Rofangebirge - Rofanspitz
(2259m) 07.06.03 / 20.07.26
Die Bergtour auf die Rofanspitz ist eine ausdauernde, aber wunderbar abwechslungsreiche Route im Rofangebirge. Vom Wanderparkplatz an der Rofanseilbahn führt der Anstieg ohne technische Schwierigkeiten, dafür mit konstant fordernder Steigung über die Buchauer Alm hinauf ins weitläufige Almgelände des Rofan. Der Weg gewinnt stetig Höhe – zuerst im schattigen Wald, später über offene Hänge –, und mit jedem Abschnitt öffnet sich das Panorama weiter, während der lange Gesamtanstieg zunehmend spürbar wird.
Der kurze, steilere Schlussanstieg zur Rofanspitz krönt die Tour mit einer eindrucksvollen Rundumsicht: Achensee, Karwendel und Zillertaler Alpen liegen dir in einem weiten, klaren Panorama zu Füßen. Eine Tour für alle, die den Rofan aus eigener Kraft erleben möchten – durchgehend bergauf, klar strukturiert und mit einem Gipfelblick, der jede investierte Höhenminute belohnt.
Wer sich die Höhenmeter und ein gutes Stück Aufstiegszeit sparen möchte, nimmt einfach die Bahn – dann bleiben nur rund 450 Hm im Auf- und Abstieg übrig. Für alle anderen gilt: Der Rofan zeigt seinen Charakter erst so richtig, wenn man ihn aus eigener Kraft erklimmt.
Rofanspitze (rechts)

Ausgangspunkt
Maurach
Rofanseilbahn Talstation / Bergstaion
(980 m / 1840 m, € 8,00/Tg, Stand 2026)
oder
Kramsach
Talstation Sonnenwendjochbahn
(seit Jahren stillgelegt und abgebaut, 588 m)
Routenverlauf
1. Möglichkeit: ca. 5-8 Std.
Vom Parkplatz an der Talstation folgt man dem breiten Fahrweg unterhalb der Rofanbahn. Nach kurzer Zeit zweigt links ein Wirtschaftsweg ab, dem man bis zur Erfurter Hütte folgt. Das Mauritzer Niederleger bleibt dabei rechts liegen. Ab der Erfurter Hütte führt der markierte Steig (401) rechts hinauf Richtung Rofanspitze. Während des gesamten Anstiegs hat man die Sekarspitze, den Sagzahn und das Vordere Sonnenwendjoch im Blick. Die Beschilderung ist stellenweise überladen und nicht immer eindeutig – daher unbedingt gutes Kartenmaterial nutzen.
2. Möglichkeit: ca. 9,5 Std.
Vom Parkplatz an der Talstation über die Ludoi-Alm und weiter zur Zireiner Alm. Danach dem Weg zum Marchgatterl (1905 m) folgen. Ab hier über den Schafsteig (anspruchsvoll) hinauf zur Rofanspitze. Im Abstieg in die Gruba-Scharte und weiter zum Vorderen Sonnenwendjoch (2224 m). Anschließend über den Steig hinunter zur Bayreuther Hütte (1576 m) und von dort zurück zum Parkplatz. Sehr lange und fordernde Runde mit rund ~1950 Hm↑↓und ca. 25 Km.
Tourenbeschreibung
Beim Start gegen 08:20 Uhr an der Talstation und auf dem Bergpfad
bis zur Erfurter Hütte versprach es noch eine richtig nette
Bergtour zu werden. Zu unserer eigenen Überraschung kamen
wir bereits nach einer Stunde und vierzig auf der Hütte, weshalb
wir uns auch erst einmal mit einer Apfelschorle belohnten,
an. Hier zeigten sich dann allerdings schon die ersten Vorboten
dessen, was uns am Nachmittag erwarten sollte... Nach etwa
15 Minuten Pause zogen wir dann weiter in Richtung Rofanspitz
und folgten dem Weg Nr. 401. Man muss etwas aufpassen, wenn
man an den verschiedenen Gabelungen die Schilder vor sich
hat, den meist führt mind. ein Weg zur Rofanspitz. Wir haben
uns für den direkten Weg entschieden (weitere Müglichkeit
ist der Weg über die Bayreuther Hütte). Auf dem Weg kamen
uns bereits die ersten (nicht böse gemeint) Rentner mit leichtem
Sommerschuhwerk entgegen. Auch weiter oben, rauf bis zum Gipfel
trafen wir immer wieder leichtes, gemütliches, cooles Sommerschuhwerk.
Auch wenn dieser Weg nicht schwierig ist, so ist es doch ein
alpiner Pfad, was immer wieder unterschätzt wird. Gegen 12:20
Uhr erreichten wir den völlig belagerten Gipfel. Ein Blick
in Richtung Osten veranlasste uns jedoch, die Mittagspause
kurz zu gestalten. Es zogen die bereits angekündigten dunklen
Wolken auf (es waren schwere Gewitter angekündigt). So zogen
wir es vor, nach ca. 20 Min. eilig den Rückmarsch anzutreten.
zurück an der Erfurter Hütte beschlossen wir noch eine Kurze
Rast zu machen und uns noch mal mit einer kühlen Apfelschorle
für die "Strapazen" des Tages zu belohnen. Was man
hier aber an diesem schönen und noch immer trockenen Pfingstsonntag
zu sehen bekam......spätestens zu diesem Zeitpunkt kannten
wir die komplette Auswahl an völlig ungeeigneter "Ausrüstung
für einen Berg in Form von Spitzenblüschen, Riemchensandalen
etc..... nie wieder werden wir Feiertags einen Berg mit Gondel
besuchen. Der Wettergott zeigte sich dann doch noch gnädig
mit uns, so dass wir nach ca. 90 min trockenen Fußes unser
Auto erreichten.
Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschrere Bergtour
- nur zu Beginn einfacher Fahrweg
- einfache, teils steile Bergpfade (- 2. Möglichkeit z.T. Klettersteige)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- viel Gehgelände & viele Wege hinauf zum Gipfel
- Kondition für ~1.380 Hm↑↓und ca. 14,5 Km
Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung
- Klettersteigausrüstung
Beste Jahreszeit:
Mitte Juni bis Anfang Oktober
