ca.
5 Std.
Tourenbeschreibung:
Nach dem Kaiserwetter am ersten Weihnachtsfeiertag hofften
wir auf selbiges auch am darauf folgenden Tag (trotz dickem
Nebel morgens während der Anfahrt). So zogen wir also
gegen viertel vor zehn an diesem unfreundlichen Tag vom Lift
über die Verbindungsstraße hinüber in den
Ortsteil Sonnen. Von dort weiter auf dem ausgeschilderten
Winterweg in Richtung Hörnlehütte. Über einen
Wirtschaftsweg führt der Weg (sicherlich mit einigen
schönen Ausblicken) zunächst zum Sonneneck. Weiter
geht es durch den Wald auf einem schmalen Pfad, später
entlang der Skipiste. Hier treffen sich Skifahrer, Tourengänger
und auch die Winterwanderer. Von der sonst so starken Betriebsamkeit
ist heute, auch wegen der nicht ausreichend vorhandenen Schneeunterlage,
nichts zu spüren.
Am Bergwachthäuschen steigen wir endlich in unsere Schneeschuhe
und nehmen den letzten steilen Anstieg zur Hörnlehütte
über die Piste in Angriff. Dort angekommen beschließen
wir eine Pause einzulegen, gönnen uns an der Hütte
einen Glühwein und hoffen bei einer Brotzeit noch immer
auf besseres Wetter. Der Wind bläst ungemütlich
kalt und so wärmen wir uns in der Hütte, bei einem
weiteren Glühi, erstmal ein wenig auf, bevor wir den
Weiterweg zum Hinteren Hörnle durch dichte Wolken und
Nebelschwaden angehen.
Der Weg führt unterhalb des vorderen und mittleren Hörnle
(auf die man je nach Lust und Laune aufsteigen oder sie einfach
links bzw. rechts liegen lassen kann) vorbei weiter zur Hörnlealm.
An dieser gehen wir links vorbei und folgen den Spuren im
Schnee hinunter in die Senke in Richtung Hinteres Hörnle.
Bei klarem Wetter und freier Sicht hat man den Gipfel schon
lange im Blickfeld. Fast blind wie Maulwürfe halten wir
uns an die Spuren im Schnee, die grob in die richtige Richtung
weisen. Die Sicht wird immer bescheidener, doch nach etwa
einer Stunde taucht das Gipfelkreuz vor uns aus dem Dunst
auf. Hier oben ist es nicht gerade gemütlich, die Sicht
liegt auch nur bei etwa 20-30 m (bei schönem Wetter sieht
man das komplette Ammergauer Alpenvorland vor und das Wettersteingebirge
sowie die Mieminger Kette hinter sich) und so steigen wir
hinab auf den Elmauberg und stapfen über eine freie Pläne
gegen den Wald. Die Sicht wird allmählich besser, die
Wolken verziehen sich etwas in die Höhe, dafür beginnt
es heftig zu schneien. Am Wald angekommen, geht der Weg/Pfad
in engen kleinen Kehren hinab auf den langezogenen Rücken
des Elmaubergs. Der Weg ist nicht zu verfehlen, da bereits
einige Skitourengeher vor uns hier aufgestiegen sind. Auf
etwa 1.000 Hm schnallen wir die Schneeschuhe mangels Schnee
wieder ab und folgen dem Bergpfad hinab auf den Wirtschaftsweg,
der uns nach einer Teepause über die Rodelbahn zurück
zum Parkplatz führt.
Mit ausreichend Schnee (für eine Schneeschuhtour) und
besserem Wetter eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour.
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Schwierigkeit:
- einfache Winterwanderung
Ausrüstung:
- Teleskopstöcke, je nach Schneelage
Schneeschuhe empfehlenswert