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Geierköpfe - Westgipfel

(2143 m) 31.05.2015
Der westliche Geierkopf in den Ammergauer Alpen ist einer der drei Gipfel des gleichnamigen Bergmassivs. Der Hauptgipfel ist 2161 m hoch, der Westgipfel 2143 m und der Ostgipfel 2060 m. Wir stellen hier eine Route auf den Westgipfel vor, die wir vom kleinen Parkplatz bei der Brücke über den Teufelsbach durch das wilde Teufelstal besteigen. Die Bergtour kann als einfach beschrieben werden, doch kurz vor dem Gipfel muss man an einer Stelle auch mal Hand anlegen.

(Die Überschreitung von West- Haupt und Ostgipfel ist anspruchsvoller und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.)

Mittlerer und westlicher Geierkopf
Mittlerer und westlicher Geierkopf

 

Ausgangspunkt: 
kleiner Parkplatz an der Brücke über den Teufelsbach,
an der Verbindungsstraße von Plansee nach Schloss Linderhof
(ca. 1030 m)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Teufelstal - Zwerchenberg-Jagdhütte - westl. Geierkopf - Zwerchenberg-Jagdhütte - Teufelstal - Parkplatz

ca. 7 Std.
Tourenbeschreibung

Direkt am Parkplatz weist ein kleines handgeschriebenes Schild „Geierköpfe über Zwerchenberg-Jagdhütte“ den Weg zu einem wildromantischen Aufstieg durch das Teufelstal. Bei dem kleinen, nicht markierten aber deutlich ausgeprägten Pfad geht es sofort steil bergan. Wir folgen dem Pfad in vielen Kehren über teilweise sehr steile Hänge hinauf. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine kleiner Wasserfall, dessen wildes Rauschen uns eine ganze Weile begleitet. Später queren wir in leichtem Auf und Ab einige Bachschluchten und kommen nach ca. eineinhalb Stunden bei der Zwerchenberg-Jagdhütte auf gut 1600 m an. Hier an der Zwerchenbergalpe trifft unser Pfad auf den Wanderweg der vom Plansee hier herauf führt. Nach einer kurzen Rast halten wir uns links und wandern auf dem nun markierten Pfad weiter hinauf. Der Pfad ist an einigen Stellen sehr stark ausgewaschen und führt durch zum Teil sehr enge Latschengassen hinauf auf den Südostrücken. Nach den Latschen geht es über Schotter und einige Felsen unschwierig, man muss auch mal die Hände zu Hilfe nehmen, zum Westgipfel (2143m) der Geierköpfe mit Kreuz. Mit seiner schönen Aussicht auf Hochplatte, Daniel und Tannheimer Berge sowie dem landschaftlich interessanten Aufstieg bietet er ein für sich allein lohnendes Gipfelziel.
Wer die Überschreitung mit dem Hauptgipfel und dem Ostgipfel unternehmen möchte, muss noch eine gute halbe Stunde Gehzeit drauflegen. Dabei wandert man entlang des Grates hinüber zu einen Felskopf. Einige Markierungspunkte und Steinmänner erleichtern hier die Orientierung. In seiner Gipfelflanke geht es ein Stück nach oben, dann ziehr der Steig nach links und über einen steilen, geröllbedeckten Weg erreicht man den Hauptgipfel (2161m). Das schwierigste Stück ist dann der Weiterweg hinüber zum Ostgipfel. Hier sind neben Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auch Kletterfertigkeiten bis in den II Grad gefordert.
Wir lassen uns zu einer Brotzeit nieder, genießen ein wenig die Aussicht, soweit es die Wolken zulassen. Da das Wetter nicht wirklich aufreißen will, es kühl und unangenehm zugig ist, machen wir uns nach etwa 30 Minuten bereits wieder an den Abstieg. Dieser erfolgt für uns auf dem Anstiegsweg und so wandern wir über die Zwerchenberg-Jagdhütte und das Teufelstal hinab zurück zum Startpunkt der heutigen Tour.
Zusammenfassend endet eine schöne und nicht all zu stark begangene Tour, die bei uns die Lust auf die Überschreitung geweckt hat.

Blick aus dem Sattel hinauf auf die Geierköpfe
Geierköpfe


Charakter / Schwierigkeit: 
 - mittelschwere Bergtour (Stellen I)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- gute Kondition

- bei Nässe nicht zu empfehlen

Ausrüstung:
- komplette Bergtourenausrüstung
- ausreichend Verpflegung und vor allem Getränke!
- Teleskopstöcke

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober, je nach Schneeverhältnissen.

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