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Juifen

(1988 m) 10.02.08 / 26.02.17 Schneeschuhtour
Eine Schneeschuhtour hinauf auf den Juifen ist etwas für ausdauernde Schneeschuhgänger. Zu Beginn startet man mit einem Hatscher und wird erst weiter oben durch herrliche Aus- und ganz oben auch durch ebensolche Rundblicke belohnt. Als Schneeschuhgeher ist man hier aber doch wohl eher eine Ausnahme, scheint der Berg doch fest in der Hand der Skitouristen zu liegen. Juifen
Der Juifen
 
Ausgangspunkt: 
Achental
Parkplatz am Gasthof Tirolerland ca. 880 m
(gebührenpflichtig € 5,00 Stand 2017)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Tiefental - Falkenmoosalm - Großzemmalm - Läpereralm - Juifen - und auf selbem Weg wieder zurrück zum Parkplatz

ca. 6 ½ Std.
Tourenbeschreibung:
Nachdem wir 5 Euro in die Parkuhr am Parkplatz beim Gasthof Tirolerland gegeben haben, geht´s gegen zehn vor acht auch schon los. Um diese Zeit ist man nicht bei den ersten aber noch lange nicht bei den letzten, die hier Ihre Tour auf den Juifen und vor allem die Hochplatte angehen.
Zunächst geht es vorbei am Gasthof Tirolerland frei über die Almwiese mäßig steil aufwärts. Wir schlupfen durch ein"Loch" im Zaun und lassen bald die letzten Häuser hinter uns. Wir folgen der Beschilderung in Richtung Hochplatte / Juifen. Unschwierig führt der Fahrweg aufwärts, mal etwas steiler und auch mal wieder flach. Auf etwa 1050 m führt der Fahrweg rechts ab zur Falkenmoosalm, wir folgen jedoch dem schmaleren und steileren Karrenweg weiter geradeaus (Die Wege führen auf etwa 1200 m wieder zusammen) und behalten uns den Fahrweg für den Abstieg vor.
Nach etwa 1 Stunde erreichen wir die Falkenmoosalm und gönnen uns eine kurze Teepause. Hinter der Alm geht der Weg durch eine leichte Senke und dann steil bergan auf den gegenüber liegenden Buckel in westliche Richtung. Da der Berg sehr beliebt ist, hat es auch meist Spuren und so ist die Orientierung meist problemlos. Auf etwa 1260 m halten wir uns dann wieder an den tief verschneiten Weg, der uns in südwestlicher Richtung hinein in das Tal der Großzemmalm bringt. Nach Links geht es weiter hinauf zur Hochplatte nach rechts zum Juifen.
Zunächst geht es ein paar Meter sanft hinab, bevor es im Schatten der Hochplatte in eine nicht enden wollende große Schleife ins Tal hinein und auf die andere Seite geht. Am Talende stapfen wir an den schneebedeckten Häuser der Großzemmalm und einer etwas abseits gelegenen Hütte vorbei. Von dort zunächst nördlich steil auf den Rücken hinauf und oben angekommen deutlich flacher, einfacher nun westlich hinüber zur Lämpereralm. Hier genehmigen wir uns eine Teepause, bevor wir den Weiterweg unter der Marbichlerspitze vorbei in den Sattel vor dem Juifen marschieren.
Das anvisierte Tagesziel ist bereits eine ganze Weile gut auszumachen und man erkennt, dass heute an diesem schönen Tag doch recht viele die Tour angegangen sind. Nach der unangenehmen Querung erreichen wir den Sattel, aus dem es wieder sehr steil über die erste Geländestufe hinauf geht. Diese letzten Höhenmeter zähren doch etwas an den Kräften und der stark auffrischende böige Wind erleichtert die Sache nicht wirklich. Mit um die Ohren sausenden Eis- und Schneekristallen erreichen wir schließlich den Gipfel. Auf dem Weg herauf nicht zu weit rechts am Grat gehen, dieser ist stellenweise stark überwechtet! Als wir am Gipfelkreuz ankommen, verlassen die letzten Skitouristen den Gipfel des Juifen und so haben wir diesen bei unserer Brotzeit für uns allein. Bei bester Rundumsicht genießen wir bei plötzlich nachlassendem Wind die Ruhe!
Genauso plötzlich wie der Wind aufhörte setzt er auch wieder ein und jagt uns quasi auf. So brechen wir zum Abstieg entlang der Aufstiegsrute auf. Zunächst wieder steil hinab in den Sattel, dann die unangenehme Querung unterhalb der Marbichlerspitze zur Lämpereralm und weiter zur Großzemmalm. Nach einem kurzen leichten Gegenanstieg geht´s dann hinunter zur Falkenmoosalm. Von dort hinab zum Waldrand und nun zunächst nicht auf dem Aufstiegsweg sondern über den nach links abzweigenden Fortsweg hinunter ins Tal. Später treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg vom Vormittag, der uns wieder zurück zum Startpunkt bringt.
Trotz der Beliebtheit dieser Tour ist man doch oft alleine unterwegs. Wer den Hatscher nicht schreckt, wird an dieser Tour seinen Spaß haben.

Der Juifen aus dem Marbichlersattel
Alpinisteig

zum Höhenprofil

Gesamtgehzeit:
- ca. 6 ½ Std. (Aufstieg ca. 4 Std.)

Schwierigkeit:
- mittelschwere - schwere Schneeschuhwanderung

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Teleskopstöcke

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