Winterwanderung zur Hochalm

(1428 m) 18.12.2016
Eine schöne und nicht zu schwierige Wanderung im Isarwinkel führt uns vom Achenpass durch das Tal der Großweißach über die Mitteralm zur verfallenen Hochalm. Nach dem ersten Schnee ist dies eine schöne Tour, die nicht sehr stark frequentiert ist. Doch muss man die Schneesituation unbedingt im Auge behalten, da vor allem der Rückweg ab der Hölleinalm bei ungünstigen Verhältnissen nicht mehr gegangen werden sollte. Am Gipfel der Hochalm
Gipfelkreuz an der Hochalm
 
Ausgangspunkt: 
Suben - Parkplatz am Achenpass (ca. 800 m)
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Routenbeschreibung
Parkplatz - Mitteralm - Hochalm - Mitteralm - Hölleialm - Stubenbachl - Stuben - Parkplatz 

ca. 3¾ Std.
Tourenbeschreibung:
Vom Wanderparkplatz in Stuben geht es zunächst ein paar Meter an der B307 entlang in Richtung Kreuth. Nach etwa 75 Metern zweigt ein Weg nach links (nördlich) ab, der uns zur Mitteralm und weiter zur Hochalm bringt. Nach einem ersten kurzen Anstieg, flachte dieser zum Pfad gewordene Weg ein wenig ab und wir queren eine Wiese. An einem alten Laubbaum vorbei schlüpfen wir durch ein paar Sträucher hinunter auf den Fahrweg, bleiben etwa 30 Meter auf diesem und verlassen ihn nach links, um dem Pfad nun ansteigend in den Wald hinein zu folgen. In einem großen, schwach ausgeprägtem Linksbogen geht es etwa 150 m hinauf. Durch den noch nicht so hoch liegenden Schnee ist der Weg sehr gut zu finden, was das ganze recht einfach macht. Nachdem wir den Fahrweg erneut betreten, wandern wir diesen für ein paar Minuten hinauf. Bei einem Schild biegen wir nach rechts auf den gut zugeschneiten Pfad ab. Jetzt wandern wir mäßig ansteigend in das Tal der Großweißach hinein. In dessen weiterem Verlauf werden einige Bachläufe überquert die von den Hängen des Stubeneck bzw. dem Brustlahnerkopf herunter kommen. Nicht alle führen Wasser und der ein oder andere ist bereits zugefroren. Nur bei einem, der sich ein wenig über den Weg "verläuft", ist das Eis unter dem Schnee unangenehm zu gehen. Es wird aber nirgends wirklich schwierig.
Auf etwa 1260 m treten wir auf die Wiesenfläche der Mitteralm. Nun in einem leichten linksbogen hinauf zur Almhütte und kurz davor über einen kleinen Buckel zum Einstieg in das Schlussstück zur Hochalm. Ein kleiner Schilderbaum zeigt uns, dass wir richtig sind. In der warmen Sonne genehmigen wir uns einen heißen Tee, bevor es weiter geht.
Der klar zu erkennende Weg macht den weiteren Aufstieg recht einfach. Doch unvorsichtig kann man nicht sein, geht es doch teils ruppig über kleine Felsstufen und über Wurzelwerk. Auch die kleinen Eisplatten würzen den weiteren Aufstieg. Der Weg dreht nach Norden ein und wir erreichen auf etwa 1370 m den Rand der Hochalm. Nun weiter auf dem Wiesenpfad hinauf, an den beiden verfallenen Almgebäuden vorbei zum flachen Gipfel mit dem mächtigen Kreuz auf 1420 m. Je weiter wir aufsteigen, desto mehr macht sich der Fön bemerkbar. Unablässig und stetig zunehmend bläst er von Süden über das flache Gipfelplateau der Hochalm. Um dennoch unsere Brotzeit und die tolle Aussicht genießen zu können, schlüpfen wir in unsere dicken Jacken und trotzen dem kalten Wind.
Nach 25 Minuten wird´s uns dann doch zu kalt und wir machen uns auf den Rückweg. Zunächst bleiben wir auf dem Aufstiegsweg bis zur Mitteralm. Dort halten wir uns rechts (Schilder) und steigen auf einem schmalen Pfad nach Süden zur Hölleialm hinunter. Stellenweise ist der Pfad sehr schmal und neben dem Weg geht es steil hinunter. Nachdem ein etwas größerer Bachlauf gequert ist, geht es wieder kurz bergan und in wenigen Minuten schräg zur Hölleialm hinüber.
Dort angekommen machen wir es uns gemütlich und lassen es uns in der Sonne gutgehen. Nachdem die Rucksäcke leergefuttert und wir uns ausreichend in der Sonne geaalt haben, steht noch der Rückweg zum Achenpass an. Hierfür gehen wir auf dem Pfad kurz hinter der Almhütte nach Osten. Queren bald einen Bachgraben und traversieren durch die steile Südflanke des Brustlahnerkopfes hinunter auf einen Wirtschaftsweg. Diesem folgen wir nach links (nördlich) bis zum Ende. Hier weiter auf einen Waldpfad der nach Osten dreht und uns wieder auf den Fahrweg bringt. Diesen ebenfalls nach links weiter hinab wandern. An einer unscheinbaren Stelle verlassen wir kaum 100 m später den Fahrweg nach links und stapfen durch den Schnee in ein kleines Tälchen unterhalb des Stubenecks am Stubenbach entlang. Ohne Schnee sicherlich klar zu erkennen. Einmal queren wir diesen bevor es allmählich flacher wird. Hier scheint im Winter nie die Sonne, entsprechend kalt und Schneereich ist es hier. Wenn wir dann ein letztes mal den Pfad verlassen, sind es nun noch ein paar Meter, bis die Häuser von Stuben und kurz darauf der Wanderparkplatz am Achenpass erreicht ist.
Eine recht schöne, nicht allzuschwere Winterwanderung bei fast optimalen Wetterbedingungen endet nach insgesamt etwas mehr als 4 Stunden. Bei entsprechender Schneelage im Frühwinter wie auch im Spätwinter eine gute Möglichkeit eine Wanderung zu unternehmen. Eine kurzweilige und heute recht einsame Tour!

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Hochalm mit Blick auf Lenggries

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Schwierigkeit
- einfache bis mittelschwere Winterwanderung

Ausrüstung
:
- Bergtourenausrüstung
- Teleskopstöcke

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