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Similaun

(3606m) 29.03.2005
Der Similaun ist bei gutem Wetter ein relativ leichter (entsprechende Kondition vorausgesetzt) Gletscherberg. Der etwas ausgesetzte Gipfelbereich lässt eine Tour hinauf dennoch spannenden werden. Hochtourenerfahrung sollte vorhanden sein, auch wenn der Gletscher nur wenige Spalten aufweist. Blick auf Similaun und Niederjochferner
Similaun und Niederjochferner - aufgenommen von Joachim am 01.04.2005
 
Ausgangspunkt: 
Similaunhütte (3.019 m)
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Routenverlauf:
Similaunhütte - Niederjochferner - Similaun - Niederjochferner - Similaun Hütte

ca. 4 ½ Std.
Tourenbeschreibung:
Abmarsch ist gegen 08:30 Uhr von der Similaunhütte. Die Sicht ist gleich Null, doch wir hoffen, dass sich die Wolken und Nebelschwaden verziehen, denn für den Nachmittag ist Sonnenschein angesagt. Doch statt besser wird die graue Suppe immer dichter. Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen. Immerhin schneit es ja (worauf wir ja seit 2 Tagen sehnsüchtig warten).
Die wenigen Gletscherspalten sind lt. unserem Bergführer gut zugeschneit, so dass wir nicht in Seilschaft den Niederjochferner queren müssen. Das dachten sich wohl auch alle anderen Gruppen. Kurz unterhalb des Gipfels, wo es schon aussieht wie in einem Ski-/Schneeschuhdepot, tauschen wir die Schneeschuhe gegen unsere Steigeisen. Der Gipfelaufschwung ist zwar nicht allzu schwierig, doch man tut sich erheblich leichter mit den Zacken unter den Schuhen. Dies wird sich vor allem beim späteren Abstieg zeigen. Nach etwa zweieinhalb Stunden stehen wir auf dem Gipfel des Similaun. Wir genießen die Aussicht (Sichtweite 10 - 20 m - oder waren es Zentimeter??), schießen ein paar Fotos und kehren dem heute ungemütlichen Ort schnell wieder den Rücken zu. Durch die dichten Wolken und Nebelschwaden sieht man (leider) auch nicht wie steil es auf Marzell- und Niederjochferner abwärts geht. Auch bleibt der Blick von oben auf den Marzellkamm und Marzellferner verwehrt. Wie gut, dass wir vorher in Büchern und auf der Karte angesehen haben, wie es bei guter Sicht aussieht....
Der Abstieg folgt über den Aufstiegsweg, und so sind wir nach insg. 4 Stunden wieder zurück an der Hütte. Etwa 100 Meter vor der Hütte versuchen wir uns noch kurz als Spaltenbergungsteam und "retten" übungsweise einen "Abgestürzten". Danach verschwinden wir zeitig in der Similaunhütte, genießen später unser Abendessen und lassen den Tag gemütlich bei ´ner Tasse Cappuccino und/oder saugutem Apfelstrudel ausklingen.

Hintere Schwärze und Similaun
Hintere Schwärze und Similaun

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Schwierigkeit
- mittelschwere-schwere Schneeschuhtour
- für Gipfel Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- ausreichend Ausdauer und ein wenig Hochtourenerfahrung sind unerlässlich

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- ggf. Gletscherseil
- Steigeisen

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