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Dürrnbergjoch oder auch Dürrenbergjoch

(1835 m) 06.11.22

Heute erwartet uns bei herrlichsten Wetter, eine abwechslungsreiche und lange Bergtour auf den Gipfel des Demeljoch im Vorkarwendel. Vielleicht ist die Länge der Tour der Grund, warum das Demeljoch nicht so oft besucht wird oder doch eher eine fehlende Einkehrmöglichkeit, die bergsteigerischen Schwierigkeiten können es nicht sein. Umso schöner, das man hier meist recht einsam und oft auch ganz alleine Unterwegs ist.
Der Weitblick vom Demeljoch auf die umliegenden Berggipfel, der Tiefblick auf den Sylvensteinspeicher und die kleiner Täler von "In der Gruft" und "Gemsgeröll" sind einfach phantastisch.

Kurz vorm Schürpfeneck mit Blick auf das Dürrnbergjoch
Dürrnbergjoch

Ausgangspunkt
Lenggries
Parkplatz am Sylvensteinspeicher oder Walchenklamm
an der B307
(ca. 800 m, 5 €/Tg., Stand 2023)

Routenverlauf
Parkplatz - Brücke Walchenklamm - Kirchmair Niederalm (verf.) - Hühnerberg - Schürpfeneck - Dürrnbergjoch - Dürrnberg - Schürpfeneck - Hühnerberg - Kirchmair Niederalm - Brücke Walchenklamm - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung
Vom Parkplatz an der Bundesstraße 307 gehen wir ein paar Meter in Richtung der Staumauer entlang, queren diese und biegen nach links in den Wald hinein. Kurz darauf fällt der Weg ab und leitet uns an die Brücke über die Walchen.
Nach der Klammquerung zieht der Weg kurz und knackig bergan und führt uns an einen Forstweg. Dort rechts ab und eben in Richtung See weiter. Am folgenden Abzweig folgen wir dem Schild das uns die Richtung links zum Demeljoch anzeigt. Ab jetzt geht es zunehmend steiler werdend über einen guten Steig aufwärts durch den Wald. Grob in südöstlicher Richtung und in einigen Kehren gewinnen wir schnell an Höhe. Ab und zu geben die Bäume die Sicht auf den unter uns liegenden Sylvensteinstausee frei.

Auf rund 1040 m dreht der Pfad an einem etwas flacher werdenden Bereich nach Südwesten. Dabei erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen und man merk sofort die Wärme. Mit weiterem Höhengewinn werden die Schneefelder größer und bei Erreichen einer freien Fläche (verf. Kirchmair Niederalm) nimmt der Schnee zu aber der Pfad bleibt weiterhin gut zu gehen. Durch eine steile Flanke steuern wir dem Hühnerberg im Osten entgegen.
Nach Erreichen einer kleineren flachen Fläche zieht der Weg nochmal an und leitet uns in eine steile Latschenzone, die traversiert werden muss. Auch hier ist der Steig weiterhin gut zu gehen und das Schürpfeneck haben wir nun fest im Blick.
Über den Gratrücken stapfen wir weiter nach Südwesten und wenn der "Weg" schließlich nach Süden eindreht, wir auf einer kleinen Erhebung stehen und in Laufrichtung auf das Dürreneck und links daneben das Demeljoch schauen haben wir das Schürpfeneck erreicht. Ein Gipfelkreuz hat es leider nicht, lediglich einen Vermessungspunkt. Neben dem Demeljoch ist auch der Juifen gut auszumachen. Schauen wir nach Norden, liegt weit unter uns der Sylvensteinspeicher.
Unser heutiges Ziel fest im Blick geht es auf schmalen, verschneiten Weg weiter. Ab hier haben wir immer wieder schöne Ausblicke in die kleinen Täler "In der Gruft" und "Gemsgeröll. Mit tollen Blicken zu allen Seiten geht es über den Gratrücken, bis der Steig vor einer Latschengasse aufsteilt. Nachdem wir die schneebedeckte, tief hängende Latschengasse teilweise auf allen vieren hinter uns gelassen haben, erreichen wir den Abzweig der hinaufleitet zum Dürrnbergjoch . An dieser Abzweigung kann man auch nach Fall absteigen, allerdings verspricht das einen langen Hascher über die Forststraße zurück ans Auto.
Die Schneemasse nimmt immer weiter zu, bis wir irgendwann teilweise auf den Latschen stehen und gehen und das Vorankommen immer beschwerlicher wird. zudem trägt der Neuschnee nocht nicht an allen Stelle gleich gut. Ein Weg oder Pfad ist inzwischen nicht mehr zu erkennen und auch keinen weiteren Verlauf des darunter verborgenen Bergsteigs lässt sich klar ausmachen. So beschließen wir es heute beim Dürrnbergjoch zu belassen, genießen noch einmal die heutige Aussicht bei fantastischen, strahlenden blauen Himmel und kommen gerne nochmal wieder, um das Demeljoch zu besteigen.
Auf gleichen Weg nehmen wir heute den Abstieg unter die Bergsohlen und überlegen bereits, beim nächsten Versuch "Demeljoch 3.0" von Fall aus aufzusteigen und über den weniger bekannten und begagnenen Steig vom Schürpfeneck zurück nach Fall abzusteigen.
Auch wenn wir unser heutiges Gipfelziel nicht erreicht haben, ist die Überschreitung des Dürrenbergs auf dem Weg zum Demeljoch eine wirkliche Traumtour, die man immer wieder gehen kann und wir werden auf jeden Fall wiederkommen.

Blick auf dem Weg zum Dürrnbergjoch
Beschreibung

Am Dürrnbergjoch
Beschreibung

zum Höhenprofil

der Track zur Bergtour

Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere bis schwere Bergtour
- wenig Forststraße, meist Waldwege und Bergpfade
- Trittsicherheit hilfreich
- Kondition für ~ 1.150 Hm↑↓ und ca. 12 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober
Früh bzw. spät im Jahr die Schneelage beachten!