Hochplatte im Mangfallgebirge

(1595 m) 19.01.2017
Eine nicht allzuschwere Schneeschuhtour führt uns wieder einmal auf eine Hochplatte, diesmal auf die im Mangfallgebirge in den Tegernseer Berge. Bis auf den steilen Hang unter der Roßsteinalm, ist diese Tour sehr gut für Schneeschuhe geeignet. Folgt man doch meist einem auch bei Schnee gut zu findenden Pfad hinauf bis zur Buchsteinhütte. Alternativ bleibt man einfach der Fahrstraße, die im Winter zur Rodelbahn wird und stapft hinauf zur Hütte. Eine tolle Aussicht entschädigt am Gipfel für die Strapazen des Aufstiegs.

Die Hochplatte im Mangfallgebirge
Kurz vor dem breiten Gipfelplateau der Hochplatte

Ausgangspunkt: 
Kreuth
Parkplatz Winterstube
(ca. 830 m, 3,--/Stand 2017)
Zur Bildergalerie

Routenverlauf:
Parkplatz - Schwarzenbachklamm - Buchsteinhütte - Rosssteinalm - Hochplatte - Rosssteinalm - Buchsteinhütte - Parkplatz

ca. 4 ½ Std.
Tourenbeschreibung

Los geht´s am Parkplatz Klamm/Winterstube. Zunächst entlang des Schwarzenbaches nach Norden und nach etwa 500 m verlassen wir die Forststraße nach links und queren den Bach. Ohne nennenswerten Höhengewinn weiter in das Tal hinein nach Norden. Über eine schmale Brücke wechseln wir auf die andere Seite des Schwarzenbaches und nur ganz allmählich gewinnen wir an Höhe. Schon bald treffen wir erneut auf den Forstweg und hier halten wir uns links und wandern die nun steiler werdende Forststraße nach Westen hinauf. Durch lichten Tannenwald geht es nach Serpentinen scharf nach rechts auf einen kleinen Weg der zur Buchsteinalm abzweigt. Nun geht es steiler Aufwärts bis wir wieder auf den Forstweg stoßen. Hier nun kurz hinab und sogleich wieder bergan bis es unterhalb des nordöstlichen Ausläufers des Buchsteins abflacht. Nun ist´s nicht mehr weit bis zur Buchsteinhütte. Nach einer kurzen Rast starten wir nach Westen durch ein paar Tannen auf die freie Fläche hinter der Buchsteinhütte. Von hier begleiten uns die schroffen Nordhänge von Roß- und Buchstein. Erst mäßig, später sehr steil marschieren bzw. stapfen wir auf die Roßsteinalmen zu. Die Direttissima hinauf zum Sattel zwischen Roßstein und Hochplatte ist mühsam, doch werden wir später mit einer tollen Aussicht belohnt. An den Roßsteinalmen angekommen liegt nun das das anstrengendste Stück der Tour hinter uns, doch nun pfeift uns der Wind von Westen ins Gesicht.
Der weitere Aufstieg bis zum Gipfel ist mässig steil und auch nicht mehr allzuschwer. Je weiter wir dem Gipfel entgegen steigen, desto stärker bläst der Wind. Auf der flachen Gipfelkuppe pfeift es so stark, dass wir nur schnell einen Rundblick nehmen und schnell wieder zurück zu den Roßsteinalmen verschwinden. Schade, hätte man hier doch prima seine Brotzeit mit Sicht in alle Richtungen genießen können.
Zurück an den Roßsteinalmen gibt es windgeschützt mit einem Platz an der Sonne eine Pause bevor wir auf dem Aufstiegsweg den Abstieg antreten. Auf unserem Rückweg stoppen wir noch für ein Weißbier im Schnee. Als die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Berg verschwinden, wandern wir hinab bis zur Stelle, bei der wir heute Früh auf die Forststraße getroffen sind. Ab hier folgen wir nicht mehr dem Aufstiegsweg, sondern queren den Schwarzenbach und bleiben auf der gegenüberliegenden Seite und wandern die Straße parallel zum Bach zurück zum Parkplatz.

Blick ins Trattenbachtal in Richtung Kelchsau
Absamer Klettersteig

zum 220° Panorama

Charakter / Schwierigkeit:  
 - einfache bis mittelschwere Schneeschuhwanderung
- Waldweg und freies Gelände
- steile Stellen nur unterhalb der Rosssteinalm

Ausrüstung: 
- komplette Lawinenausrüstung
- Teleskopstöcke
-Schneeschuhe

[zurück]
^