dem wir uns der Hütte nähern, verbessert sich das Wetter. So sind wir dann auch guter Dinge für den morgigen Tag. Als Höhepunkt der Tourenwoche ist die Besteigung der Wildspitze geplant. Hierfür wollten wir natürlich unbedingt schönstes Bergsteigerwetter haben! Am Abend auf der Hütte sieht der Himmel auch genau nach solchem aus. Vor allem scheint es wieder richtig kalt zu werden.

Blick von der Guslarspitze über einen Teil die Ötztraler Alpen
Ötztalpanorama von der Guslarspitze aus gesehen

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Schwierigkeit:
- mittelschwere-schwere Schneeschuhtour
- für Gipfel Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- ausreichend Ausdauer und ein Hochtourenerfahrung notwendig

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Steigeisen

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