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Die Alpspitze

(2628 m) 09.08.03 / 18.08.13

Die Alpspitze ist mit 2628 m einer der höchsten Berge Deutschlands. Um einiges niedriger als die Zugspitze, aber eines der schönsten Bergmassive der nördlichen Kalkalpen.   Diese "Via Ferrata" - "Eisenweg" ist ein alles in allem sehr gut gesicherter Klettersteig. Dennoch nichts für Anfänger und "coole" Draufgänger. Eine Klettersteigausrüstung sollte nicht nur mitgeführt werden, ebenso ein Steinschlaghelm.      

Alpspitze
Der bekannteste Blick auf die Alpspitze, ....noch liegen 4 Stunden zwischen dem Punkt von dem das Foto gemacht wurde und dem Gipfel

 

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz der Kreuzeckbahn in Hammersbach

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Routenverlauf I:
ca. 7-8 Std. 
ab Talstation Alpspitzbahn / Kreuzeckbahn (750m) zur jew. Bergstation (bei Benutzung der Kreuzeckbahn eine Stunde länger) Osterfeldkopf (2030m)/Kreuzeck (1640m) - Höllentor - Alpspitze (2628m) - Griesbachscharte (2463m)- Mathaisenkar - Höllentalangerhütte (1387m)- Höllentalklamm - zurück zum Parklatz   

Routenverlauf II alternativer Abstieg:
ca. 7 Std.
Talstation Alpspitzbahn - Osterfeldkopf (2030m) - Höllentor - Alpspitze (2628m) - Oberkar - Schöngänge - Höllentor - Osterfelder - Gasthaus Hochalm - Kreuzeck - Törglhütte - Talstation Alpspitzbahn

Tourenbeschreibung I:
Der Start dieser Tour verzögert sich etwas, da die Kreuzeckbahn erst um 08:30 den Betrieb aufnimmt. So stehen wir eine gute halbe Stunde, zusammen mit einer ganzen Horde Gleitschirmfliegern, vor der Bahn und warten geduldig auf Einlass. Als es dann soweit ist, bringt uns die Bahn in ca. 7 Minuten auf´s Kreuzeck. Kaum verlässt man die Bergstation, steht man vor der mächtigen Nordwand der Alpspitze. Zunächst führt uns der Weg, bereits jetzt in praller Sonne, zur Bergstation der Alpspitzbahn auf den Osterfeldkopf. Nach einer knappen Stunde lassen wir diesen hinter uns liegen und gehen, vorbei an der Bergwachthütte, weiter. Hier treffen wir wieder ein mal auf "Turnschuh- und Sandalenwanderer". Man kann einfach nur den Kopf schütteln. Der breite Weg wird wieder etwas schmaler und wir erreichen den "Eingang" zur Ferrata. Ein blaues Schild weist eindeutig darauf hin. 

Nordwandsteig und Fia Ferrata - bald geht´s los.....

Also legen wir unser Gurtzeug an, trinken noch etwas und starten voller Vorfreude auf den vor uns liegenden Steig. Doch was ist das .....? Direkt nach dieser Stelle geht der Weg ganz normal -absolut unschwierig- weiter. Nach wenigen Minuten stehen wir jedoch direkt vor dem eigentlichen Einstieg. Links von der Ferrata ist der Einstieg in den Nordwandsteig. Vor dem Tunnel, der hinüber führt, sind bereits etliche Kletterer unterwegs, es herrscht in der Nordwand bereits ein reger Verkehr. (Der Nordwandsteig führt zunächst durch zwei kurze Tunnel, bevor es über Felsbänder weiter in Richtung Schöngänge und Oberkar geht. Hier trifft man wieder auf den Normalweg.) Auch die Ferrata ist an diesem Samstag gut besucht, und so steigen wir zügig die Sprossen der ersten Leiter empor. Bereits hier ist der Unterschied zu den Steigen, die wir bis jetzt kennen, deutlich, und die Zahl der künstlichen Tritte bleibt auf dem gesamten Aufstieg sehr hoch (deutlich auf einigen Bildern in der Galerie zu sehen).
Rasch führt uns der Steig weiter zur oft fotografierten "Leiter". Der Fels der Alpspitzferrata ist durch seine Beliebtheit und die hohe Frequenz an Klettersteiglern an vielen Stellen "aalglatt" und schimmert speckig. Aber durch die vielen Eisen ist der Aufstieg problemlos zu meistern. Wir gewinnen schnell an Höhe und erreichen bereits nach ca. 2 Stunden den Gipfel. Es ist wieder einmal richtig Sommer, und man kann sehr gut auf die umliegenden Berge und Gebirge sehen. Das leicht diesige Wetter erlaubt jedoch keine ausgeprägte Fernsicht. Bei frischen Temperaturen von ca. 18° ziehen wir uns die Jacke zur Brotzeit über.  Im Tal hat es, wie so oft in diesem Sommer, um die 38°. Gemeinsam mit vielen anderen Klettersteiglern, die sich auf dem großen platten Gipfel gut verteilen, genießen wir unser Vesper und verweilen für eine knappe 3/4 Stunde. 
Der Abstieg führt uns über die Grießkar-Scharte. Dieser Weg ist zu Begin noch durch wenige Versicherungen gut zu erkennen und zu gehen. Jedoch ändert sich dies rasch. Der Weg ist schlecht markiert und man läuft wieder und wieder ins Leere. Dies sind zwar immer nur kurze Stücke, aber es nervt. Nach einer guten Stunde haben wir dann endlich den Einstieg in das Mathaisenkar erreicht. Hier sind wieder deutlich mehr Versicherungen angebracht, und der Weg führt uns schnell in die Tiefe. Unschwierig, aber nicht ungefährlich, geht es in Serpentinen über z. T. glatte Felsbänder, ein riesiges Schuttfeld und einen Pfad durch Latschenkiefern zur Höllentalangerhütte.
Der weitere Rückweg zum Parkplatz führt uns durch die Höllentalklamm (ca. 2 Stunden). Alles in allem eine sehr schöne Tour, die im Aufstieg durchaus weniger und in der Grießkar-Scharte mehr Eisen vertragen könnte. 

Tourenbeschreibung II alternativer Abstieg:
-folgt in kürze-

Die Alpspitze von der Osterfeldbahn
Alpspitze

Charakter / Schwierigkeit: 
- sehr gut versicherter Steig (im Aufstieg fast zu viel Eisen) 
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich 
  - an einigen Stellen ausgesetzt
- gute Kondition   
- absolute Vorsicht bei Schlechtwetter oder zweifelhaften Verhältnissen

Ausrüstung: 
Klettersteig-Ausrüstung (Komplettgurt, Klettersteigset, Helm, Handschuhe) empfohlen
Beste Jahreszeit:
Juli bis Ende September, je nach Schneelage

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