Routenverlauf:
Parkplatz - Skipiste - Gfaßköpfe - Schlagkopf -
Vorderunnutz - zurück auf dem Aufstiegsweg
ca. 6 ½ Std.
Tourenbeschreibung
I:
25.12.2005
Erster Weihnachtstag und wir sind -wie nur wenige an diesem
Tag- schon früh auf den Beinen. Gegen 09:00 Uhr schnallen
wir uns die Schneeschuhe nahe der Liftstation unter die Schuhe
und stapfen zunächst an der Piste entlang bis zum oberen
Lifthäusel. Da wir nicht den weiter unten abzweigenden
Weg nehmen wollten, heißt das jetzt natürlich erst
einmal sich zu orientieren. Also, Karte Kompass und schon
geht es los. Leider klappte das nicht so, wie wir uns das
gedacht hatten und so stapften wir zunächst in südwestl.
Richtung grob in Richtung Gfaßköpfe. Das ging natürlich
schief und so verloren wir jede Menge Zeit. Irgendwann fanden
wir den Weg hinauf zum Schlagkopf. Wir folgen den Spuren im
Schnee und entschließen uns auf ca. 1600m nahe des Schlagkopfs
eine Pause einzulegen und unsere mitgebrachte Brotzeit auszupacken.
Durch die immer dichter werdenden Wolken am Unnütz fällt
uns die Entscheidung zum Abstieg leicht. Wir folgen unsere
Aufstiegsspur bis zum Bildstock und durchpflügen dabei
wo immer möglich den pulvrigen Schnee. Ab dem Bildstock
gehen wir auf dem gut zu erkennenden Gfaßkopfweg zurück
zum Parkplatz. Auf dem Rückweg nach München geht
es in Achenkirch im Weinhaus vorbei. Hier gibt es lecker Kuchen,
Kaffe und einen gigantischen Kaiserschmarrn. Auch ohne Gipfelerfolg
endet damit für heute eine tolle Schneeschuhtour und
mal ein etwas anderer erster Weihnachtstag.
Tourenbeschreibung II:
28.02.2006
Für den heutigen Tag ist einigermaßen schönes
Wetter angekündigt und dichte Wolken sollen erst am späten
Nachmittag aufziehen. Also, schnell ab in die Berge und einen
zweiten Anlauf auf den Unnütz starten.
Um 09:30 Uhr geht es wieder am Lifthäuserl los. Doch
diesmal steigen wir nicht erst die ganze Piste hoch, sondern
nehmen gleich den Weg, der nach wenigen Metern Pistenaufstieg
nach rechts abzweigt. Vorbei an einer Futterstelle passieren
wir den Bildstock bereits nach etwa 35 Minuten. Vor uns ist
eine 3er Gruppe Skitouristen. Der Führende versucht,
uns abzuhängen, doch seine beiden Kollegen wollen nicht
so den Berg hinauf rasen. Nachdem wir eine kleinere Lichtung
passiert haben, kommt auf etwa 1450 m ein Bachgraben, der
durchquert wird. Nach diesem geht es steil in westl. Richtung
auf den Rücken, der uns über welliges Gelände
zum Schlagkopf bringt. In einer der steilen Spitzkehren lassen
uns die beiden hinteren Skitouristen endlich vorbei, wobei
der erste sich seine blöde Bemerkung über die zerstörerischen
Schneeschuhe nicht verkneifen kann. Seine Kameraden geben
ihm aber sogleich eine auf den Deckel. Eine nicht vorhandene
Spur kann man auch nur schwer zerstören.....!!!!
Nach knapp 1½ Stunden sind wir kurz unterhalb des Schlagkopf.
Hier rasten wir nur kurz. Dünne Schleierwolken beginnen
bereits jetzt die Sonne zu verhüllen, doch die Sicht
ist noch gut, und so geht es nach wenigen Minuten weiter über
den Schlagkopf in westliche Richtung hinauf.
Zunächst steigen wir ca. 20 Hm ab, um dann links um den
Buckel herum zu gehen. Nun gilt es eine steile Rinne zu passieren.
Nach dem nächsten Buckel ist die mächtige Wechte
des heutigen Tagesziels bereits gut zu erkennen. Je näher
wir dem Gipfelgrat kommen, desto stärker bläst uns
der Wind ins Gesicht. Auf dem Grat angekommen hat man eine
tolle Aussicht hinunter auf den Achensee, doch die Fernsicht
ist nun -durch dichter werdenden Dunst- erheblich eingeschränkt.
Wegen des eisigen und ungemütlichen starken Windes schlagen
wir nur kurz am Kreuz an und gehen auf dem Aufstiegsweg bis
auf etwa 1960 m hinab, um eine kurze Brotzeit einzulegen.
Auch hier ist es noch windig und nicht wirklich gemütlich,
sodass es nur einen heißen Tee und einen Müsliriegel
gibt.
Grob folgen wir unserer Aufstiegsspur weiter hinab, bis zu
einem schönen Brotzeitplatz unterhalb des Schlagkopfes.
Die Pause haben wir uns nun auch redlich verdient. In aller
Ruhe, ohne Wind und die langsam in uns kriechende Kälte,
verputzen wir den Rest unserer mitgebrachten Brotzeit.
Eine halbe Stunde später geht es auf der Spur von heute
früh zurück zum Ausgangspunkt.
Es war eine gute Idee, heute diesen Berg anzugehen. Fast perfekte
Voraussetzungen für eine Schneeschuhtour, es war wenig
los (wir waren heute die ersten am Gipfel) und der Schnee
war super. Zwar war es ein wenig zu windig, aber das macht
eine schöne Tour nicht weniger schön.
Gesamtgehzeit:
- ca. 6 ½ Std. (Aufstieg ca. 3,5 Std.)
Schwierigkeit:
- mittel - schwere Schneeschuhwanderung
- Orientierungsinn im oberen Teil der Tour
Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Schneeschuhe
- Teleskopstöcke