Gütenberg und Feilkopf
(1666 m, 1562 m) 27.11.22
Am Feilkopf mit Blick auf den Achensee

Ausgangspunkt
Pertisau
Parkplatz im Pletzachtal
(ca. 975 m, 8 €/Tg., Stand 2023)
Routenverlauf
Parkplatz - Pletzachtal - Gütenbergalm - Gütenberg - Feilkopf - Feilalm - Pletzachtal - Parkplatz
ca. 4 ¼ Std.
Tourenbeschreibung
Bei traumhaft schönem Winterwetter mit strahlenden blauen Himmel, machen wir uns auf dem Weg an den Achensee. Für heute steht eine Schneeschuhtour auf dem Feilkopf und Gütenberg ab Pertisau auf dem Plan, vielleicht wird es auch nur eine Winterwanderung, mal sehen was uns erwartet. Sicher ist bei diesem Wetter das wir eine landschaftlich schöne Rundtour mit fantastischen Ausblicke auf Rofan und ins Karwendel erleben werden.
Wir starten am Wanderparkplatz Feilalm im Pletzachtal und wandern zunächst ein Stück auf einem asphaltierten Fahrweg, bis zum Abzweig Feilalm/Gütenbergalm. Ab hier geht es durch lichten Wald stetig bergan und bei diesem tollen Wetter, sind wir nicht alleine unterwegs.
Der Waldweg zieht etwa eine gute halbe Stunde in einigen Serpentinen hinauf, bis diese an eine Forststraße trifft. Der Aufstiegsweg ist bisher gut beschildert und wir folgen einfach weiter dem nächsten Hinweisschild nach links Richtung Gütenbergalm. Kurz darauf verlassen wir die Forststraße und steigen nun in einen schmaler werdenden Steig ein, der aber nur kurz und zügig ansteigt. Nach einigen Minuten erreichen wir einen lichten Hang der bereits leicht mit Schnee bedeckt ist – ob wir die Schneeschuhe brauchen werden?.
Je weiter wir emporsteigen, desto beeindruckender und schöner werden die Ausblicke auf Achensee, Rofangebirge und das gegenüberliegende Ebner Joch. Wir treffen auf einen weiteren Wirtschaftsweg, der bereits gut mit Schnee bedeckt ist und wandern diesen in einem großen Bogen hinauf zur bereits sichtbaren Gütenbergalm. Die Alm ist traumhaft am Hang gelegen liegt schön in der Sonne, so dass man am liebsten, einfach hier sitzen bleiben möchte, doch wir haben für heute noch weitere Ziele.
An der hinteren Almhütte leitet uns ein Wegweiser zunächst in Richtung Gernalm/Pertisau und ein kleines, zusätzliches Holzschild gibt den Hinweis auf den Eselsteig an. Diesem folgen wir die nächsten ~250 m bis wir in einer Rechtskurve auf ein kleines Holzhäuschen treffen. Dieses lassen wir rechts liegen, wandern geradeaus weiter und verlassen kurz danach, in einer Linkskehre den Eselsteig nach rechts. Nun weglos den grasigen Rücken hinauf und auf diesen nach Nordosten entlang, bis man auf eine alleinstehende, gesetzte Tanne trifft. Die breite Gipfelkuppe ist erreicht und das Bankerl an der Tanne lädt mit einem herrlichen Rundumblick auf Falzthurnjoch, Plumsjoch, Montscheinspitze, Hohe Gans, Seebergspitze und das Rofan, zum Verweilen ein. Zu gerne möchte man bleiben, doch es wartet noch der zweite Gipfel auf uns. Zunächst steigen wir in unseren gesetzten Trittspuren wieder abwärts und zurück an die Gütenbergalm.
Nachdem der Wirtschaftsweg erneut erreicht ist, stapfen wir zurück an den Wegweißer der zum Feilkopf leitet. Auf dem nun relativ gut gespurten Weg, führt dieser nun mäßig ansteigend zum großen Gipfelkreuz des Feilkopfs hinauf. Auch hier stehen Sitzbankerl und die laden geradezu zum Verweilen ein, um dabei die grandiose Aussicht auf die umliegenden Gipfel und hinunter an den Achensee genießen zu können. So kann man sich sehr gut vorstellen, was hier im Sommer los sein wird.
Wir überlegen, ob wir über die Feilalm absteigen oder doch weglos über den Gipfel in Richtung Osten über den Fahrweg hinaus und dann den Wiesenrücken entlang. Der Gedanke ist schnell verworfen, da wir heute eine größere Gruppe mit Hund sind und so entscheiden wir uns für den weniger steilen Abstieg und über die Feilalm. Nach der Alm bleiben wir noch auf der Forststraße talwärts, bis wir auf einen Wegweißer Richtung Tunigenwiese treffen. Hier geht es rechts hinein und weiterhin auf guten Weg hinunter bis wir schon bald auf unseren Aufstiegsweg treffen.
Nun ist der Parkplatz schnell erreicht und eine landschaftlich sehr schöne und beeindruckende Winterwanderung mit tollen Ausblicken geht zu Ende. Spaß gemacht hat diese
Schneeschuhrunde, auch wenn wir die Schneeschuhe (mangels Schnee) erst gar nicht auf die Rucksäcke geschnallt hatten. So müssen wir die Schneeschurunde einfach nochmal bei mehr Schnee angehen.
Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere bis schwere Bergtour
- wenig Forststraße, meist Waldwege und Bergpfade
- Trittsicherheit hilfreich
- Kondition für ~ 1.150 Hm ↑↓ und ca. 12 Km
Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung
- ggf. Schneeschuhtourenausrüstung
Lawinengefahr:
Mittel
Unbedingt die Hinweise des Lawinenwarndienst beachten!
Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober - als Sommertour!
Früh bzw. spät im Jahr die Schneelage beachten!

