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Hohe und Niedere Bleick

(1638 m + 1589 m) 20.02.2004 Schneeschuhtour
Einfache bis mittelschwere und einsame Schneeschuhtour hinauf auf den höchsten Punkt des Trauchbergs in den Ammergauer Alpen. Auf dem Weg in Richtung Bleick
Weg zum Hohen Bleick
 
Ausgangspunkt: 
kleiner Wanderparkplatz an der Brücke über die Halbammer in Unternogg bei Altenau
(ca. 840m)
 Bildergalerie 13 Bilder in extra Fenster

ca. 6 Std.

Tourenbeschreibung:
Vom Parkplatz aus gehen wir entlang der Straße über die Halbammer und biegen nach der Linkskurve in westlicher Richtung (links dem Weg) folgend auf den Wanderweg R1/R2 ein. Die Beschilderung war hier etwas irreführend. Die Pfeile weisen nach rechts, gehen muss man genau in die andere Richtung! (siehe Bild). Der Weg (R2) geht von hier weiter über das freie Flachstück hinein in den Wald bis zu einer Abzweigung. Wir halten uns links und folgen dem Weg weiter in Richtung Saulochhütte. Dieser zieht sich ordentlich in die Länge, ohne dabei merklich an Höhe zu gewinnen. Vom Hunger geplagt legen wir an der Hütte eine Pause ein und genießen heißen Tee und unsere Brotzeit.
Nach etwa 30 Minuten gehen wir den Weg, der nun doch allmählich an Höhe gewinnt, weiter folgend, hinauf zur Lähnbachhütte. Die Hütte liegt ein wenig abseits vom Fahrweg und ist über die "riesige" Schneidertalbrücke zu erreichen. Vorbei an der Lähnbachhütte führt der Pfad in Richtung Hochwildfeuerberg. Nach etwa 15 Minuten folgen wir einer engen Rechtskehre steil hinauf in Richtung Joch (nahe der Anwurfhütte). Auf dem Joch angekommen, führt der Weg kurz hinunter in die Senke, um dann den z. T. sehr steilen letzen Aufschwung durch lichten Tannenwald hinauf zur Niederen Bleick zu bezwingen. Etwa auf Höhe des Joch setzte mäßig starker Schneefall ein, und so ist die Sicht auf etwa 50 Meter begrenzt. Zudem zogen die Wolken ziemlich niedrig über den Berg hinweg, doch wir entschieden uns so nah am Gipfel für den weiteren Aufstieg. Nach einer kurzen Schinderei auf den letzten Metern erreichen wir nach etwa 3 Stunden den Gipfel der Niederen Bleick. Die Sicht war fast bei Null angekommen und so verließen wir diesen windigen und zumindest heute ungemütlichen Ort wieder, ohne durch die Wolkenfetzen hinüber auf den Hohe Bleick zu gehen.
Das steile Schlussstück des Aufstiegs konnte man super "abfahren". Es hatte einen knappen Meter Schnee, davon ein großer Teil super locker Pulverschnee, in dem es richtig Spaß macht, mit Schwung und riesigen Telemark ähnlichen Schritten "kontrolliert" abzugleiten. Eine anstrengende, aber dennoch richtig tolle Sache.
Der weitere Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg hinab zur Lähnbachhütte. Hier gibt es eine verdiente zweite ausgiebige Brotzeit. Danach geht es den langen Hatscher zurück zum Parkplatz. Gegen 16:00 erreichen wir wieder den Ausgangspunkt.
Diese Wintertour ist eine einfache (bis auf den Gipfelaufschwung) Schneeschuhwanderung, bei der man so gut wie keinen anderen Wanderer trifft. Wer also gerne viel Trubel und Hüttengaudi sucht, kann sich diese Berge ersparen. Für Genießer der Einsamkeit und Ruhe eine ideale Tour. Allerdings benötigt man - wohl gerade deshalb - eine recht gute Orientierung, da der Weg nicht immer ersichtlich ist.

Schwierigkeit: 
- einfache bis mittelschwere Schneeschuhwanderung
- Gipfelanstieg z.T. sehr steil (ca. 35°)

Ausrüstung:
- Schneeschuhe, Teleskopstöcke
- Kompass, Karte

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