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Hochries, Karkopf

(1569 m, 1496 m) 25.10.2021

Von der Talstation an der Grainbacher Hochriesbahn hat man die Wahl zwischen verschiedenen Aufstiegen. Es hat Routen über die Käseralm und Ebersberger Alm (sind wir gegangen), Anstiege über Moserboden, Wimmer- und Seitenalm oder über Weyerer Alm, Spatenau und das Alfred Drexel Haus. Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten von hier über die vielen Wege den Hochries zu erreichen, wir haben nur mal die häufigsten Routen erwähnt.
Zunächst wandern wir auf einfacher, asphaltierter Bergstraße an die Mittelstation und weiter über die Käser Alm, Ebersberger Alm und Riesenalm hinauf zum Hochries. Auf dem letzten Wegstück über den Wigg Reiter-Steig, kann man tolle Ausblicke über den Riesenberg ins Chiemgau, den Chiemsee und den Gipfeln der Chiemgauer Alpen (z.B. Kampenwand, Geigelstein) erhaschen.
Nach dem Gipfel wandern wir über den Gratrücken hinüber zum Karkopf und von diesem, anregend und sehr kraxelig hinunter auf die Pölcher Schneid (Sattel vor dem Feichteck). Nun über meist gute alte Bergwege und -Pfade zurück nach Grainbach.

Aussicht hinüber auf den Hochries
Blick auf den Hochries

Ausgangspunkt
Grainbach
Parkplatz "Hochriesbahn"
(ca. 715 m, 5 €/Tg., Stand 2022)

Routenverlauf
Parkplatz - Annamirl Alm - Hochries Mittelstation - Käseralm - Riesenalm - Wigg Reiter-Steig - Hochries - Karkopf - Pölcher Schneid - Sachrinnstein-Jagdhütte - Doaglalm - Kolping Hütte - Weyerer Alm - Annamirl Alm - Parkplatz

