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Rabenkopf

(1555 m) 06.01.2020

Auch im Winter lässt sich der Rabenkopf recht gut begehen und bietet sowohl für Winterwanderer als auch Schneeschuhgeher verschiedene Auf- und Abstiegsmöglichkeiten. Hier stellen wir eine Variante von Kochel über Talfleck und Feuereck hinauf zum Gipfel des Rabenkopf. Diese Rundtour führt im Abstieg an der Staffelalm und der Kochler Alm vorbei. Neben einer abwechslungsreichen Wegführung am Gipfel und eine herrliche Aussicht hat die Tour viel zu bieten.
Der Rabenkopf
Der Rabenkopf vom Schwerzeck gesehen.
Ausgangspunkt:
Kochel
kleiner Wanderparkplatz "Am Sonnenstein" (ca. 660 m)

Routenverlauf:
Parkplatz -  Aussichtspunkt - Holzstube - Talfleck - Bergelskopf Hütte - Feuereck - Rabenkopf - Staffelalm - Kochler Alm - Talfleck - Holzstube - Aussichtspunkt - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung
Am Ortsende von Kochel starten wir unsere Tour hinauf auf den Rabenkopf. Jetzt in der Früh ist es noch knackig kalt und so fällt das Anlaufen etwas schwerer. Bereits zu Beginn weißt ein nicht zu übersehender Schilderbaum den Weg zum Rabenkopf und wir marschieren die ersten Meter auf einer breiten Fortsstraße in den Wald hinein und dem Lainbach entgegen. Kaum sind wir 100 Meter gegangen, queren wir den Lainbach, verlassen nach der Brücke den Fahrweg nach links und folgen dort dem breiten Waldpfad kurz hinauf und zurück auf eine Forststraße. Hier nun kurz linkshaltend hinauf und nach etwa 50 Metern nach rechts auf einen deutlichen Pfad steiler hinauf und weiter in den lichten Wald hinein. In weiten Bögen schlängelt sich dieser nun durch den Wald und führt uns erneut, zum Schluss über Treppenstufen, an eine Forststraße. Auf dieser verweilen wir nicht lange und verlassen sie bereits nach der folgenden Linkskehre mit dem Holzlagerplatz erneut nach rechts. Hier muss man ein wenig auf den Abzweig achten, da er durch das letzte Herbstlaub relativ schlecht zu sehen ist. Kaum hat man jedoch die Böschung überschritten wird der Weg wieder sehr deutlich und zieht nun steiler werdend durch den Wald hinauf. Auf etwa 890 m kann man nach links unter uns die Forststraße sehen und dann ist es auch nicht mehr weit bist zum Aussichtspunkt. Vom Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über Kochel und den Kochelsee, doch ist es uns für eine Brotzeit zum Einen noch zu früh, zum Anderen ist es ohne Sonne zu kalt und ungemütlich. So stapfen wir über den kleinen Pfad oberhalb der Straße weiter bergan. Bei erreichen der Höhe von knapp 1000 m treffen wir wieder auf die Forststraße. Auf diese nun weiter hinauf. In in der nächsten Kurve bleiben wir auf dieser (nach Links führt ein Weg hinunter an den Lainbach und weiter zur Maier-Alm, nach rechst geht´s hinauf zur Sonnenspitze) und wandern weiter in Richtung Kochler Alm, Rabenkopf und Hirschhörndlkopf. Ab der Kurve haben wir nun auch endlich ein wenig Sonne und die zeigt uns sogleich wie warm es an einen 6. Jan. sein kann. Doch es dauert nicht allzu lange, dann dreht die Straße in einen Linksbogen ein und der vor uns liegende Hügel schirmt uns erneut von der Wärmequelle ab. An der folgenden Verzweigung lassen wir uns von den vielen Trittspuren kurz hinunter an eine Hütte (Holzstube) leiten. Da wir den Weg jedoch nicht kennen, unsere Karte hier nur eine Sackgasse aufzeigt, steigen wir wieder zurück auf den tief zugeschneiten Forstweg und folgen diesen nach Süden. Später dreht der Weg gen Osten und wir erreichen die freie Fläche am Talfleck. Bei einer großen Tanne (Beschilderung ist ebenfalls vorhanden) halten wir uns links und folgen dem unter dem Schnee sichtbaren Weg über die freie Fläche. Dabei glitzern und funkeln die Schneekristalle wie Millionen Diamanten im Sonnenlicht. Der Weg zieht von der Fläche nach Norden in den Wald hinein und verzweigt sich auf etwas 1210 m. Hier halten wir uns links und stapfen kurz hinauf und um die Bergelskopf Hütte herum. Hier genehmigen wir uns einen kurze Pause, bevor wir dem Weg weiter nach Nordosten folgen.
