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Monte Palaer und Cima di Mughera

(1037 m / 1161 m) 01.04.2018
Eine lange Rundtour führt uns zu einem der schönsten Aussichtspunkte am Gardasee, der Cima di Mughera. Zunächst einfach, fast direkt am Seeufer entlang aus dem Ort hinaus, bevor der anstrengende Teil der Tour mit dem steilen Aufstieg in Richtung Punta Larici beginnt.
Der Blick über den Gardasee weitet sich stetig und auf dem Weiterweg, entlang der steil abfallenden Felswänden zum Passo Rocchetta, begleitet uns ein ständiger Panoramablick auf den Gardasee.
Eine beeindruckende Aussicht am Felsvorsprung der Cima di Mughera bietet sich, bevor es an den langen und steilen Abstieg geht. Unser Startpunkt in Limone liegt fast 1090 m tiefer und die gilt es nun noch sicher abzusteigen.
Gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Pflicht für diese tolle Tagestour.
Gardaseeblick im Aufstieg
Monte Palaer und Cima di Mughera
Ausgangspunkt: 
Limone Sul Garda
Parkplatz am Hafen
(ca. 70 m, 1,50 €/Std., Stand 2018)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Via Porto - Via Garbera - Chiesa di San Rocco - Via Nova - Sentiero del Sole - Bocca dei Larici - Creste de Reamol - Monte Palaer - Passo Rocchetta - Prati di Guil - Passo Guil - Cima di Mughera - Creste de la Mughera - Sentiero del Bepi - Persoco Natura - Parkplatz

