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Schönberg

(1621 m) 18.11.05 / 18.11.07 / 27.02.22
Schneeschuhtour

Auf einer Schneeschuhtour hinauf zum Schönberg, ist man an schönen Winterwochenenden wohl nie allein unterwegs. Zählt die Tour vor allem bei Neuschnee zu einer der schönsten Schnee- und Skitouren in den Bayerischen Voralpen. Herrlich zieht dann der Weg durch tief verschneite, märchenhafte Waldschneisen.
Steht man bei schönem, klaren Winterwetter erst auf dem breiten Gipfelrücken, wird schnell klar warum der Schönberg so beliebt ist – die Aussicht ist einfach super schön und belohnt für die Mühe das Anstiegs. Zudem ist die Tour relativ Lawinensicher (dennoch gilt es die Gefahren zu berücksichtigen) und der kleine Gipfelhang bei der Abfahrt auch den nötigen Spaß und Sicherheit. Die Skitouristen haben hierbei einen kleine Vorteil.
Eine tolle Runde auf einen sehr beliebten einfachen Aussichtsberg in den Tegernseer Bergen.

Blick über das Gipfelplateau am Schönberg
Schönberggipfelplateau

Ausgangspunkt:
Lenggries - OT Fleck
Wanderparkplatz am Waldrand (ca. 735 m),
alternativ am Wanderparkplatz im Ort
an der Hauptstraße B13 / Papyrerstraße (ca. 700 m)

Routenverlauf
Parkplatz - Schmickerstein - Mariaeck - Schönberg - Schönberg Gipfelkreuz - Schönberg - Mariaeck - Wanderparkplatz am Wald - Parkplatz in Fleck

ca. 4½ - 5 Std.
Tourenbeschreibung
Los geht die Schneeschuhtour am Wanderparkplatz im kleinen Ort Fleck im Lenggrieser Tal. Zunächst kreuzen wir die B13 und wandern über die Straße Fleck und Hohenreuth aus dem Dörfchen heraus. Kurz geht es auf einem Feldweg zu einem Schuppen, hinter dem wir in einen kleinen Weg nach Rechts (südöstlich) abbiegen. Auf dem Weg zum Schuppen hat man, wenn man sich umdreht einen schönen Blick auf das Brauneck und dabei können wir auch noch einem startenden Heißluftballon zusehen. Am Schuppen angekommen geht es dann auf dem kleinen Weg weiter und wir wandern nun sanft ansteigend einem Wäldchen entgegen, queren einen kleinen Bachlauf und erreichen kurze Zeit später eine kleine Hütte unmittelbar vor dem Wald. Dort halten wir uns links und wandern um das Wäldchen herum hinauf an den Forstweg, der uns nach Süden in Richtung Röhrmoos Alm leitet. Es folgen zwei Abzweige nach links, die wir jedoch ignorieren. Erst nach einer Bachquerung bei dem Bildstock geht es für uns dann scharf nach links ab und wir folgen den Wegspuren entlang des Bachs gegen den Wald. Im Wald leitet der Weg weiter hinauf, ist jedoch sehr unangenehm zu gehen, da der Boden fast gänzlich mit einer harten Eisschicht überzogen ist. So stapfen wir etwas neben dem Weg aufwärts. Auf ca. 960 m dreht die Wegspur nun nach links (Norden), leitet über ein Bächlein und bringt uns an den Forstweg 631. Leider sind wir hier jedoch den deutlicheren Spuren im Schnee weiter nach rechts und damit nach Süden eindrehend auf den gleichen Weg gelangt. Diesen dann auch weiter nach Süden bis auf einen Höhe von etwa 1090 m gefolgt. Dort haben wir uns dann entschieden umzukehren, da ab hier keine einzige Spur mehr weiter führte (passiert, wenn man eben keine Karte dabei hat...). Also auf dem selben Weg zurück. Kurz nach der Stelle, an der wir auf den Weg 631 heraufgekommen sind erreichen wir auf 970 m ein Wegedreieck. Hier steht dann auch ein Hinweisschild (Mariaeck, Schönberg, Seekarkreuz) und wir haben damit unseren geplanten Weg wieder gefunden. Ab hier leitet uns der Weg 624 (und unzählige Spuren) nach Norden und später in östliche Richtung eindrehend hinauf. Dabei führt der Weg immer wieder abkürzend durch den Wald oder auch über einen Forstweg empor. Ab etwa 1250 m lichtet sich der Wald zu unserer linken und kurze Zeit später treten wir auf die freie Fläche die , wenn verschneit, märchenhaft anmutet. Nun stapfen wir einfach weiter nach Osten dem Mariaeck entgegen. Vom Mariaeck leiten uns dann die Spuren direkt nach Süden und hinauf zum Schönberg. Bevor wir diesen erspähen können, gilt es noch einen Felsaufbau zu umrunden danach geht es nun steiler hinauf auf den breiten Gipfelrücken des Schönbergs. Am Höchsten Punkt auf 1620 m angelangt, es sind bereits einigen Winterwanderer, Schneeschugänger und Skitouristen hier angekommen, wandern wir noch ein Stück weiter nach Westen hinunter zum Gipfelkreuz mit dem Bankerl. Hier ist es deutlich entspannter. Die Aussicht ist grandios und der Einfachheit der Tour geschuldet, der Grund für die oft sehr zahlreichen Besucher. Hier oben ist man jedoch dem Wind sehr ausgesetzt, dieser treibt uns heute wieder einmal die Wärme aus den Klamotten und so beschließen wir nach einem Schluck heißen Tee die Brotzeit unten an der freien Fläche zu verputzen.
So geht es vom Gipfelkreuz zunächst wieder zurück, über den höchsten Punkt wieder hinunter zum Mariaeck auf die freie Fläche. An einer schönen, sonnigen Stelle schlagen wir unser Brotzeitplatz auf und verweilen -windgeschützt- eine gute Stunde in dieser herrlichen Winterlandschaft.
Nach der ausgiebigen Rast stapfen wir über die verschneite Fläche entlang des Aufstiegswegs zurück, halten uns an der Wegegabelung auf 970 m scharf rechts und wandern diesem folgend talwärts. Unterwegs queren wir den Almbach, klettern über eine Tanne die quer über dem Weg liegt und erreichen später, auf ca 800 m eine Kreuzung. Hier leitet uns ein Schild nach links zurück nach Fleck. Vorbei am meist überfüllten Wanderparkplatz geht es nun zurück nach Fleck, wo wir auf bekanntem Weg vom Vormittag das kleine Dorf und den Wanderparkplatz erreichen.
Für eine erste Eingehtour, eine "Ausprobiertour oder einfach, weil man sich draußen bewegen möchte, ist eine Tour auf den Schönberg eine gute Wahl. Sind bereits Spuren gelegt, ist die Orientierung problemlos. Etwas heikel wird die Orientierung, wenn man selber den Weg zum Gipfel finden muss! Da sind dann Karte, Kompass und ggf. ein Höhenmesser sehr hilfreich!

Ausblick vom Schönberg nach Süden
Beschreibung

Kartenausschnitt
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- einfache-mittelschwere Schneeschuhwanderung
- wenn keine Spuren vorhanden sind, ist ein wenig Orientierungssinn recht hilfreich
- Kondition für ca. 860 Hm und etwa 12 Km
- (mit unserem "Versteiger" sind es etwa 1060 Hm und ~14 Km)

Ausrüstung:
- Schneeschutourenausrüstung
- ggf. Grödel

Beste Jahreszeit:
Dezember - März - je nach Schneelage