Die Bergtourenseite für
Wanderungen, Bergtouren, Schneeschuhtouren, Klettersteigtouren, Hochtouren

Tourenberichte & Bilder unser Bergtouren

 
Tour drucken Seite drucken.

Jufenkamm, Pegelstein und Schwarzkogel

(1905 m, 1938 m, 2030 m) 04.10.2021

In den Kitzbühler Alpen wandern wir bei einer mittelschweren Wanderung über Jufenalm und Pengelstein zum Schwarzkogel. Diese aussichtsreiche Panoramatour führt uns meist zwischen zwischen 1650 und 1900 m von der Bergstation der Fleckalmbahn durch eine herrliche Almwiesenlandschaft hinüber zum Schwarzkogel. Große Wegstücke führen über breite geschotterte Almwege über den langen Bergrücken von Nord nach Süd. Für den Anstieg sowie der Abstieg des Schwarzkogels ist auf jeden Fall Trittsicherheit erforderlich.
Im Abstieg geht es dann über die verfallene Obere Kleinmoosalm zur Kleinmoosalm und weiter hinunter ins Tal nach Aschau. Mit dem Bus sausen wir dann zurück zum Parkplatz an der Fleckalmbahn in Klausen.

Ausblick vom Pegelstein auf den Schwarzkogel (li)
Schwarzkogel und Großer Rettenstein

Ausgangspunkt
Kirchberg in Tirol
OT Klausen, Parkplatz "Fleckalmbahn"
(ca. 800 m, Bergfahrt 23 €, Stand 2024)
Bergstation ca. 1790 m

Routenverlauf
Ehrenbachhöhe - Hochbrunn / Streiteggalm - Jufenalm - Bergstation Brunn - Bergstaion Silberstube - Jufenkamm - Speicherteich Brunn - Pegelstein - Hieseleggsee - Schwarzkogel Scharte - Schwarzkogel - Schwarzkogel Scharte - Obere Kleinmoosalm (verf.) - Kleinmoosalm - Querung Aschauer Höhenweg - Aschau Bushaltestelle Dorf - mit dem Bus zurück zum Parkplatz

