Guffert, Guffertspitze
(2194 m) 17.08.06 / 17.06.12 / 13.08.16 / 24.08.26
Wer eine Tour sucht, die Herausforderung, Einsamkeit und Panorama vereint, startet am besten in Steinberg beim Gasthaus Waldhäusl und steigt von hier auf den 2194 m hohen Guffert. Der Weg leitet zunächst gemütlich durch den stillen Wald, bevor sich der Charakter der Tour rasch wandelt. Der südseitige Anstieg zum Guffert verlangt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und vor allem einen frühen Aufbruch, denn die Latschenhänge heizen sich an warmen Tagen schnell auf.
Je höher man steigt, desto deutlicher zeigt der Guffert seinen rauen, freistehenden Felscharakter. Der Pfad wird schrofiger, steiler und im Gipfelbereich wartet eine kurze, aber lohnende Passage, in der man die Hände am Fels braucht. Für geübte Berggeher bleibt der Anstieg gut machbar – und die Belohnung -pahtastische rundumsicht- ist einfach spektakulär. Im Abstieg wandern wir dann noch über den Guffertstein zurück an den Startpunkt in Steingebrg.
Der Guffert vom Unnutz aus gesehen

Ausgangspunkt
Steinberg am Rofan
Parkplatz beim "Waldhäusl"
(ca. 1000 m, € 6,00 €/Tag, Stand 2026)
Routenverlauf
Parkplatz - Waldhäusl - (alternative über Eissschacht & Schmidtquelle) - Guffert - Schmidtquelle - Guffertstein - Luxeggalm (verf.) - Vordersteinberg - Parkplatz
ca. 5½ Std.
Tourenbeschreibung
Bei schönstem Wetter geht es um 9.30 los in Richtung Guffert-Bärenwaldweg. Der Weg schlängelt sich, mal mehr mal weniger steil, erst durch waldiges Gelände, dann, nach einigen kleinen Geröllfeldern, durch dichte Latschen nach oben. Zum Glück weht immer ein leichter Wind, sodass die Hitze sich nicht so stauen kann. Zwischendurch kann man immer wieder tolle Blicke auf die umliegenden Berge erhaschen.
Den Gipfel des Guffert kann man erst sehr spät erkennen, wird er doch vorerst von dem davor liegenden Buckel verdeckt. Von den Latschen geht es nun in felsiges Gelände über. An einer Gabelung geht es weiter in Richtung Gipfel (rechts würde man in ca. 10 Min zur Schmidtquelle gelangen). Der Anstieg zur Guffert-Spitze zieht noch einmal kräftig an. Direkt unterhalb des Gipfels befinden sich einige Sicherungsseile, die allerdings für Geübte eher überflüssig sind. Hier oben herrscht oft reger Betrieb, sodass die Gipfelrast nicht ganz so ausgiebig ausfällt. Der Guffert ist doch ein recht beliebter Berg, auch wenn es keine Hütte im direkten Zustig oder nahe des Gipfels gibt. Schnell ein paar herrliche Rundumblicke auf Unnütz, Karwendel, Wetterstein, Kaiser, Blauberge, Mangfallgebirge etc. genossen, und schon geht's wieder abwärts (in 2012 war es ähnlich nur, dass da die Wolken die Aussicht fast gänzlich verwehrt haben).
Als Abstiegsweg wählen wir die Variante über die verfallene Luxeckalm. An der Gabelung unterhalb des Gipfelaufbaus folgen wir also dem Weg Richtung Schmidtquelle/Steinberg über Luxeck. Nach der Quelle erwartet uns ein leichter Gegenanstieg zum Guffertstein (ca. 100 Hm). Der Weg ist nur noch ein sehr schmaler Pfad. Hier oben gibt es auch noch die Möglichkeit, die Tour über Issalm bzw. Untere Bergalm mit einer langen Umrundung des Massivs zu beenden. Dies ist uns aber eindeutig zu lang, weshalb wir dem Weg nach Süden vorbei an der verfallenen Luxeckalm folgen.
Der Weg schlängelt sich nun anfangs in vielen Kehren, später eher knieunfreundlich steil durch die Latschen nach unten. Durch die Sonne und die damit aufgestaute Hitze wird es schon mächtig warm. Weiter unten wird es dann im Wald etwas angenehmer, zumindest von der Temperatur her, der Weg bleibt steil. Kurz bevor der Weg auf die Straße trifft, führt ein Wegweiser nach rechts über den Bärenwaldweg zurück direkt zum Ausgangspunkt, diesen kann man alternativ zum Rückweg entlang der kleinen Straße von Vordersteinberg nach Untergberg nehmen.
Panoramabild vom Guffert
Rofan - Karwendel - Wetterstein und direkt davor der Unnütz (2012)

Anderer Fotograf - selbe Idee 2026

Charakter / Schwierigkeit:
- Technisch nicht besonders schwierig
- Trittsicherheit sollten vorhanden sein
- Schwindelfreiheit und etwas Kraxlgeschick für den Gipfel
- Kondition für ~1.300 Hm ↑↓ und ca. 12,6 km
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober
Früh bzw. spät im Jahr die Schneelage beachten!
