Unnütz / Unnutz (2078 m)  25.12.2005 / 28.02.2006 Schneeschuhtour
 

 

Mächtig liegt der Unnütz rechts der Straße, wenn man nach Steinberg am Rofan fährt.
Vom Parkplatz am Skilift erst einfach über die Piste, dann weiter auf dem Weg und zum Schluss mit gutem Orientierungssinn weiter aufwärts. Der Unnütz bietet eine schöne Schneeschuhtour, die jedoch nicht zu unterschätzen ist.
Im Abstieg vom Unnütz
Auf dem Abstieg vom Unnütz
 
Ausgangspunkt: 
Steinberg am Rofan, Parkplatz am oberen Skilift ca. 1050 m

Bildergalerie 38 Bilder in extra Fenster

Bildergalerie 7 Bilder in extra Fenster vom zweiten Versuch

 

Routenverlauf:
Parkplatz - Skipiste - Gfaßköpfe - Schlagkopf - Vorderunnutz - zurück auf dem Aufstiegsweg

ca. 6 ½ Std.
Tourenbeschreibung I
:

25.12.2005
Erster Weihnachtstag und wir sind -wie nur wenige an diesem Tag- schon früh auf den Beinen. Gegen 09:00 Uhr schnallen wir uns die Schneeschuhe nahe der Liftstation unter die Schuhe und stapfen zunächst an der Piste entlang bis zum oberen Lifthäusel. Da wir nicht den weiter unten abzweigenden Weg nehmen wollten, heißt das jetzt natürlich erst einmal sich zu orientieren. Also, Karte Kompass und schon geht es los. Leider klappte das nicht so, wie wir uns das gedacht hatten und so stapften wir zunächst in südwestl. Richtung grob in Richtung Gfaßköpfe. Das ging natürlich schief und so verloren wir jede Menge Zeit. Irgendwann fanden wir den Weg hinauf zum Schlagkopf. Wir folgen den Spuren im Schnee und entschließen uns auf ca. 1600m nahe des Schlagkopfs eine Pause einzulegen und unsere mitgebrachte Brotzeit auszupacken. Durch die immer dichter werdenden Wolken am Unnütz fällt uns die Entscheidung zum Abstieg leicht. Wir folgen unsere Aufstiegsspur bis zum Bildstock und durchpflügen dabei wo immer möglich den pulvrigen Schnee. Ab dem Bildstock gehen wir auf dem gut zu erkennenden Gfaßkopfweg zurück zum Parkplatz. Auf dem Rückweg nach München geht es in Achenkirch im Weinhaus vorbei. Hier gibt es lecker Kuchen, Kaffe und einen gigantischen Kaiserschmarrn. Auch ohne Gipfelerfolg endet damit für heute eine tolle Schneeschuhtour und mal ein etwas anderer erster Weihnachtstag.

Tourenbeschreibung II:
28.02.2006
Für den heutigen Tag ist einigermaßen schönes Wetter angekündigt und dichte Wolken sollen erst am späten Nachmittag aufziehen. Also, schnell ab in die Berge und einen zweiten Anlauf auf den Unnütz starten.
Um 09:30 Uhr geht es wieder am Lifthäuserl los. Doch diesmal steigen wir nicht erst die ganze Piste hoch, sondern nehmen gleich den Weg, der nach wenigen Metern Pistenaufstieg nach rechts abzweigt. Vorbei an einer Futterstelle passieren wir den Bildstock bereits nach etwa 35 Minuten. Vor uns ist eine 3er Gruppe Skitouristen. Der Führende versucht, uns abzuhängen, doch seine beiden Kollegen wollen nicht so den Berg hinauf rasen. Nachdem wir eine kleinere Lichtung passiert haben, kommt auf etwa 1450 m ein Bachgraben, der durchquert wird. Nach diesem geht es steil in westl. Richtung auf den Rücken, der uns über welliges Gelände zum Schlagkopf bringt. In einer der steilen Spitzkehren lassen uns die beiden hinteren Skitouristen endlich vorbei, wobei der erste sich seine blöde Bemerkung über die zerstörerischen Schneeschuhe nicht verkneifen kann. Seine Kameraden geben ihm aber sogleich eine auf den Deckel. Eine nicht vorhandene Spur kann man auch nur schwer zerstören.....!!!!
Nach knapp 1½ Stunden sind wir kurz unterhalb des Schlagkopf. Hier rasten wir nur kurz. Dünne Schleierwolken beginnen bereits jetzt die Sonne zu verhüllen, doch die Sicht ist noch gut, und so geht es nach wenigen Minuten weiter über den Schlagkopf in westliche Richtung hinauf.
Zunächst steigen wir ca. 20 Hm ab, um dann links um den Buckel herum zu gehen. Nun gilt es eine steile Rinne zu passieren. Nach dem nächsten Buckel ist die mächtige Wechte des heutigen Tagesziels bereits gut zu erkennen. Je näher wir dem Gipfelgrat kommen, desto stärker bläst uns der Wind ins Gesicht. Auf dem Grat angekommen hat man eine tolle Aussicht hinunter auf den Achensee, doch die Fernsicht ist nun -durch dichter werdenden Dunst- erheblich eingeschränkt.
Wegen des eisigen und ungemütlichen starken Windes schlagen wir nur kurz am Kreuz an und gehen auf dem Aufstiegsweg bis auf etwa 1960 m hinab, um eine kurze Brotzeit einzulegen. Auch hier ist es noch windig und nicht wirklich gemütlich, sodass es nur einen heißen Tee und einen Müsliriegel gibt.
Grob folgen wir unserer Aufstiegsspur weiter hinab, bis zu einem schönen Brotzeitplatz unterhalb des Schlagkopfes. Die Pause haben wir uns nun auch redlich verdient. In aller Ruhe, ohne Wind und die langsam in uns kriechende Kälte, verputzen wir den Rest unserer mitgebrachten Brotzeit.
Eine halbe Stunde später geht es auf der Spur von heute früh zurück zum Ausgangspunkt.
Es war eine gute Idee, heute diesen Berg anzugehen. Fast perfekte Voraussetzungen für eine Schneeschuhtour, es war wenig los (wir waren heute die ersten am Gipfel) und der Schnee war super. Zwar war es ein wenig zu windig, aber das macht eine schöne Tour nicht weniger schön.

 

 

Gesamtgehzeit:
- ca. 6 ½ Std. (Aufstieg ca. 3,5 Std.)

Schwierigkeit
- mittel - schwere Schneeschuhwanderung
- Orientierungsinn im oberen Teil der Tour

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Schneeschuhe
- Teleskopstöcke

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