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Hochalplkopf und Rohnberg (Ronberg)

(1770 m, 1771 m) 18.10.2020

Der Hochalplkopf mit seinem flachem Gipfelbereich ist sowohl als Bergwanderung als auch für eine Ski- oder Schneeschuhtour von Hinterriß über das Rontal zu erreichen. Heute wollen wir uns an der Überschreitung des Grates in Richtung Ronberg wagen. Diese einfache Wanderung am Eingang des Karwendels ist gut von Hinterriß über das Rohntal zu erreichen.
Am flachen Gipfel geht es nicht ganz so eng zu wie am bekannten Nachbarn der Rappenklammspitze bzw. Rappenspitze. Wer es stiller mag für den sind Hochalplkopf und Rohnberg genau das richtige. An letzterem ist man mit hoher Wahrscheinlichkeit fast immer völlig allein unterwegs.

Der Rohnberg vom Hochalplkopf
Hochalplkopf - Rohnberg

Ausgangspunkt
Hinterriß
Wanderparkplatz am Ortseingang
(ca. 920 m)

Routenverlauf
Parkplatz - Naturparkhaus - Rohntal - Rohntalalmen - Hochalpkopf - Rohnberg - Hochalpkopf - Rohntalalmen - Rohntal - Naturparkhaus - Parkplatz

ca. 5¼ Std.
Tourenbeschreibung
Vom Wanderparkplatz steuern wir kurz über die Straße L 282 auf das Naturparkhaus Hinterriß / Alpenpark Karwendel (Informationszentrum zum Karwendel) zu. Vor diesem auf einem Weg nach rechst zwischen den Gebäuden hinein und kurz hinauf durch ein Waldstück an den alten Wanderparkplatz. Diesen queren wir nach Südwesten und folgen dem ruppigen Weglein aufwärts (hölzernes altes Schild). Am Ende leitet der kleine Weg an die Forststraße, der wir nun die nächste Zeit hinauf und über den Klausboden an den Rohntalboden folgen. Diverse Abzweige vom Hauptweg ignorieren wir. Auf gut 1250 m öffnet sich der Wald und wir betreten den Rohntalboden. Passieren noch eine kleine Hütte links des Weges und wandern den Almweg weiter nach Westen und halten auf die Gebäude der Rohntalam zu. Der Blick aus dem Boden auf die gezacken Karwendelgipfel bleibt uns heute meist verwehrt, hängen die Wolkenfetzen dafür zu tief. Ein wenig vor der Rohntalalm weg, zweigt nach rechts der Anstieg über den Rohntalbach ab, leitet kurz über die Weidefläche an eine Hütte und links an dieser vorbei auf einen ansteigenden Buckel. Diesen in zwei schwachen Serpentinen hinauf und an den Südhang . Dort steigen wir jetzt deutlich aufsteilend, auf gutem Bergpfad durch sehr lichten Wald nach Nordwesten hinauf. Allmählich wechselt der nasse, teils batzige Boden hin zu schneebedecktem Untergrund, der je weiter wir hinauf gelangen, stetig an dicke zunimmt. Auf ca 1450 m erreichen wir einen kleine freie Fläche (Hochsitz) das sog. Köpfeln, dort lässt sich auch im Schnee prima rasten. Für uns noch zu zeitig, also weiter dem Bergpfad zurück, in die Latschen und hinauf in den breiten Sattel zwischen Rappenklammspitze und Hochalplkopf. Dort angekommen stapfen wir mittlerweile durch gut 30 cm. Neuschnee, bewegen uns nach rechts und folgen dem Bergrücken hinauf nach Nordosten. Bleibt man auf dem "Grat" und es geht nach allen Seiten hinunter, hat man den kreuzlosen Gipfel des Hochalplkopfs erreicht. Rasch steigen wir weiter nach Nordosten und stapfen durch den Schnee erneut dem Bergrücken folgend hinunter in eine schwache Senke. Vorbei ein einer Lake, und mittlerweile durch den Schnee völlig weglos in die Südseite des Rohnbergs, der auch Ronberg genannt wird. Auf ca. 1720 m steigen wir knapp unterhalb des Rohnberggipfels an diesem vorbei und versuchen eine Wegspur bzw. Hinweise auf einen Weg bzw. möglichen Weg zu finden. Da wir, für das auch im Sommer schon nicht einfach zu findende Pfädlein viel zu tief sind, brechen wir unsere Bemühungen für die Überschreitung der beiden Gipfel ab (Angelesen haben wir uns diesen Weg: Von Gipfel anfangs über steile und felsige Wiesenhänge nach Nordosten und über zertrampelte Almhänge hinab zur verfallenen Rohnbergalm. Dort weglos nach links ab und einen sichtbar werdendem Pfad zu einem Fahrweg hinab. Dann auf diesen lange weiter hinab). Wir queren nun schräg nach Nordwesten zurück und hinauf. Besteigen so wenigstens noch den ebenfalls kreuzlosen, unscheinbaren Rohntalgipfel. Auch hier entdecken wir keine günstige "Lücke" im Gestrüpp des Waldes und entscheiden uns für einen Abstieg zurück an den Rastplatz am Köpfeln.
Nach einer ausgiebigen Pause und sehr schönen Ausblicken geht es für uns einfach auf bekanntem Herweg zurück nach Hinterriß.
Diese Überschreitung wollen wir nochmal angehen. Im Groben ist uns der Wegverlauf klar, doch wenn alles zugeschneit ist, man keine Möglichkeit zur Orientierung (Karte und Kompass zu Hause, ein GPS besitzen wir noch nicht) hat, ist es doch vertretbar abzubrechen und bei weniger Schnee einen erneuten Versuch zu starten. Schön war es heute alle Mal!

Panoramarückblick vom Rohnberg
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- einfache Bergtour
- Forststraßen, Bergpfade und wegloses Gelände
- Anstieg z. Teil recht steil  
- Trittsicherheit stellenweise hilfreich
- Kondition für ~ 1.5xx Hm und ca. xx Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober (Schneelage beachten!)