ca. 8 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Durch die schmalen Gassen von Limone Sul Garda wandern wir zunächst zum alten Hafen und weiter, vorbei an der Chiesa di San Rocco, in nordöstliche Richtung ortsauswärts. Wir halten uns an die Beschilderung „Sentiero del Sole“. Am Ende der Via Reamol queren wir die Staatsstraße und machen uns linkerhand an den Aufstieg. Zunächst auf einem breiten Schotterweg, dann rechts über einen Pfad kaum ca. 50 Hm später zurück auf dem Schotterweg folgen wir der Markierung Nr. 122 Richtung Punta Larici. Der breite Weg geht bald in einen schmalen Pfad über, der uns steil bergauf führt und dabei immer weitere Blicke über den Gardasee zulässt. Heute ist es recht klar und so haben wir eine Sicht fast bis zum Südufer des Sees. Bis zum Bocca Larici auf 907 m gilt es in Summe rund 950 Hm in unzähligen, steilen Serpentinen zu bewältigen. Auf etwa 650 m erreichen wir einen tollen Aussichtspunkt, nach diesem folgt ein kurzer Abstieg, bevor es in gewohnter Steilheit weiter aufwärts in Richtung Bocca Larici geht. Kurz vor dem schwach ausgeprägtem Pass muss man an einem Zaun entlang eine Wiese umrunden, dann die letzten etwa 50 Hm wieder steil weiter, dann hat man Ihn erreicht. Nach rechts gelangt man in wenigen Minuten zum Punta Larici (ein Nebengipfel des Monte Palaer) mit phantastischem Ausblick auf den Gardasee.
Wir halten uns jedoch links und folgen der Beschilderung in Richtung Sentiero del Creste Di Reamol / Passo Rocchetta. Zunächst fast eben, dann wieder steiler wandern wir durch einen lichten Wald. Vorbei ein einer zerfallenden Hütte und alten Unterständen steigen wir so dem Monte Palaer entgegen. Kurz vor dem Gipfel wird es wieder richtig steil. Der Gipfel ist recht gut Besucht und so ziehen wir noch etwa eine halbe Stunde weiter hinüber zum Passo Rocchetta (1159m) mit seiner kleinen Hütte. Hierher kommen auch viele MTB´ler heraufgefahren (über Pregasina eine beliebte Strecke). Hinter der Wegekreuzung wandern wir auf dem oberen Weg nach Nordwesten und lassen uns dort im Bereich alter Unterkünfte zu einer verdienten, ausgiebigen Brotzeit nieder.
Für den Weiterweg wandern wir nun kurz, fast flach gegen Westen und erneut an einigen alten Unterständen aus dem 1. Weltkrieg vorbei. Über ein paar Serpentinen erklimmen wir die fast letzten Hm, bevor der Weg uns auf eine Wiese (Prati di Guil, 1240m) führt. Man kann nun die Wiese zu einem Schotterweg hinab queren (leicht rechts haltend) oder man wandert und kraxelt über einen kleinen Buckel, vorbei an einem Unterstand und auf einem alten und teilweise im Laub versunkenen Weg hinunter auf den gleichen Schotterweg. Nach etwa 15 Minuten in südliche Richtung wandernd, erreichen wir den Punto Ristoro, eine Art Kiosk, der jedoch ziemlich ramponiert ausschaut, dafür aber ein paar Bänke an einem schönen Aussichtspunkt zu bieten hat, die zu einer Rast einladen.
Weiter steigen wir der verwaschenen Beschilderung "Limone" folgend auf dem kurzen, gerölligem Pfad bis zum Panoramapunkt auf dem Felsvorsprung der Cima di Mughera auf 1161 m hinauf. Dort hat es beeindruckende Tiefblicke über den See und die umliegenden Gipfel. Ein paar Bilder und wir starten den langen und anspruchsvollen Abstieg über den Greste de la Mughera. Über schmale Steige, die zum Teil mit Drahtseilen und Stufen versichert sind, führt der Weg nun steil, teils sehr steil bergab. Der ein oder anderen kleine Gegenanstieg erleichtert dabei den Abstieg nicht wirklich. Ein fast abenteuerlich anmutendes Seil erleichtert uns den Abstieg durch eine sandige Rinne. Im Grunde halten wir uns an die Markierung und folgen dem Weg Nr. 136. Im Bereich des Dosso dei Roveri biegt der Pfad deutlich nach rechts in den Senter de le Brasele ein. Der Weg 136 geradeaus, wie wir ihn geplant hatten scheint gesperrt zu sein und so geht´s halt nach rechts über den Weg 137 unserem Ziel Limone weiter entgegen. Insgesamt ist dieser Steig zum Teil sehr ausgesetzt und verlangt uns nicht nur Trittsicherheit, sondern auch Schwindelfreiheit ab. Kurz nach Einstieg in den Weg 137 halten wir uns an der Verzweigung links und biegen in den Sentiero del Bepi ein. Anhaltend steil und ausgesetzt bringt uns dieser Pfad an den San Giovanni Bach. Diesen queren wir und gelangen auf eine breite Forststraße, die Stellenweise gepflastert und recht steil hinab ins Tal führt.
Auf etwa 220 m erreichen wir den Ortsrand von Limone bei einer Trattoria. Hier wandern wir nun auf befestigtem Weg dem San Giovannibach folgend dem Gardasee entgegen. Queren den Bach und wandern unter der Staatsstraße hindurch dem Gardaseestrand entgegen. Dann wird der Bach erneut, nun nach links gequert und nach wenigen Minuten erreichen wir den großen Parkplatz am Hafen von Limone .
Eine anstrengende und sehr aussichts- und abwechslungsreiche Tour endet. Nach unserem Geschmack haben wir genau das richtige Wetter erwischt. Wer die Tour im Sommer geht, wird sich deutlich mehr plagen müssen, ist die Tour doch fast komplett nach Süden ausgerichtet und dementsprechend wird es heiß.

Im Anstieg zum Monte Palaer
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- guter, meist naturbelassener Bergsteig 
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- Kondition für insgesamt ca. 1.340 Hm und ca. 14 Km 
- durch südseitige Lage im Sommer sehr warm

Ausrüstung: 
- Bergtourenausrüstung
- ausreichend Proviant und vor allem Getränke

Beste Jahreszeit:
Ende April bis Ende Oktober 

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