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Risserkogel

(1826 m) 23.09.2018
Auf den Risserkogel südlich des Tegernsees führen aus allen Tälern gut markierte Wege hinauf, auf den 1826 m hohen Gipfel. Heuer steigen wir aus dem Rottachtal über die Sieblialm, das Riedereck und den Ostgrat dem Gipfel entgegen.
Der Risserkogel zählt mit zu den höchsten Gipfeln der Tegernseer Berge und nur die Halserspitze ist noch 36 Meter höher und bietet, weil recht alleinstehend ein tolles Panorama vom Gipfel. An klaren Tagen kann man im Osten bis zum Kaisergebirge, nach Süden bis zu Großglockner und Großvenediger, im Westen bis zur Zugspitze und im Norden bis nach München schauen.

Risserkogel aus dem Riederecksattel
Risserkogel aus dem Riederecksattel

 

Ausgangspunkt:
Mautstrasse von Rottach-Egern Richtung Valepp
Parkplatz "Hufnagelstube"
(ca. 960 m, bis Sutten 2 €/Tg., Stand 2018)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Sieblialm - Riedereckalm - Riederecksattel - Schneeböden - Ostgrat - Risserkogel - Blankensteinsattel - Röthenstein Alm - Blankensteinhütte - Sibli-Wasserfall - Sibli-Winterstubn - Parkplatz

ca. 5 Std.
Tourenbeschreibung

Bedingt durch den Halbmarathon am Tegernsee starten wir heute erst kurz nach 12 am Wanderparkplatz im Rottachtal bei der Hufangelstube. Doch für diese Runde braucht man nicht unbedingt einen ganzen Tag und so wandern wir zunächst vom Parkplatz kurz über die Brücke und hinein in den Wald in Richtung Wallberg/Risserkogel. Zwei große Schilderbäume zeigen welche weiteren Gipfel/Hütten von hier aus als Tour möglich sind. Über eine breite Forststraße wandern wir mäßig steil bis auf etwa 1070 m hinauf zu einem Wegabzweig. Dort angekommen erkennt man ein paar Meter hinter der Verzweigung die Sibli-Winterstubn. Wir halten uns an der Verzweigung links und marschieren weiter in Richtung Risserkogel zur Sieblialm hinüber. Der Weg zieht nun in angenehmer Steigung durch die Weidefläche der Alm und vorbei an der gleichnamigen Hütte. Hier hat´s in den Sommermonaten eine Art "Selfservice" für frische Almmilch und Getränke.
Nach der Almhütte folgen wir dem nun schmaler werdenden Weg, der bald in einen Pfad übergeht nach Süden dem Wald entgegen. Schnell lassen wir die Alm hinter uns und steigen jetzt deutlich ansteigend über die Wiesen hinauf. Auf ca. 1250 m erreichen wir den Wald und steigen über einen ruppiger werdenden Weg die nächsten rund 200 Hm hinauf auf eine kleine Lichtung. An einer markanten Tanne mit Wegweiser wandern wir vorbei und folgen dem rechten Pfad - Hinweis Risserkogel, Blankensteinsattel. Geradeaus gelangt man an die Riedereckalm, doch dort wollen wir nicht vorbei.
Nach knapp 400 m erreichen wir die Verzweigung im Riderecksattel. Nach rechts kommt man am Riederecksee vorbei und recht steil in den Blankensteinsattel. Geradeaus, mit tollem Blick auf die Blankensteinsüdwand und weniger steil, führt unser Weg in die Schneeböden hinein ebenfalls in Richtung des Blankensteinsattels. Bald steigt der Pfad deutlich an und an ein paar wenigen Stellen müssen wir die Hände zur Unterstützung hernehmen um eine Geländestufe zu überqueren. Kurz nach dieser erreichen wir auf ~1590 m ein Abzweig nach links (auf das kniehohe Schild vor einer Latsche achten) und steigen nun nach Süden eindrehend in einigen kleinen Serpentinen auf den breiten Ostrücken des Risserkogels. Nach einem etwas flacheren Wegstücks, zieht es nochmal kurz an und wir erreichen den Rücken. Kurz brechen wir durch die Latschen auf die andere Seite und steigen ein paar Meter durch die Südostflanke über schrofiges Gelände hinunter, bevor es weiter über gestuftes und schrofiges Terrain wieder steil dem Gipfel entgegen geht. Ab dem letzten Abzweig sollte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt vorhanden sein, sonst verliert man bei dieser Tour schnell den Spaß.
Nachdem wir nun etwa 900 Hm im Aufstieg unter uns gebracht haben, legen wir bei herrlichem, doch windigem und kühlem Herbstwetter eine Pause mit einer ordentlichen Brotzeit ein. Tolle Aussicht auf Blauberge, Rofan, Sonnwendjoch, Plankenstein, Wallberg, Setzberg, Tegernsee inclusive. Bergtouren im Herbst haben einfach etwas....
Für den Abstieg geht es dann vom Gipfel nach Westen über den wohl am stärksten frequentierten und nicht ganz einfachen Steig hinab. An einer Verzweigung halten wir uns rechts und steigen steil und anspruchsvoll weiter in den Blankensteisattel. Kurz spickeln wir nochmal in den Anstieg zum Plankenstein, doch heuer reicht es und so steigen wir über den Sattel zurück und dann nach rechts (Nordwesten) mit Blick auf die Bergwachthütte abwärts. Im anfänglich noch steilen Abstieg hat man tolle Blicke auf die zerklüfteten Westwände des Blankensteins. Im weiteren Verlauf schauen wir vor uns auf den Wallberg mit dem mächtigen Wallberghaus. Auf etwa 1490 m dreht der Weg nach Norden und kurz darauf treffen wir auf einen Forstweg der uns wenig später an der Röthensteinalm vorbei führt. Auf der Forststraße erreichen wir bald den Wald und halten uns an einer T-Kreuzung links und wandern weiter in westliche Richtung. Vor dem Schiffbach gehen wir uns rechts und marschieren über einen Schotterweg grob an der Blankensteinhütte vorbei weiter hinab. An einer kleinen Lichtung halten wir uns nordöstlich, schlüpfen durch ein Gatter in den Wald und steigen weiter auf einen Waldpfad ab. Nach überqueren des Schiffbachs folgen wir nach rechts der Forststraße und hinunter zum sehenswerten Sibli-Wasserfall, bevor wir über die Sibli-Winterstubn auf die Aufstiegsroute treffen und dieser auf der asphaltierten Straße zurück zum Parkplatz folgen. Mit ruhigem Anstieg auf einen sehr beliebten Berg der Bayerischen Voralpen ist hier die Tour zu Ende.
Für die Mühen wird man am Gipfel mit phantastischen Ausblicken belohnt und da in der näheren Umgebung kein höherer Gipfel „stört“, bietet die Fernsicht bei gutem Wetter Blicke in die Hohen Tauern mit Großglockner und Venediger ebenso wie die Zugspitze. Eine Vielfalt, die nur wenige Gipfel der Bayerischen Voralpen zu bieten haben.

Am Gipfel des Risserkogel mit Blick auf den Riederecksee
Risserkogel

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit: 
 - mittelschwere Wanderung
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Ausrüstung:
- normale Wanderausrüstung
- ausreichend Verpflegung und Getränke
- Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober, je nach Schneeverhältnissen.

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