ca. 4 Std.
Tourenbeschreibung
In der Früh starten wir bei leicht föhniger Wetterlage an der Talstation der Fleckalmbahn und bringen so die ersten ~980 Hm in kaum 10 Minuten Fahrtzeit hinter uns. Tourstart ist danach an der Bergstation auf ca. 1.800 m an der Ehrenbachhöhe. Von der Station marschieren wir bei mässigem, kühlen Wind nach Süden, links an einem langen Bretterzaun (soll im Winter verm. das freiblasen des Bergrückens reduzieren) hinab in Richtung Hochbrunn / Pegelstein. Für die nächste knappe halbe Stunde nehmen wir erst den schmaleren Weg in die Wiese hinein und hinunter in eine Einsattlung. Im Winter müsste das eine Piste sein. Unterwegs übersteigen wir ein Gatter, erreichen eine Wegespinne, an der wir weiter stur südlich an einem Maschinenhaus vorbei gehen, vermutlich für die Pistenraupen. Dort weiter und hinüber an die Streitegalm und dem Berggasthof Hochbrunn. Zwischen den Gebäuden hindurch leitet uns ein Pfad durch die Almwiesen am Westhang des Steinbergkogel. Steil leitet der Pfad an die geschotterte Almstraße. Nun kann man anhaltend steil dem Pfad weiter direkt aufwärts folgen oder etwas weniger steil einfach der Schotterpiste nachgehen. Beim Blick über die Schulter hat man immer wieder eine fantastische Sicht auf die Gipfel am Wilden Kaiser, während der Herbst die Almwiesen nach und nach auf den Winter vorbereitet. Auf ca 1870 m bleiben wir an der Gabelung weiter Geradeaus und folgen dem Weg an die Jufenalm mit einem kleinen See. Von dort unschwierig, wie der bisherige Anstieg, weiter an die Bergstationen der Skigondeln Brunn und Silberstube. Auf 1905 m hat man dann den unscheinbaren Gipfel erreicht. Hier marschiert man, wenn man nicht selber darauf achtet einfach vorbei, auch wir haben keinen Hinweis auf den Gipfel bemerkt. Zügig schreiten wir dem bereits sichtbaren Pegelstein entgegen. Um den Gipfel sind mehrere Bergstationen für die Wintersportler errichtet sowie das Bergrestaurant Pegelstein. Bei recht frischer Herbstwind wandern wir zügig an einem Speicherteich vorbei, bevor wir etwas unterhalb des Pegelstein die Gondeltrasse queren und uns in Richtung Bergstation der 3-S-Umlaufbahn weiter leiten lassen. Immer noch südlich bleibend marschieren wir um das Stationsgebäude herum und oberhalb des Pegelsteinsee (Speicherteich) an den Hieseleggsee (Speicherteich). Weiter an der nächsten Bergstation Hieselegg vorbei und kurz an die des Hochsaukaser. Nach der letzten Station endet der Weg und wir orientieren uns an Tritt- und dünnen Pfadspuren sowie Hinweisen für Skitourengeher hinunter in die Schwarzkogel Scharte.
Gut zwei Stunden nach dem Start an der Fleckalmbahn genehmigen wir uns vor dem letzten Gipfel für heute eine kurze Pause. Dabei lassen sich auf dem Anstieg zum Schwarzkogel einige Wanderer beim Heidelbeerpflücken beobachten und wie wir später erfahren, hängen die Büsche noch recht voll von den süßen Beeren.
Nach der Unterbrechung wandern wir, auf dem deutlich zu erkennenden Bergpfad, in einigen Serpentinen hinauf. Stellenweise ist dieser recht ausgetreten und ruppig, so dass eine gewisse Trittsicherheit unbedingt vorhanden sein sollte. Schnell ist der Gipfel erreicht und wir haben ein einmaliges 360° Panorama, dass vom Kaisergebirge über Lofer- und Leoganger-Steinberge, Hochkönig und die Hohen Tauern, dem Großglockner und Großvenediger reicht. Der schwache und zusammenfallende Föhnwind aus dem Süden spielt mit den Wolken und lässt dabei bizarre Formationen entstehen. Es wird zunehmend kühler und so machen wir uns rasch auf den Rückweg in die Schwarzkogel Scharte.
Dort halten wir uns links und wandern hinunter in Richtung Aschau. Der Weg führt uns an der verfallenen Obere Kleinmoosalm vorbei und weiter an die Kleinmoosalm. Auf dem Weg zwischen den beiden Almen, erreicht uns das aus dem Tal heraufdrückende Wolkenband, doch das erschwert heute nicht die Wegfindung. Erst weit unterhalb der Kleinmoosalm geben uns die Wolken wieder frei und wir bekommen ein wenig Aussicht hinunter nach Aschau und ins Spertental. Die letzten gut 500 Hm hinunter nach Aschau gestalten sich mäßig bis sehr steil, dafür meist auf gutem Bergpfad. Die Almstraßen kreuzen bzw. touchieren wie drei mal, bevor es über die skipistenähnliche Waldschneise und ein letztes Waldstück auf die Weiden oberhalb von Aschau geht. Kurz geht es auf der Dorfstraße hinein und sogleich linkshaltend an die Bushaltestelle Aschau Dorf. Nun geht es mit dem Bus zurück nach Klausen an die Talstation der Fleckalmbahn.
Wir beenden eine wiedereinmal tolle und aussichtsreiche Bergtour, die sich bei entsprechendem Wetter auch noch gut mit dem Abstieg über den Südgrat des Schwarzkogel und Abstieg über Stadlbergalm und Kooalm verlängern lässt (zusätzlich etwa 2 Km und einem langen Talhaaaatscher).

Panoramablick vom Schwarzkogel nach Nordosten.
Beschreibung

zum Höhenprofil

der Track zur Bergtour

Charakter / Schwierigkeit:
- einfache bis mittelschwere Wanderung
- für den An- und Abstieg zum Schwarzkogel ist Trittsicherheit sehr hilfreich
- Almstraßen, Waldwege, Bergpfade und -steige
- Kondition für ~480 Hm↑ ~1.200 Hm↓ und ca. 12 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober