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Friederspitz

(2049 m) 19.09.2020

Friederspitz und Frieder bilden zusammen den Friederberg. Eine schöne Bergwanderung führt uns in den Ostteil der Kreuzspitzgruppe der Ammergauer Alpen. Ausgangspunkt ist Griesen im Loisachtal, von dort gelangt man auf meist guten Wegen und Pfaden sehr gut zu erreichen. Wer mag, kann den einfachen Übergang zum Gipfel des Frieder noch mitnehmen, muss dafür aber ~200 Hm zusätzlich für Hin- und Rückweg einrechnen. Die Aussicht ist von beiden Gipfel nahezu gleich, ist der Frieder doch gerade Mal 4 m höher, schöner zum Sitzen finden wir den breiten grasigen Gipfel der Friederspitz.

Am Gipfel der Freiderspitze
Am Gipfl der Friederspitz mit blick auf die Ammergauer Kreuzspitze.

Ausgangspunkt
Griesen
Parkplatz "Ochsenhütte" an der B23
(ca. 800 m)

Routenverlauf
Parkplatz - Elmaustraß´l (Weg 254) - Weg 253 - Friedergrieß - Lausbichl - Friederspitz - (Frieder) - Friederalm - Elmaustraß´l - Beim Seelein - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung
Vom Parkplatz folgen wir dem Forstweg, der rechts, gleich zum Anfang des Parkplatzes nach rechts sanft hinauf an ein Viehgatter in Richtung Elmau/Frieder/Rotmoos-Alm leitet. Kurz nach dem Gatter zweigt sich sich rechter Hand ein kleiner Steig ab, der parallel zum Forstweg durch den Wald führt und uns einen Bogen auf dem Forstweg einspart. Auf etwa 885 m treffen wir wieder auf den von links kommenden Forstweg, halten uns an der nächsten Abzweigung links (Frieder/Friedergrieß), steigen ein paar Meter hinab ins Schwarzenbachtal und folgen ein wenig dem Verlauf des Schwarzenbachs. An der folgenden leichten Verzweigung bleiben wir rechts und den wenig später nach rechst abzweigenden Pfad ignorieren wir ebenfalls und bleiben auf unserem Weg hinüber ins Friedergrieß. Zu Beginn der weiten, kiesigen Fläche, die uns einen Blick auf den Daniel erhaschen lässt ist ein freier Holzplatz, die Fläche darüber wurde vor noch nicht allzu langer Zeit abgeholzt und für das Vieh hergerichtet, doch noch gleicht es einer wilden und zerfurchten Landschaft. Hier darf man jedenfalls noch nicht nach dem Aufstiegsweg suchen. Wir queren den Platz nach Westen, finden ein altes und zerdelltes Schild und wissen, wir sind richtig. Zum Ende des Holzplatzes leitet ein Pfad nach rechts in Buschwerk. Achtung hier hat es kein Hinweis und wer unaufmerksam Unterwegs ist verpasst den Einstieg schnell. An der nächsten Verzweigung halten wir uns rechts und folgen dem nun schmaler werdenden Pfad am Hang entlang weiter westwärts. Auf ca 955 m dreht der Pfad dann fast plötzlich nach rechst ein und leitet deutlich aufsteilend rechts an der Friederlaine empor. Es folgen etliche engere Kehren die uns rasch steilen Südhang hinauf bringen.
Auf einer Höhe von 1140 treffen wir auf ein Wegende (dieses leitet hinüber an das Elmaustraß´l), bleiben jedoch auf unserem Pfad und steigen weiter hinauf bis an einen markanten, direkt am Abhang stehenden Laubbaum. Hier geht unser Weg nun rechts hinauf und nicht geradeaus weiter (dieser leitet zunächst moderat, später vor einer ausgeprägten Felsenrinne ebenfalls steil hinauf - etwas länger. schußendlich laufen beide Wege unterhalb des Lausbichl wieder zusammen.). Unser Weg leitet nun wieder steil durch lichten Wald, steile Bergwiesen, durch von Lawinen zerstörte Geländeabschnitte und an einem Latschengürtel vorbei auf die Hochebene Lausbichl. Von dort an hat man dann bereits die Friederspitz im Blick, doch noch dauert es ein bischen, bis wir den Gipfel der Friederspitz erreichen. Auf meist gut sichtbarem Pfad, geht es nun einmal quer nach Nordosten durch den Hang. Dabei Treffen wir etwa 60 Meter unterhalb des Gipfel auf den Weg Nr. 257 (unser Abstiegsweg hinab ans Elmaustraß´l) dieser leitet nun in weingen Minuten hinauf zur Friederspitz und haben dort zum ersten Mal den Blick frei auf den Frieder. Wer nun noch mag, kann den einfachen Übergang zum Gipfel des Frieder zusätzlich mitnehmen - dafür muss man aber ~200 Hm zusätzlich für Hin- und Rückweg einrechnen. Auf der Nordseite geht es nun hinunter in den Sattel zwischen Frieder und Friederspitz und auf der anderen Seite wieder steil hinauf, auf den Gipfel des Frieder. Die Aussicht von beiden Gipfeln ist nahezu gleich und so beschließen wir uns auf dem breiten, grasigen Gipfel des Friederspitz für unsere Brotzeit zu bleiben. Tolle Aussicht hinüber auf die Zugespitze inclusive.
Nach einer knappen Stunde Gipfelrast, machen wir uns an den Abstieg und nehmen hierzu den Aufstiegsweg. zurück an den Abzweig. Dort halten wir uns jedoch links und folgen dem Weg 257 weiter talwärts durch die Südseite des Friederspitz. Der Weg dreht allmählich nach Südosten ein und leitet steil hinunter in eine Mulde um auf ca. 1780 m zurück nach Südewesten erneut einzudrehen. Kaum 30 Hm später geht es dann wieder zurück in die andere Richtung und leitet nun hinunter an die unbewirtschaftete Friederalm (auf 1715 m könnte man auch an die Friederdiensthütte absteigen - doch da wollen wir nicht vorbei). So leitet uns der Bergpfad unmittelbar an der neuen Hütte der Friederalm vorbei und bringt uns erneut in vielen Serpentinen über den steilen Südosthang hinunter ans Elmaustraß´l.
Etwa eineinhalb Sunden nach verlassen der Gipfels haben wir die breite Forststraße wieder erreicht und wandern nun nach rechts (südlich) in Richtung Ochsenhütte, Griesen Ennig-/Stepbergalm auf dieser talaus. Etwas eintönig geht es nun zurück zum Parkplatz, dabei marschieren wir stets geradeaus und ignorieren die Abzweiger nach links. Dieser leitet hinüber an die Ennig-/Stepbergalm. Auf 1120 m erreichen wir rechter Hand einen Tümpel und eine weitere Wegekreuzung. Auch hier bleiben wir geradeaus und wandern weiter talwärts. Später vorbei an der Abzweigung die ins Friedergries führt (Aufstieg) und kurz danach wieder zurück über den kleinen Karrenweg vom Vormittag hinunter an den Parkplatz "Ochsenhütte".
Dort endet eine schöne, nicht allzu schwere Bergtour hinauf zum Friederspitz. Technisch gesehen ist die Tour relativ einfach, Trittsicherheut und eine gewisse Schwindelfreiheit sind für unsere gewählte Route jedoch recht hilfreich, dann macht das Ganze auch Spaß.

Ausblick von der Friederspitz
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere Bergtour
- Forststraßen, Waldwege und meist guter Bergsteig, -Pfad
- Aufstieg spärlich markiert jedoch gut sichtbar und auch öfters begangen
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- Kondition für ~ 1.200 Hm und ca. 16 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung
- ausreichend Proviant und vor Allem Getränke

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober