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Spitzstein

(1596 m) 29.04.2018
Den Spitzsteingipfel erwandern wir heuer auf einer einfachen und beliebten Route von Sachrang über Mitterleiten, das Spitzsteinhaus und die Altkaser Alm. Erst im Juli 2017 ist der Klettersteig (ca. 100 m lang mit 60 m Stahlseil, Schwierigkeit B) durch die Nordwand des Spitzsteins neu eröffnet worden, doch den müssen wir uns wegen des noch vorhandenen Altschnees für eine weitere Besteigung aufheben. Doch auch ohne den Klettersteig ist und bleibt der Spitzstein wegen seiner Aussicht lohnenswert. Einsam ist dieser Gipfel jedoch selten. Am Spitzsteingipfel
Spitzsteingipfel
Ausgangspunkt: 
Sachrang
Wanderparkplatz "Schweibern"
(ca. 755 m)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Mitterleiten - Steinmoosalm - Spitzsteinhaus - Altkaser Alm - Marienkapelle / Spitzstein - Altkaser Alm - Spitzsteinhaus - ehem. Steinbruch - Mitterleitner Ried - Mitterleiten - Parkplatz

ca. 4 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Ein verlaufen ist bei dieser Tour bis hinauf zum Spitzsteingipfel fast unmöglich. Schilder, Markierungen und deutliche Begehungsspuren weisen uns vom Parkplatz weg den Weg. So folgen wir zunächst dem Hinweis nach Nordwesten und halten uns nach einem weiteren großen privaten Parkplatz an den Weg rechts hinauf zu einer Wiese. Durch diese in einem rechtsbogen hinauf auf eine kleine Anhöhe nach Mitterleiten. In dem kleinen Weiler führt der schmale Weg nach Links zwischen zwei Grundstücken hindurch und breiter werdend kurz hinab an einen kleinen Bachgraben, den wir auch sogleich queren. Ab da geht es nun stetig bergan, mal gut, mal ruppig aber nie schwierig. Ein "Kinderwagenweg" ist es freilich nicht mehr. Auf etwa 920 m geht der Weg in einen Waldpfad über und führt nun teils auch etwas steiler durch den Wald aufwärts. Auf ca. 1040 m bei verlassen des Waldes verzweigt sich der Pfad. Wir bleiben rechts und wandern weiter über die Wiese bergauf. Der Wiesenpfad führt dicht am Waldrand empor und so verwundert es nicht, dass man auf der Wiese bleibend oder weiter im Wald bis auf Höhe der Steinmoosalm aufsteigen kann. Kurz hinter der Steinmoosalm treffen sich die vielen Pfadspuren wieder und bringen uns auf den Fahrweg, der zur Versorgung des Spitzsteinhauses und der Altkaser Alm genutzt wird. Diesen kurz nach rechts hinauf um Ihn bei der nächsten Möglichkeit wieder, nun nach links, zu verlassen. Jetzt kurz weiter über die Weide hinauf und erneut auf den Fahrweg. Unmittelbar vor dem Spitzsteinhaus den Pfad nach rechts hinauf in Richtung Altkaser Alm. Dort gönnen wir uns erstmal einen Kaffee und einen leckeren Erdbeerkuchen :-) bevor wir an der Almhütte vorbei das letzte Stück hinauf auf den Spitzsteingipfel angehen.
Wie gesagt führt der deutliche Pfad gut beschildert über die Weide oberhalb der Altkaser Alm. Wir wandern in nördliche Richtung mässig steil hinauf dem kleinen Wald entgegen. Bald ist der eigentliche Pfad nicht mehr so eindeutig zu erkennen, da die Masse an Bergwanderern doch viele Abkürzungen in die z. T. weiten Kehren getreten haben. Kurz vor dem Gipfel folgen dann ein paar Stellen, die wieder etwas Trittsicherheit verlangen und dann ist´s nicht mehr weit.
Recht plötzlich taucht das Gipfelkreuz in den Latschen auf und kurz darauf stehen wir auch schon am Gipfel des Spitzsteins mit seinem mächtigen Kreuz und der kleinen Marienkapelle. Die Aussicht ins Inntal ist einfach toll und wir können uns sehr gut vorstellen, wie es hier oben bei klarer Sicht und Sonnenschein ist. Vor allem der Blick hinüber ins Kaisergebirge soll und wird phantastisch sein. Recht einfacher Zustieg, zeitlich nicht allzu lang, mehrere Einkehrmöglichkeiten direkt am Ausftiegsweg, da wird schnell klar, warum der Spitzstein zu einem der beliebten Gipfelziele in den Chiemgauer Alpen zählt.
Nach einer heuer sehr kurzen Pause steigen wir auf der Aufstiegsroute hinunter zum Spitzsteinhaus. Alternativ kann man den Klettersteig (B) über die Nordflanke hininter zur Tristmahln Alm nehmen, doch wegen der noch vorhandenen Altschneefelder in diesem Bereich lassen wir das heute ausfallen - aber auch diese Runde werden wir noch mitnehmen.
Nach einem Einkehrschwung im gut besuchten Spitzsteinhaus wandern wir erneut kurz hinauf in Richtung der Altkaseralm, verlassen in der ersten Kehre den Weg und folgen dem Pfad hinüber in Richtung Tristmahln Alm. In der Kehre des heraufkommenden Fahrwegs halten wir uns rechts und steuern, nördlich abwärts wandernd, der nächsten Kehre entgegen. Hier verlassen wir den Fahweg und folgen einigen Wegspuren über die Wiese an einen Zaun. Steigen über eine Hangkante (noch mächtig mit Schnee gefüllt) auf die darunter liegende Wiese und weiter in eine Senke nach links in den Wald hinein. Hier wird dann der Weg wieder deutlich erkennbar. Nun weiter hinab auf dem Weg 213 bis wir auf etwa 1160 Hm nicht gescheit achten und den Weg, der nach links abbiegt, einfach verlassen und bis wir es merken bereits weitere 50 Hm abgestiegen sind. So gehen wir noch ein paar Meter weiter weglos durch den Wald und treffen auf einen alten Verbindungsweg, der von der Mesneralm herüber führt. Auf diesem Weglein gehen wir nach Rechts weiter, erreichen auf rund 1080 m das Mitterleitner Ried und queren diese nach Süden auf einen Fahrweg zusteuernd.
Der Fahrweg bringt uns an einer großen Jagdhütte und wenig später an einer ebenfalls größeren Behausung vorbei talwärts. Nun wandern wir einfach auf dem Sträßlein hinunter nach Mitterleiten und treffen dort wieder auf unseren Aufstiegweg, der uns zurück zum Ausgangspunkt dieser einfachen, schönen und aussichtsreichen Bergwanderung bringt.

Blick vom Spitzstein ins Inntal
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- guter meist naturbelassener Pfad/Steig 
- Trittsicherheit für den Gipfelanstieg
- Schwindelfreiheit hilfreich
- Kondition für insgesamt ca. 900 Hm und 10 Km 

Ausrüstung: 
- Wanderausrüstung

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober 

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