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Blankenstein oder auch Plankenstein

(1768 m) 19.06.2018
Der Plankenstein (auch Blankenstein) ist ein recht beliebter Kletterberg in unmittelbarer Nähe des Risserkogels. Kletterer finden am Plankenstein Routen bis in den x- Schwierigkeitsgrad. Heuer wollen wir diesen jedoch auf der einfachsten Route über dem Normalweg durch die Westflanke besteigen. Doch auch diese vergleichsweise einfache Route verlangt die Beherrschung des II Grads nach UIAA. Diese Tour über den glattpolierten Fels darf nicht unterschätzt werden, vor allem das letzte Stück vor dem Gipfel ist deutlich schwieriger als zu beginn der Kraxelei. Die Westseite des Blankensteins
Westseite Blankenstein im Abstieg
Ausgangspunkt: 
Mautstrasse von Rottach-Egern Richtung Valepp
Parkplatz "Hufnagelstube"
(ca. 960 m, bis Sutten 2 €/Tg., Stand 2018)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Sieblialm - Riedeckeralm - Schneeböden - Blankensteinsattel - Blankenstein - Blankensteinsattel - Röthenstein Alm - Blankensteinhütte - Sibli-Wasserfall - Sibli-Winterstubn - Parkplatz

ca. 5 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Gegen halb Zehn starten wir am Wanderparkplatz "Hufnagelstube" zu unserer kombinierten Wander- und Kraxltour. Vom Startpunkt geht es kurz an der Straße über eine Brücke und gleich nach rechts in den Wald hinein. Auf einem breiten Forstweg wandern wir an einem großen Schilderbaum vorbei in Richtung Wallberg, Risserkogel, Blankenstein usw. mäßig ansteigend hinauf. Bis auf etwa 1070 m bleiben wir dabei auf dem Hauptweg. Dort angekommen erkennt man ein paar Meter hinter der Verzweigung die Sibli-Winterstubn. Wir halten uns jedoch an der Verzweigung links und marschieren weiter in Richtung Risserkogel zur Sieblialm. Der Weg zieht nun in angenehmer Steigung durch die Weidefläche der Sieblialm und vorbei an der gleichnamigen Hütte. Hier hat´s in den Sommermonaten eine Art "Selfservice" für frische Almmilch und Getränke.
Die Hütte lassen wir links liegen und folgen dem nun schmaler werdenden Weg, der bald in einen Pfad übergeht nach Süden dem Wald entgegen. Schnell lassen wir die Alm hinter uns und steigen nun deutlich ansteigend über die Wiesen hinauf. Auf ca 1250 m erreichen wir den Wald und steigen nun über einen merklich ruppigeren Weg die nächsten rund 200 Hm durch diesen hinauf auf eine kleine Lichtung. Vorbei an einer markanten Tanne (hier Wegweiser) folgen wir dem rechten Pfad - Hinweis Risserkogel, Blankensteinsattel. Geradeaus gelangt man an die Riedeckeralm, doch dort wollen wir nicht vorbei.
Nach knapp 400 m erreichen wir die Verzweigung im Riderecksattel. Nach rechts kommt man am Riederecksee vorbei und recht steil in den Blankensteinsattel. Geradeaus, mit tollem Blick auf die Blankensteinsüdwand und weniger steil, ebenfalls in den Blankensteinsattel. Da wir nicht unter der Wand durchlaufen möchten halten wir uns geradeaus und gelangen so in den Sattel. Nun beginnt der spannende Teil der Tour. Beim vorbeigehen im Zustieg zum Blankenstein sind wir beeindruckt von der mächtigen schroffen Wand und überlegen ob wir da wohl hinaufkommen? Nach insgesamt etwa 2¼ Stunden stehen wir im Blankensteinsattel und gehen noch ein paar Meter in Richtung der Bergwachthütte. Dort wo die Trittspuren Aufwärts führen halten wir uns rechts und steigen ein paar Meter auf die Blankensteinnadel zu. Vor dieser nach links und die zweite markante Rinne hinauf. Zunehmend wird es schwieriger und das liegt nicht nur an dem glattpolierten Fels. Im weiteren Verlauf kraxeln wir durch eine schmale Rinne auf die Westseite und erreichen ein Stück Gehgelände. Die folgende etwas flachere und breitere Rinne führt uns zurück an den Grat und in dessen Verlauf wieder zurück auf die Ostseite. Der letzte Kamin bringt uns dann direkt zum Gipfelkreuz und hier erwartet uns auch die größte Schwierigkeit (II). So heißt es nochmal volle Konzentration und ein paar mal kräftig Zupacken, dann steht einer Gipfelbrotzeit nichts mehr im Weg! Alternativ lässt es sich vor dem Kamin etwas links haltend etwas leichter, dafür deutlich ausgesetzter, zum Gipfel hin aufsteigen.
Bei einer Brotzeit genießen wir die Ruhe und das seltene Vergnügen den Gipfel für uns alleine zu haben, was in Anbetracht der Beliebtheit eher selten ist. Nach einer knappen Stunde machen wir uns ausgeruht an den Abstieg. Hierfür klettern wir zunächst auf der Aufstiegsroute hinab in den Blankensteinsattel. Dort halten wir uns rechts und wandern zunächst nach Nordwesten. Im anfänglich noch steilen Abstieg hat man tolle Blicke auf die zerklüfteten Westwände des Blankensteins und etwas links davon die perfekt eingepasste Bergwachthütte. Im weiteren Verlauf schauen wir vor uns auf den Wallberg mit dem mächtigen Wallberghaus. Auf etwa 1490 m dreht der Weg nach Norden und kurz darauf treffen wir auf einen Forstweg der uns wenig später an der Röthensteinalm vorbei führt. Auf der Forststraße erreichen wir bald den Wald und halten uns an einer T-Kreuzung links und wandern weiter in westliche Richtung. Vor dem Schiffbach gehen wir uns rechts und marschieren über einen Schotterweg an der Blankensteinhütte vorbei weiter hinab. An einer kleinen Lichtung halten wir uns nordöstlich, schlüpfen durch ein Gatter in den Wald und steigen weiter auf einen Waldpfad ab. Nach überqueren des Schiffbachs folgen wir nach rechts der SForststraße und hinunter zum sehenswerten Sibli-Wasserfall, bevor wir über die Sibli-Winterstubn auf die Aufstiegsroute treffen und dieser auf der asphaltierten Straße zurück zum Parkplatz folgen.

Blankenstein oder Plankenstein von Süden im Aufstieg
Beschreibung

Panoramablick vom Gipfel
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- mittelschwere Bergtour mit Kletterei bis II
- Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich
- Kondition für etwa 820 Hm
- an schönen Wochenenden sehr beliebt und entsprechend besucht
- bei Nässe besser nicht

Ausrüstung: 
- Bergtourenausrüstung
- ggf. Kletterausrüstung

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober 

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