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Seeberg / Seebergkopf

(1538 m) 10.11.2019
Oberhalb von Bayrischzell bietet sich eine schöne Rundtour über einen Teil des Bayrischzeller Höhenwegs hinauf auf den Seebergkopf, der oft nur Seeberg genannt wird. Auf dem Weg zum Gipfel wandern wir an der Neuhüttenalm und der Seebergalm vorbei. Der Anstieg zu diesem tollen Aussichtsberg ist recht abwechslungsreich und führt über meist gute Wald- und Wiesenpfade. Der Seeberg
Der Seeberg von der Leitzach aus gesehen
Ausgangspunkt: 
Bayrischzell
Wanderparkplatz "Seebergstraße"
(ca. 800 m, 3 €/Tg., Stand 2019)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Bayrischzeller Höhenweg - Sankt Josephs Deliciusquelle - Neuhütte - Seeberghütte - Seeberg - Seeberghütte - Klarer Alm - Leitzach - Sportplatz - Parkplatz

ca. 5 Std.
Tourenbeschreibung
Der Anstieg zum Seebergkopf beginnt direkt nach verlassen des Parkplatzes, dabei wandern wir der Ausschilderung "Seeberg" folgend aufwärts und am Minigolfplatz vorbei. Danach geht es über den nun schmaler werdenden Pfad in den lichten Wald hinein. Kaum zehn Minuten sind vergangen, da erreichen wir ein Bachbett. Unmittelbar davor dreht der Weg in einem scharfen Linksbogen weiter hinauf. Der Wegweiser "Höhenweg Neuhütte/Seeberg" macht das Orientieren einfach. Weiter steigen wir in vielen Serpentinen über den schattigen Waldpfad durch die Nordseite des Seebergs hinauf. Unterwegs kommen wir an einem Aussichtspunkt mit Sitzbank und schönem Blick hinüber zum Wendelstein vorbei. Zum Sitzen ist´s uns aber zu kalt. Danach führt der Pfad weiter in Serpentinen aufwärts. Wir passieren den oberen Rand einer Schlucht und nach einem weiteren kurzen Anstieg geht der Pfad flacher werdend weiter in südliche Richtung. Ab etwa 1150 m leitet uns der Weg parallel zum Ursprungtal durch den zunehmend lichter werdenden Wald weiter. Gegenüber liegen der Kleine und Große Traithen und schauen zu uns herüber und der Blick hinunter in das Urpsrungtal ist an vielen Stellen frei. Es folgen noch zwei Spitzkehren, dann passieren wir die unscheinbare Sankt Josephs Deliciusquelle. Auch das Messingschild lässt viele Wanderer einfach daran vorbei sausen. Bevor wir den Wald verlassen folgt noch ein kurzer Aufschwung, dann erreichen wir den grasigen Hang des Seebergs. Auf dem Pfad südwestlich weiter in Richtung Neuhütte. An dieser Alm gibt es in den Sommermonaten Getränke und kleine Brotzeiten zu kaufen.
Nach der Neuhütte biegen wir schräg rechts hinauf. Geradeaus folgt man dem Bayrischzeller Höhenweg, der heuer jedoch nur Teil unserer Wanderung ist. Wir queren in einen freien grasigen Wiesenhang und können erste Blicke auf die Rotwand und den Dürrmiesing erhaschen. Kurz führt der nun etwas anspruchsvollere Pfad durch ein Waldstück an die Seebergalm. Unmittelbar an der Seebergalm biegen wir rechts ab und steigen zwischen Alm und einer Steinmauer kurz steiler durch Schneereste aufwärts. Kurz darauf schwenkt der Weg und die Wegspuren im Schnee nach rechts. Diesen folgen wir nun weiter den Hang querend in gleichmäßiger Steigung hinüber bis nach etwa fünfzehn Minuten der Weg nach Norden eindreht und steiler werdend auf den Bergrücken des Seebergkopfs hinaufführt. Am Rücken folgen wir seinem Verlauf in kaum merklicher Steigung bis hinüber an das große Holzkreuz am höchsten Punkt. Vom Gipfel kann man nun den Blick vom Breitenstein und Wendelstein über Bayrischzell und das Sudelfeld bis zum Traithen schweifen lassen. Südlich schaut man hinüber auf das Hintere Sonnwendjoch und die bekannte Bergwelt am Spitzingsee mit Rotwand, Miesing, Ruchenköpfe und Aiplspitz. Bei so einer Aussicht, strahlendem Sonnenschein und einem heuer nicht stark besuchten Gipfel schmeckt die Brotzeit bestens.
Nach der Pause steigen wir zunächst hinunter und zurück an die Seebergalm. Oberhalb der Almhütte folgen wir geradeaus. Doch Achtung: Hier sind die Wegezeichen etwas dürftig und der Wegverlauf durch die vielen Tierpfade ganz und gar nicht eindeutig. Wer sich direkt nach der Hütte leicht links, gegen den Wald absteigend, zu einer Lücke in den Tannen orientiert, trifft auf den Pfad , der rasch wieder eindeutig zu erkennen ist. Nun wandern und steigen wir in zahlreichen, teils engen Kehren hinunter zum Fahrweg zwischen Neuhütte und Klarer-Alm. Unterwegs gilt es über den ein und anderen umgestürzten Baum zu kraxeln. Am Fahrweg angelangt halten wir uns rechts und marschieren nun auf diesem an der Klarer-Alm vorbei an die folgende Kreuzung. Hier hat man nun die Wahl. Entweder man wendet sich nach links und wandert an der Niederhofer-Alm vorbei, am Wackbach entlang hinunter ins Ursprungtal und dort weiter zurück nach Bayrischzell. Oder man folgt wie wir dem Fahrweg nach rechts ab hinab ins Tal. Dieser Wegabschnitt bis ins Tal ist wenig abwechslungsreich und Aussichtsmöglichkeiten gibt es auch keine. Doch wir hatten uns entschieden und so wandern wir nun einfach auf der Straße hinab durch das Steilenbachtal. Am Ende treffen wir auf die Alpach. Dort wandern wir talaus und erreichen bald das Ende des Waldes. An einer Verzweigung halten wir uns rechts und folgen dem Weg direkt am Bach entlang, dieser bekommt durch die Kälte und Sonne einen eigenen Charme. Alternativ kann man auch die Straße nehmen, dort ist die Aussicht ein klein wenig besser. Später queren wir die Alpach an einer Brücke und halten uns direkt vor der Leitzach rechts und marschieren auf dem Wirtschaftsweg in Richtung Bayrischzell. Unterwegs kommt man an schönen Rastplätzen vorbei. Ab der Verzweigung des Flusses wandern wir den Rest bis Bayrischzell an dem oder der Aubach entlang. Vor einem Gehöft wechseln wir auf die andere Bachseite und folgen dort dem schmalen Pfad nach Osten. Kaum 150 Meter danach wechseln wir die Seite erneut und folgen dort der Strasse bis zum Wanderparkplatz, unserem Ausgangspunkt.

Am Seeberg-Gipfel
Seebergkopf

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere Wanderung
- meist mäßig steile Pfade, ab der Klarer Alm meist Forstweg
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hilfreich
- Kondition für gesamt ca. 850 Hm und ca. 14,5 Km 

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende November
(Schneelage beachten)
 

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