ca. 8 ¼ Std.
Tourenbeschreibung
Den Parkplatz an der Talstation der Hochriesbahn verlassen wir am Nordende nach rechts und wandern zunächst auf der asphaltierten Straße in Richtung Käseralm und Hochries hinauf. Kurz leitet dieser in ein Waldstück hinein und nach etwa 250 m zurück auf freies Alm- und Wiesengelände. Der Parkplatz ist auch Start- und Zielpunkt für viele Mountainbiker –der Bikepark ist hier ins Gelände bis zur Mittelstation eingebaut– und so queren wir auch das ein und anderemal deren Abfahrtspisten. Diese auf keinen Fall für Auf- oder Abstiege nutzen.
Nun schlendern wir in einem langgezogenen Linksbogen durch die Weide- und Wiesenflächen weiter hinauf, bleiben an einem Abzweig auf dem befestigten Weg geradeaus, biegen mit der Straße in einer starken Rechtskurve nach Süden ein. Im weiteren Verlauf betreten wir erneut ein Waldstück, wandern nun nach Südwesten gerichtet unter dem Sessellift hindurch. Am kommenden Abzweig bleiben wir auf dem Weg bergan und drehen in der darauf folgenden Linkskehre in Richtung Mittelstation ein. Nun wandern wir unter der Mittelstation hindurch und im Rechtsbogen in ein weiteres kurzes Waldstück hinein, an der Weggabelung links haltend hinüber zur Käseralm. Hier wird bereits alles für die Tagesgäste hergerichtet. Für uns ist es für einen Einkehrschwung noch zu früh und so marschieren wir, noch kurz durch die Sonnenstrahlen erwärmt, in die schattige Almfläche unterhalb des Hochries. Die markanten Gipfelaufbauten am Hochries sind von hier bereits gut auszumachen. Der Weg leitet in südöstliche Richtung fast kerzengerade durch die Weideflächen gegen den Waldrand. Dort in diesen hinein und später auf einer Betonpiste aufsteilend empor. In einer Rechtskurve verlassen wir den Weg und wandern über einen holprigen Abzweig hinauf. Hier könnte man nun auch nach links weiter durch den Glenggraben zum Hochries aufsteigen, doch wir wollen über die Ebersberger Alm - also geht es für uns nach rechts hinauf. Weiter steigt der Pfad steil und ruppig an, so dass unsere Trittsicherheit ein wenig getestet wird. Der Weg wird deutlich besser und wir erreichen das Ende einer Forststraße. Diese queren wir nach Südwest, um die gleiche kurz später unter der Gondel hindurch erneut zu queren und danach die Almfläche an der Ebersberger Alm zu betreten. Über diese nun in einem weiten Linksbogen nach Osten eindrehend empor, erneut unter den Stahlseilen der Hochriesbahn hindurch und hinauf an die Almflächen der Riesenalm. Der Pfad ist zu Beginn nur wenig steil, leitet uns später über einige steinige Stufen hinauf an die noch grüne Wiese der Riesenalm und den Wanderweg der von Frasdorf (Lederstuben) hier herauf zieht. Für uns geht es nun nach Rechts (südwestl.) über den Wigg Reiter-Steig die letzten 200 Hm auf breitem und gutem Wanderweg, durch eine Latschengasse hinauf auf den breiten Gipfelrücken des Hochries.
Der breite Gipfelrücken ist sehr beliebt. Mountainbiker, Bergläufer, Wanderer, Bahnfahrer und Paraglider, alle versammeln sich hier und dementsprechend geht es am Gipfel mit der Bergstation der Hochriesbahn und dem Gasthaus trubelig zu. Wir suchen uns ein nettes Platzerl mit Blick hinüber auf Zinnberg und Spitzstein und genehmigen uns bei bester Aussicht eine gute Stunde Pause mit einer leckeren Brotzeit.
Unser Weiterweg führt über den recht breiten z. T. jedoch auch ausgetretenen Bergweg am Kamm nach Südwesten. Vor einem kleinen Aufschwung, treffen wir auf den Abzweig Karkopf/Feichteck - Spatenau/Grainbach. Nach rechts leitet der Weg hinunter und über die Seitenalm zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Für uns geht es jedoch kurz, unwegsamer hinauf und weiter am Kamm entlang. Nun steigen wir auf gut sichbarem , teils grobem Bergpfad hinunter in die Senke vor dem Karkopf. Hier wäre der nächste Abzweig nach rechts zurück nach Grainbach. Geradeaus über die Almfläche steigen wir nach Süden empor dem dicht bewaldetem Karkopf entgegen. Wer diesen, wegen der schwierigen Stelle bei der Überschreitung nicht gehen mag, erreicht hier, dann nach rechts weiter, leicht die Seitenalm.
Am relativ breiten Karkopf angelangt, wollten wir eine weiter Pause einlegen, doch der Karkopf ist wohl auch recht beliebt und ebenfalls sehr gut besucht. Wir begnügen uns mit einem kurzen Ausblick und treten zügig den Abstieg über den südlich leitenden scharfen Kamm an. Vorbei an einem weiteren Hinweis, das dieses Wegstück für ungeübte nicht geeignet ist und wir steigen in die kurze feuchte, kraxlige, steile Stelle ein. Klettern diese, manche kurz auf dem Hosenboden rutschend hinab und weiter auf besser werdendem Weg in die Plöchner Schneid. Der Weg der nach Rechts hinab leitet, führt nur zurück unter dem Karkopf hindurch zum letzten Abzweig nach Grainbach. Hier bleiben wir also noch etwa 200 m auf der Schneid geradeaus, bevor wir diese an einem Gatterl nach rechts verlassen. Nun auf dem alten, z. T. verfallenem Almweg recht garch nach Osten hinab an die Jagdhütte Sachrinnstein. Von dort weiter auf dem alten Hüttenweg hinunter in die Spatenau und der Doagl Alm. Die Alm ist bei diesem schönen Herbstwetter bestens besucht und quasi voll belegt. So wandern wir weiter talaus über die teilweise asphaltierte Doaglalmstraße an den Abzweig zur Weyerer Alm. Dort nach rechts, durch ein schmiedeeisernes Tor hinein, am Kolpinghaus und der Weyerer Almhütte vorbei an einen Abzweig auf ~870 m. Hier nun nach links hinab, bei den kommenden beiden Verzweigungen rechtshalten zurück auf eine große freie Wiesenfläche. Diese queren wir nun nach Nordosten und erreichen bald nachdem wir unter dem Sessellift hindurch sind wieder unseren Aufstiegsweg, welcher uns nun zurück zum Startpunkt am großen Parkplatz der Hochriesbahn bringt.
Dort endet wieder einmal eine herrliche Herbsttour. Unterwegs haben wir viel gesehen, uns in einem beliebten und viel besuchten Gebiet, auch über teils stille Abschnitte bewegt und können resümieren – es war ne tolle Runde!

Panorama am Karkopf
Beschreibung

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- einfache - mittelschwere Bergtour
- Forststraßen, Waldwege, Bergpfade und wegloses Gelände
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hilfreich
- Abstieg Karkopf ungesicherte Kletterstelle etwa bis I (UIAA-Skala)
- dieser Abstieg bei Nässe absolut nicht zu empfehlen
- Kondition für ~860 Hm und ca. 14 Km  

Ausrüstung:
- Bergtourenausrüstung
- ausreichend Proviant und vor Allem Getränke

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober