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Seewandköpfl, Wildalpjoch und Käserwand

(1664 m, 1720 m, 1690 m) 11.10.2019
Eine Überschreitung von Wildalpjoch und Käserwand gehört wohl mit zu den schönsten Wanderungen, die man am Sudelfeld unternehmen kann. Der Blick auf den nahen Wendelstein ist top doch ist man auf dieser Tour im Gegensatz zum berühmten Nachbarn doch eher mit weniger Menschen unterwegs. Der Übergang zur Käserwand entlang des Kammes bietet eine großartige Aussicht auf den Chiemsee im Nordosten und auch ein tolles Berg-Panorama dreht man sich nach Süden. Wildalpjoch
Gipfel Wildalpjoch
Ausgangspunkt: 
Sudelfeld
Parkplatz Unteres Sudelfeld an der B 307
(ca. 1090 m)
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Routenverlauf:
Parkplatz - Lacheralm - Hirtenhütte - Seewandköpfl - Wildalpjoch - Kaserwand - Hirtenhütte - Lacheralm - Parkplatz

ca. 3 ½ Std.
Tourenbeschreibung
Vom kleinen Parkplatz an der Straße geht man nach Osten über die Brücke (Auerbach) und gleich dahinter nach links durch ein Gatter. Unmittelbar hinter dem Gatter verlassen wir den Weg (nur Hüttenzufahrt), steigt über einen Pfad auf der rechten Hangseite hinauf und erreichen so eine asphaltierte, für öffentlichen Verkehr gesperrte, Bergstraße. Auf dieser wandern wir bequem an der Schweinsteigeralm vorbei weiter bis hinauf zur Lacheralm. Genau gegenüber von zwei Almhütten, nahe der Talstation einer Materialbahn auf ca. 1260 m zieht ein kleiner Pfad (unbeschildert, aber gut sichtbar) nach rechts steil durch Wiesengelände und lichten Bergwald hinauf. Diesem folgen wir bis wir erneut an die Bergstraße bei zwei privaten Hütten kommen. Hier nun links an diesen vorbei und auf dem nächsten Pfad weiter hinauf. Auf 1400 m nehmen wir dann wieder die asphaltierte Straße hinauf zur privaten Lacheralm bis uns nach selbiger ein Schilderbaum auf einen Bergpfad zum Wildalpjoch hinweist. Wir folgen der Beschilderung nach rechts Richtung Wildalpjoch und steigen nun fortwährend auf einem schönen Steig Richtung Kamm. Vorbei an der Hirtenhütte zieht der Weg in weitem Linksbogen unter Wandabbrüchen hindurch zu einer Schneise im lichten Wald (an der Verzweigung rechts halten und dem Pfeil folgen). Kurz über eine Wiese und am Ende durch Latschen direkt hinauf zu einer Einsattelung. Hier halten wir uns links und wandern nach Westen in Richtung des Seewandköpfls. Das war eigentlich ein versehen, doch wenn wir schon mal da sind schauen wir auch dort vorbei. Etwa 150 Meter wandern wir flach über den Wanderweg, bis zu einer auffallend blanken Felsrinne (inmitten der Latschen), die direkt zum kleinen Gipfelkreuz hinaufzieht. Hier kann man möglichst linkshaltend in der sandigen und schottrigen Rinne hinauf zum höchsten Punkt kraxeln oder den im im Aufstieg schwer zu erkennende Pfad (Anzweig auf etwa der Hälfte der Rinne nach links in die Latschen und den Pfadspuren hinauf folgend nach oben. Im Abstieg ist diese Variante gut zu erkennen. Etwas Klettergeschick ist hier von nöten! Wir sind jedoch nicht hinauf, sondern noch ein paar Meter weiter gewandert und haben so ein schönes Bild der drei Gipfel machen können. Nachdem das Bild im Kasten ist, wandern wir am Kamm entlang zunächst zurück in die kleine Einsattlung und weiter auf dem Grat nach Osten über einen felsigen Steig zum Gipfel. Unterwegs hat man übrigens immer wieder einen schönen Blick auf den Wendelstein und das Alpenvorland. Im kurzen Auf und Ab geht es dem Gipfel des Wildalpjochs entgegen. Am Gipfel genehmigen wir uns bei einem unangenehm wehenden kalten Wind nur eine kurze Pause, bevor wir den weiteren Weg hinüber zur Käserwand angehen.
Vom Wildalpjoch weisen uns Schilder eindeutig den Weg und so ist nach wenigen Minuten der felsige Gipfelaufbau der Käserwand (beliebt bei Sportkletterern) auch schon erreicht. Die Besteigung fordert etwas leichte Kletterei, bevor man Aussicht vom kleinen Gipfel gefordert hat. Kurz vor dem Gipfel darf man noch einen kleinen, nicht versicherten Felsspalt überschreiten. Der Wind lässt uns aber rasch weiter ziehen und wir kraxeln zügig zurück auf den Wanderpfad. Wir folgen dabei dem schmalen, ausgetretenen Pfad durch die Wiesenflanke in Richtung „Unteres Sudelfeld“. Nach knapp 100 Hm hocken wir uns etwas neben dem Pfad in die Wiese und machen es uns für die Brotzeit gemütlich. Auch wenn wir von hier nur die Aussicht nach Süden haben, ist es hier ohne den kalten Wind recht angenehm zu sitzen.
Im weiteren Verlauf überquern wir die Wiese gegen den dichten Bergwald in südwestliche Richtung halten uns am Abzweig rechts und wandern nun westlich in den Wald hinein. Im weiteren Verlauf kommen wir wieder an der Hirtenhütte vorbei, die wir bereits im Aufstieg passiert hatten. Nun wandern wir auf bekanntem Weg auf der asphaltierten Bergstraße an der Lacheralm vorbei und ab hier dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz. Dabei nutzen wir erneut die Pfade neben der Straße, nehmen jedoch nach den beiden Gebäuden nahe der Materialseilbahnden nach rechts abzweigenden, ausgetretenen Pfad und verlassen unseren Aufstiegsweg. Der Pfad hält zunächst nach Osten, dreht kurz später nach Süden und führt uns über einen kleinen Bach weiter hinunter. Bei einer großen Tanne (man sieht den gr. Parkplatz bereits) halten wir uns links und folgen dem Pfad zurück zu unserem Startpunkt (kleiner P. an der Straße).
Dort beenden wir, etwas verwundert da es gerade mal 4 Stunden her ist, das wir von hier gestartet sind, eine tolle und doch recht abwechslungsreiche Wanderung, die mit der Kraxelei am Seewandköpfl und der Käserwand zu einer echten Bergtour wird.

Aussicht vom Wildalpjoch
Aussicht vom Wildalpjoch

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- gut gesicherter, meist naturbelassener Steig 
-Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich
- Kondition für ~ 750 Hm und ca. 8 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung
- ausreichend Proviant und vor Allem Getränke

Beste Jahreszeit:
Mitte Mai bis Ende Oktober 

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