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Fockenstein

(1584 m) 22.05.2020



Ausgangspunkt



 

Westlich des Tegernsees wandern wir vom Sonnbichl auf den 1564 m hohen Fockenstein. Hierzu steigen wir über den Höhenrücken zwischen Zwergelberg und Buchetskogel hinauf und weiter über den Ostgrat dem Gipfel entgegen. Diese Variante über den Ostgrat, macht die Runde dann auch zu einer mittelschweren Bergtour, die vom Wanderer eine gewisse Trittsicherheit verlangt. Etwas Schwindelfreiheit hilft ebenfalls. Am Gipfel angekommen, wird man mit einem grandiosen Panorama über die Bilderbuchlandschaft der Tegernseer Berge belohnt.
Die Besteigung des Fockensteins ist Sommers wie Winters für viele ein beliebtes Gipfelziel.

Fockenstein von der Waxlmoos Alm
Fockensteinblick von der Waxlmoos Alm

Ausgangspunkt
Bad Wiessee
Parkplatz am Sonnenbichl
(ca. 830 m, € 5,00/Tg., Stand 2021)

Routenverlauf
Parkplatz - Skipiste - Waxlmoos-Alm - Waxlmoos Hütte - Aueralm - Buchetskogel - Fockenstein - Neuhüttenalm - Buchetskogel - Aueralm - Zieselbachtal - Zeiselbach Winterstube - Parkplatz

