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Blaubergschneid, Blaubergkopf, Karspitze und Halserspitze

(1766 m, 1786 m, 1800 m und 1861 m) Mai 02 / Sommer 03 / 01.11.2015

Wer die Wanderung auf die Halserspitze in den Blaubergen vor sich hat, kann auf einer Tour insgesamt 6 Gipfel mitnehmen. Durch die Wolfschlucht hindurch geht es bald steil hinauf und nach gut 2 Stunden verläuft die Wegführung ab dem Predigdtstuhl abwechselnd links, rechts oder direkt auf dem Grat über Wichtelplatte, Blaubergschneid, Blaubergkopf, Karspitze hinauf und hinüber zur Halserspitze.
Eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Bergtour mit sportlichen gut 1350 Hm.

Die Halserspitze
Halserspitze

 

Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz in Wild Bad Kreuth
(ca. 720 m, Kostenpflichtig 3,00 €/Tag, Stand 2015)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Sieben Hütten - Wolfsschlucht - Predigdstuhl - Wichtelplatte - Blaubergschneid - Blaubergkopf - Karspitze - Halserspitze - Stangenhäusel - Weißbachkopf - Hohlensteinalm - Parkplatz

ca. 7 ¾ Std.
Tourenbeschreibung

Vom noch leeren Wanderparkplatz in Wildbad Kreuth geht es zunächst in Richtung altes Bad. Hierfür wandern wir über die Brücke und die Wießach zunächst auf der asphaltierten Straße talein. Am letzten Haus, dem Gasthaus "Altes Bad" geht der Weg in eine Schotterpiste über und verengt sich kurz darauf zu einem breiten Pfad. Die Beschilderung ist gut und so kann man sich eigentlich auf dem Weg zu den Siebenhütten nicht verlaufen. Schon bald haben wir die bereits geschlossene Sieben Hütten Alm erreicht und stehen an einem altbayerischen Getränkeautomat. Rechts von diesem queren wir einen Bach und folgen der Beschilderung Halserspitze/Wolfsschlucht. Nun geht es etwas steiler auf einem guten Weg hinauf und schon bald an den Letzten Almhütten vorbei in die Wolfschlucht hinein. Ein paar mal kreuzt der Weg das Bachbett und am Ende der Großen Wolfsschlucht stehen wir vor einer Wand, die mächtig aufsteilt. Hier geht es zunächst kraxelig weiter hinauf. Nun windet sich der Pfad in vielen Kehren hinauf zum Predigtstuhl. Unterwegs hat es neben steilem Gehgelände auch die ein oder andere Kletterstelle die durch Drahtseile entschärft wurden. Wenn sich im weiteren Verlauf das Gelände wieder zurücklegt und es flacher wird, ist man auch nicht mehr weit von der Wegekreuzung entfernt. Geradeaus kommen wir zur Blaubergalm, wandern wir nach rechts geht es hinüber zum Schildenstein und nach links zweigt der Pfad direkt auf den Blaubergkamm ab.
Wir entscheiden uns für den direkten Weg auf den Kamm und stapfen so kurz durch Latschen und über Almwiesen hinauf auf den Predigtstuhl. Der Pfad ist immer schlechter ausgeprägt und nachdem es nochmal ein Hinweisschild Blaubergalm gibt scheint der Pfad direkt im dahinterliegenden Latschendickicht zu verschwinden. Bei Nässe sollte man besser den Weg über die Blaubergalm nehmen, denn der Weiterweg durch die Latschen ist nicht einfach zu finden und er ist überhaupt nicht mehr freigeschnitten. Es ist recht mühsam, hat aber eine gewisse Spannung, sich hier durchzukämpfen. Nach einigem Zickzack kommt man an eine Tanne und unmittelbar danach treffen wir auf den Bergweg, der von der Blaubergalm herauf zieht. Nun einfach weiter dem Pfad hinauf auf den Grat folgen. Nach etwa 2½ Stunden ist die Wichtelplatte erreicht und wir genehmigen uns erste eine Pause und genießen die warme fast sommerliche Spätsommersonne.
Im weiteren Verlauf werden nun Blaubergschneid und Blaubergkopf überschritten sowie die Karspitze umlaufen. Der letzte Anstieg am Blaubergkamm bringt uns dann zum höchsten Punkt der heutigen Bergtour auf die Halserspitze. Der Gipfel ist gut besucht aber nicht völlig überlaufen und so können wir eine ausgiebige Brotzeit bei phantastischer Fernsicht und damit toller Aussicht genießen.
Der Abstieg erfolgt über den wenige Meter vor dem Gipfel nördlich abzweigenden Pfad und führt steil hinunter zum "Stangenhäusel". Es geht weiter über einen Grat und später vorbei an der Wenigberghütte. Dann geht es nochmals ein paar Meter hinauf zum Weißenbachkopf und weiter durch den Laubwald zurück in Richtung Sieben Hütten. Kurz vor der Hohlensteinalm verlassen wir den Weg zu den Sieben Hütten und wandern die Kurze Rampe hinauf, an der Alm vorbei auf gutem Fahrweg, teils steil, hinab ins Tal. Dort stoßen wir wieder auf den Aufstiegsweg und folgen diesem zurück zum Wanderparkplatz.
Nach knapp 7½ Stunden endet eine tolle Bergtour, die, wenn auch nicht wirklich spektakulär, dennoch Ihre Reize hat und vor allem sehr Abwechslung bietet.

Panoramablick von der Halserspitze
Blauberge



zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere lange Bergtour
- Anstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit 
- Kondition für gut 1350 Hm

Ausrüstung:
- normale Bergwanderausrüstung
- ggf. Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Juni bis Oktober

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