Große Arnspitze (2196m) 14.10.2007  

 



Die Besteigung der Großen Arnspitze ist ein lohnendes Unternehmen. Bei klarer Sicht hat man nicht nur die umliegenden Gebirge (Wetterstein, Karwendel) eindrucksvoll vor sich liegen, man wird auf dem Gipfel auch für die Mühen des Aufstiegs mit phantastischer Fernsicht auf den Hauptalpenkamm belohnt.
Gipfelaufbau der Großen Arnspitze
Gipfelaufbau der Großen Arnspitze
 

Ausgangspunkt: 
Mittenwald
Parkplatz am südl. Ortsende nach der Isarbrücke ca. 912m

Bildergalerie  30 Bilder in extra Fenster 

 

Routenverlauf: 
Parkplatz - vorbei am Eingang zur Leutaschklamm - Riedbergscharte - Kuglter Schroffen - Achterköpfe - Arnspitzhütte - Gr. Arnspitze - Arnspitzhütte - Hasellähne - Riedboden - Parkplatz

ca. 6 Stunden
Tourenbeschreibung:
Wir starten in Mittenwald vom Parkplatz am südl. Ortsrand und gehen über die Isarbrücke in Richtung Gasthaus Gletscherschliff. Es ist noch ziemlich frisch, doch nach einem kurzen "Eingewöhnungsmarsch" kommt man allmählich auf Betriebstemperatur. Wir lassen die Leutaschklamm rechts liegen, und kurz darauf geht es auch schon mäßig steil bergan. Am Abzweig zum Gasthaus Gletscherschliff gehen wir geradeaus und folgen dem beschilderten Bergpfad. Nun geht es auf einem abwechslungsreichen Waldpfad etwa 300 Hm hinauf zur Riedbergscharte. Zwischendurch hat man immer wieder tolle Ausblicke auf das gegenüber liegende Karwendel (Mittenwalder Höhenweg). In der Riederbergscharte mündet die Aufstiegsroute aus dem Leutaschtal. Von hier aus hat man zum ersten Mal einen herrlichen Blick hinüber auf das Wettersteingebirge.
Nun zieht der Pfad, vorbei an der kleinen Jagdhütte, merklich steiler hinauf auf den Riedberg. Hier angekommen gönnen wir uns eine erste Pause und genießen den phänomenalen Ausblick und bei herrlich warmer Spätsommersonne eine kurze Brotzeit.
Danach folgen wir den Pfadspuren durch die karge, schroffe Gipfelregion des Riedbergs hinüber zur Arnspitzhütte. Von hier geht es teilweise steil bergan, sodass man gelegentlich auch mal die Hände zu Hilfe nehmen muss. Gut 240 Hm gilt es von der Hütte auf den Gipfel zu überwinden, aber dieser letzte kräfteraubende Anstieg wird mit einer phantastischen Aussicht belohnt.
Der Abstieg vom Gipfel erfolgt bis zur Arnspitzhütte über den Aufstiegsweg. Nun gibt es eine etwas längere Pause auf der Sonnenseite der Hütte. Leider kann man von der Hütte die Aussicht nicht genießen, denn sie liegt in einer Senke - so kann man nur auf die Latschen schauen.
Der weitere Abstieg führt uns noch ein paar Meter auf unserem Aufstiegsweg zurück, bis zum Abzweig nach Scharnitz. Hier ist auch der Abstieg über den alten und verfallenen Weg durch die Hasellähne ausgeschildert. Doch wer beim Abstieg nicht aufpasst, verpasst auf etwa 1500 m den Abzweig vom Weg nach Scharnitz in die steile Rinne. Wir fragen uns immer, ob wir noch richtig sind. Doch einige wenige Steigspuren sind noch zu erkennen und so steigen wir bis auf etwa 1150m ab, bevor der Weg wieder im Wald verschwindet. Nun noch in einen kleinen Rechtsbogen die letzten 150 Hm teils wieder mächtig steil hinab in den Riedboden und dann auf gut ausgebautem Weg zurück nach Mittenwald.
Nach etwa 7½ Stunden erreichen wir wieder den Ausgangspunkt der heutigen Tour. Wie wir finden, eine perfekte Tour für einen schönen Spätsommertag, die man wiederholen sollte.


Panoramabild von der Großen Arnspitze
Panoramablick von der Großen Arnspitze


zum Höhenprofil

 

Charakter / Schwierigkeit:  
- mittel schwere Bergwanderung
- anstrengend (ca. 1300 Hm)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit stellenweise erforderlich
- an einigen Stellen ausgesetzt
- im Gipfelbereich Gefahr durch Steinschlag

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober

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