ca. 3 ½ Std.
Tourenbeschreibung
Da uns die „normale Route“ vom Parkplatz am Sonnenbichl durch das Zeiselbachtal hinauf zur Aueralm durch den langen Talhatscher etwas zu eintönig ist, haben wir uns für eine zu Beginn unbeschilderte Variante entschieden. Durch das Zieselbachtal wandern wir später im Abstieg zurück. Wir verlassen den Parkplatz nach Süden und folgen einem Pfad in den Wald hinein und an einem alten Hütterl bis an einen recht holprigen Forstweg. Auf diesen nun hinauf und nach rechts dem Weg in einem Linksbogen weiter aufsteigen. Nun geht es etwas weglos durch den Wald und an einer zweiten kleinen Hütte vorbei auf eine freie Wiesenfläche. Diese queren wir weiter nach Süden und bis an einen Wirtschaftsweg, der uns nach links direkt an die Skipiste leitet. Dort an den Lifthäuserln vorbei die ehemalige Weltcupstrecke querend auf den dem deutliche sichtbaren, mit Betongittern befestigten Weg steil hinauf auf die andere Seite und am Waldrand entlang hinauf. Es gibt schönere Wege, doch auch dieser leitet uns, an Schneekanonen in der Pistenmitte vorbei, gut den Berg hinauf. Nach und nach dreht der Weg nach Südwesten ein und führt uns bei der Bergstation des Skilifts zurück in den Wald. Auf breiten Weg steigen wir, nicht mehr ganz so steil, weiter durch den Wald empor. Flacht der Weg ab, ist der Zwergelberg erreicht, an dessen Gipfel ziehen wir jedoch achtlos vorbei. Der breitere Teil des Wegs wird zunehmend batziger und unangenehmer zu gehen. Es steilt erneut auf und links neben dem Weg (ca. 1110 m) läuft ein etwas ruppiger Waldpfad, auf dem das weitere Vorankommen deutlich angenehmer ist. Kaum 150 m später führen die Wege wieder zusammen und leiten uns in leichtem Auf und Ab aus dem Wald hinaus und hinüber zur Waxlmoosalm. Über einen Durchlass geht´s auf die idyllischen Almfläche und weiter nach Südwesten. Nach einer Kuppe führt der Weg hinab, wir verlassen die Alm und treffen auf einen weiteren Wirtschaftsweg. Auf diesem an der Waxlmoos Hütte des SV Tegernsee vorbei und auf dem breiter werdenden Weg ein paar Meter hinab.
Auf etwa 1160 m trifft sich unser Weg mit dem aus dem Söllbachtal heraufziehendem Weg und ab da sind wir -nicht wie bisher- alleine Unterwegs. Übers Söllbachtal kommen auch zahlreiche Radler hier herauf. Wir bleiben weiter geradeaus und erreichen in sanfter Steigung nach etwa 500 m eine Wegekreuzung. Von rechts zieht der Weg aus dem Zieselbachtal herauf und mit ihm jede Menge weitere Wanderer. Bei schönem Wetter ist die Aueralm auf dem sanften Rücken des Buchetskogel ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Erneut bleiben wir geradeaus und steigen auf der breiten Straße zur Aueralm hinauf. An Ihr jedoch rechts vorbei und quasi direkt am Buchetskogel (ein kleines Kreuz markiert den Gipfel) vorbei auf den breiten Rücken, welcher weiter zum Fockenstein leitet. Der Weg ist breit, gut ausgebaut und so schlendern bis an einen beschilderten Abzweig. Nach rechts kurz über eine Almwiese gegen den Ostgrat und an den nicht zu übersehenden Hinweistafeln (Wildschutzzone - Ski- und Schneeschuhgehern im Winter untersagt) vorbei, hinauf und hinein in den Wald. Von links kommen wir später im Abstieg von der Neuhüttenalm herunter.
Nun geht es der ausdrücklichen Beschilderung folgend links, zunächst sehr steil, ruppig und batzig auf einen Bergpfad hinauf. Ist diese erste Schwierigkeit genommen, flacht der Anstieg etwas ab und leitet uns spannend auf dem Grat weiter hinauf. In einigen Serpentinen leitet der Weg nun durch den Wald, freie Wiesenstücke, steilere Aufschwünge und zuletzt einfaches Schrofengelände hinauf zum Gipfel. Auch heute ist der Gipfel gut besucht, doch es ist nicht überfüllt. Wir haben Glück, können uns fast direkt neben dem kleinen Gipfelkreuz für unsere Gipfelrast zur Brotzeit niederlassen und dabei die Aussicht auf die vielen umliegenden Berge (Gindelalmschneid, Baumgartenschneid, Wallberg, Risserkogel, Wallberg, die Ochsen- Auer- und Spitzkamp und natürlich das Brauneck) bestens genießen.
Es ist einfach herrlich bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen hier heroben zu verweilen, doch irgendwann müssen wir ja auch mal wieder hinunter. Dazu nehmen wir zunächst den Steig nach Westen über den breiten Hang hinab an eine bizarr wirkende Felsenformation. Diese wird über eine Felsenstufe hinuntergekraxelt, danach liegt die größte Schwierigkeit hinter uns. Weiter wandern wir nach Westen mit einen kurzen Gegenanstieg hinauf auf eine Kuppe. Von dieser hinunter an einen Wanderweg. Diesen nach links (südlich) weiter hinunter und an eine Verzweigung (Wegweiser: Bad Wiessee). Hier halten wir uns ebenfalls links und wandern hinunter an die Neuhüttenalm. Der Weg führt mitten durch die Almgebäude und im weiteren Verlauf zurück an die Aueralm. Dort angekommen musste man sich für einen Platz auf der Terrasse anstellen. Durch die strengen Corona-Maßnahmen ist in diesem Jahr vieles anders und so ist das natürlich auch hier oben. Auf der Terrasse ist zwar noch jede Menge Platz, doch durch die Abstandsregelungen ist´s eben viel früher voll als in einem normalen Jahr.

So sausen wir an der Alm vorbei und hinunter auf den Weg ins Zieselbachtal. Durch das lange Zieselbachtal führt der Wanderweg unschwierig doch recht steil hinunter. Erst später etwa ab der Diensthütte Zeiselbach Winterstube wird es deutlich flacher, ab hier können wir bequem talaus zum Ausgangspunkt unserer heutigen Bergtour zurückwandern und beenden wieder einmal eine schöne, aussichtsreiche und abwechslungsreiche Bergfahrt.

Ausblick vom Fockensteingipel nach West-Südwest-Süd
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- meist Bergpfade, Waldwege und Forststraße
- für den Ostgrat:
- mittelschwere Bergwanderung
- Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich
- Kondition für ~ 800 Hm und ca. 15 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober