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Geigelstein

(1808 m) 20.03.2014
Eine schöne, sehr aussichtsreiche und lange Bergwanderung (~14 km) führt uns in den Chiemgauer Alpen über den schmalen Jägersteig auf den zweithöchsten Gipfel der Region. Durch Wald und über schönes Almgelände geht es dem Gipfel entgegen. Trittsicherheit sollte man dennoch mitbringen, wenn der Abstieg über den Sattel zwischen Geigel- und Breitenstein führt. Ein wenig Schwindelfreiheit ist ebenfalls hilfreich.

Als Schneeschutour geplant und als fast normale Bergtour durchgeführt

Blick über die Oberkaseralm auf den Geigelstein
Geigelstein Gipfel

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz in Sachrang
(ca. 740 m, Parkgebühr €2,00/Tag)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Jägersteig - Schreckalm - Oberkaseralm - Geigelstein - Priener Hütte - Grünbodenalm (verf.) - Parkplatz

ca. 5 ½ Std.
Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz aus queren wir die Langlaufloipe und folgen der meist geräumten Forststraße (wird auch als Rodelbahn benutzt) und der Beschilderung in Richtung Priener Hütte. Die Schneeschuhe mangels Schnee auf den Rucksack geschnallt geht es vorbei an den Häusern Berger Ried hinauf in den Talgraben. Wir queren dort selbigen über eine kleine Brücke. Etwa 700 m danach kann man einen Abkürzer (Markierung an einem Baumstumpf - Weg 3 / 14 / 20) nach rechts durch den lichten Wald nehmen. Wir bleiben aber auf dem Fahrweg und wandern leicht bergauf in nördl. Richtung. Nach einer scharfen Rechtskurve verlassen wir den Fahrweg nach links und folgen dem Jägersteig in den felsendurchsetzten Bergwald hinauf zur Schreckalm (Weg im Winter gesperrt). Durch Gestrüp geht es zunächst kurz bergan auf einen weiteren Fahrweg. Auf diesen kurz nördlich bis zur nächsten Verzweigung. Dort rechts halten und auf schmalem Pfad steiler und teils mit vielen Serpentinen durch die Südwestflanke des Mühlhörndls weiter hinauf bis wir auf einen weiteren kleinen Weg treffen. In den Schattenfeldern des Waldes liegt teils noch viel Schnee, so dass wir dem Weg kurz folgen, bis er sich in den Almwiesen der Schreckalm verliert. Um die Schneeschuhe vom Rucksack zu nehmen hat es aber viel zu wenig Schnee. Von den Almwiesen hat man eine tolle Sicht nach Süden und so legen wir an einem großen Stein eine kurze Trinkpause ein. Die kräftige Sonne lässt den Schnee schnell schmelzen und erste Blumen zeigen sich bereits. Normalerweise kann man um diese Jahreszeit noch sehr gut Ski- und Schneeschuhtouren unternehmen.
Der Weg führt an der Schreckalm vorbei und direkt nach ihr kurz links hinauf (Der Weiterweg rechts führt auf den breiten Weg zur Priener Hütte). Es geht flacher werdend an der Sulzigalm vorbei hinüber zur Oberkaseralm. Trotz des Altschnees kommen wir gut voran und stapfen durch den Südhang des Wandspitz. Wir steigen in nordöstliche Richtung in den Sattel zwischen Wandspitz und Geigelstein empor. Dort halten wir uns rechts, folgen durch eine Latschengasse den unzähligen Spuren im Schnee zum Gipfel mit Kreuz und der kleiner Kapelle. Viele Stellen sind vereisst und andere butterweich. So wird der Schlussanstieg doch nochmal anstrengend. Zur Belohnung haben wir dann aber eine wunderbare 360° Aussicht.
Nach der Brotzeit wanderen wir vom Gipfel steil in südwestlicher Richtung weiter. In Serpentinen geht es über einen freien, erosionsgeschädigten Hang hinab. Unbedingt auf dem Weg bleiben. Man versucht seit Jahren - bislang mit nur mäßigem Erfolg - eine Wiederbegrünung. Dann auf dem teilweise schmalen, latschenverwachsenen Gratweg in den Sattel zwischen Geigel- und Breitenstein. Am Verbindungsgrat schlüpfen wir durch einen Zaun nach rechts und steigt auf etwas ausgesetztem Steig westlich hinunter. Der Pfad windet sich durch kleine Felsformationen und führt zuletzt über einen Wiesenhang direkt zur Priener Hütte. Dort genehmigen wir uns in der warmen Sonne ein kühles Weißbier, bevor wir den Rückweg über die Almstraße antreten. An einer kleinen Abzweigung nehmen wir den schmalen, alten Weg durch den Laubergraben und stoßen später wieder auf die Almstraße. Auf dieser zurück zum Parkplatz. Noch gut 4,5 Km die man nun gemütlich zum Ausgangspunkt im Priental zurückwandert.

Als Schneeschutour geplant und als fast normale Bergtour durchgeführt. Der Winter 2013/14 ist nicht das was man von einem Winter erwartet, doch die Tour war auch so sehr schön. Wir können nur empfehlen, bei entprechender Wetterlage/Schneebedingungen die Tour wie beschrieben zu unternehmen, ist es doch über den Jägersteig einfach spannender als über die Almstraße!

 

Panoramablick auf den Geigelstein
Geigelstein


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Charakter / Schwierigkeit: 
 - mittelschwere Bergwanderung
- steile und geröllige Stellen im Abstieg
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hilfreich

Ausrüstung:
- komplette Bergwanderausrüstung
- Teleskopstöcke

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