Im weiteren Verlauf wird nun die Wegfindung anspruchsvoller, da zum Einen der Karrenweg immer schmaler wird und zum Anderen die Mächtigkeit der Schneeauflage jegliche Wegkonturen im lichter werdenden Gelände verschwinden lässt. Mit erreichen einer freien Fläche muss man schauen, die freie Schneise hinauf zum Feuereck zu finden. Diese geht es in großen Serpentinen recht steil hinauf. Hat man den kleinen Sattel erreicht, öffnet sich der Blick nach Nordwesten und man hat Kochel, den Kochelsee und einen Teil des Alpenvorlands im Blick. Etwas wunderlich ist der Ausblick in diesem Jahr schon, sind doch noch zahlreiche Flächen im Tal grün wie sonst Mitte/Ende Herbst.
Aus dem Sattel drehen wir nach rechts ein und folgen nun dem Gratrücken, mal schmaler, mal breiter hinauf auf den Gipfel des Rabenkopf. Ein Weg oder eine Spur fehlen gänzlich und wenn es hier Markierungen gibt, sind diese unter dem Schnee verborgen. Also suchen wir uns den Weg durch das Gelände, schauen dabei immer nach dem schwächsten Punkt und steigen so nach und nach empor. Abwechslungsreich, steil und spannend (teils sehr nahe an der Abbruchkante) führt der Weg über den Gipfelgrat. Auf den letzten Metern wird es nun doch etwas anspruchsvoller und man muss ein, zweimal mit den Händen zupacken, danach steht man direkt am Gipfelkreuz des Rabenkopf auf 1555 m. Obwohl der Rabenkopf kein hoher Berg ist, so ist die Aussicht von diesem Voralpengipfel ins Voralpenland sowie in die Alpen gigantisch. Vor allem bei solchen Traumbedingungen wie sie heuer herrschen. Der Gipfel ist nicht allzu groß und so ist er heute mit 5 weiteren Bergsteigern schon fast voll, doch das tut der schönen Stimmung keinen Abbruch.
Nach einer ausgiebigen Brotzeit bei bestem Winterbergwetter, verlassen wir den Rabenkopf über den nach Südosten führenden Steig. Zunächst steil und ruppig führt er uns später über eine weite ebenfalls steile und tief verschneite Almwiese hinab an die Staffel Alm. Hier halten wir uns knapp rechts der Häuser und folgen dort dem Steig hinunter an den Rappinbach in Richtung Kochler Alm. Der Steig führt nach rechts hinunter in das Tal und über zahlreiche Trittstufen verlieren wir rasch an Höhe. Es geht schon garch hinab, dabei queren wir den Rappinbach und einige weitere Bachläufe. Nach Querung des letzten Bachs zieht der Weg nochmal ein wenig hinauf, dann landen wir letztendlich auf dem Wiesengelände der Kochler Alm. Vom Gatter aus queren wir die Wiese, stapfen durch den Schnee und ziehen auf den im Schnee erkennbaren breiten Weg weiter. Nach etwa 800 Metern treffen wir auf den Abzweig, an dem wir heute Früh zur Bergelskopf Hütte eingebogen sind und folgen nun einfach unserem Aufstiegsweg zurück nach Kochel.
Nach 6:45 Stunden erreichen wir den Startpunkt der heutigen Tour und beenden eine tolle und aussichtsreiche Wintertour. Die Tour lässt sich auch prima, so dann ausreichend Schnee vorhanden ist, mit Schneeschuhen gehen.

Ausblick am Rabenkopf
360° Panorama am Rabenkopf

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- für den Gipfelbereich ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sehr hilfreich
- etwas Orientierungssinn hilft
- Kondition für ~1.000 Hm und ca. 14 Km

Ausrüstung:
- Schneeschuhtourenausrüstung