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Großes Ochsenhorn

(2511 m) 25.08.2010
Mit 2511 m ist das Große Ochsenhorn der höchste Punkt der Lofer Steinberge. Vom Lofer Hochtal führt eine abwechslungsreiche Wanderung über die verfallene Scheffauer Alm hinauf zur von-Schmidt-Zabierow-Hütte. Wer dann weiter auf das Ochsenhorn geht, der sollte für den Gipfelstock Spaß an leichter Kletterei haben. Am Gipfel wird man dann mit einer prächtigen Rundumsicht für die Aufstiegsmühen belohnt, wenn Wetter und Wolken mitspielen.

Großes Ochenhorn
Großes Ochsenhorn in den Lofer Steinbergen

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz im Lofer Hochtal (ca. 800 m)
etwa 1km südwestlich von Lofer nahe der Umgehungsstraße über eine Forststraße vorbei an den eingezäunten Schuppen zum Parkplatz im Lofer Hochtal – gelbe Wanderwegweiser beachten!

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Scheffauer Alm - von-Schmidt-Zabierow-Hütte (1966 m) - kleine Wehrgrube - Weber Marterl - Großes Ochsenhorn - auf dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz

ca. 8 Std. 
Tourenbeschreibung:

Nachdem wir das Auto auf dem Parkplatz oberhalb der Gebäude im Lofer Hochtal abgestellt, die Wanderstiefel geschnürt und den Rucksack auf dem Rücken haben, starten wir um kurz vor 10 Uhr. Zunächst geht es kurz auf einem Weg in Richtung Talgrund, dann führt uns ein steiler und schmaler Bergpfad (Steig 601) durch einen Buchenwald in vielen Serpentinen hinauf zur verfallenen Scheffauer Alm (alte "Steinbergalm"). Den Wald lassen wir hinter uns und folgen dem deutlichen Pfad weiter durch das Gestrüpp über das Untere,- Mittlere und Obere Tret hinauf zur von-Schmidt-Zabierow-Hütte. Leider versperren tiefhängende Wolken immer wieder die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt, und so stapfen wir zügig weiter, bis wir auf etwa 1820 m an eine Wegekreuzung kommen. Geradeaus gelangt man etwas steiler direkt zur Hütte. Hält man sich rechts führt der Pfad über Karststufen entlang der Breithorn Ostseite zum Beginn der Gr. Wehrgrube. Dort geht es dann nach links (ebenfalls Schilder) in wenigen Minuten auf den Gamskopf und zur Hütte.
Nach etwa 2 ½ Stunden erreichen wir die Berghütte. Außer einem Teil der Hüttenmannschaft und einem weiteren Bergwanderer ist heute nicht viel los, was kein Wunder ist, denn es ja auch mitten in der Woche ist ;-). Wir gönnen uns in der gemütlichen und sehr gepflegten Hütte eine leckere Gulaschsuppe, bevor wir weiter hinauf auf das Große Ochsenhorn ziehen. Das Tagesziel ist von der Hütte bereits deutlich zu erkennen.
Der Weg führt zunächst hinab in den unteren Teil der Großen Wehrgrube und unter der Nas´n weiter über vom Wasser zerfressene Felsen. Es ist schon imposant, welche Kraft die Natur besitzt und welche Formen sie aus dem Gestein bilden kann. Auch hat es hier viele Dolinen, die teilweise sehr tief in den Felsen hinab ragen. Nach dem Weber Marterl geht es wieder einige Meter hinab in die kleine Wehrgrube. An der gegenüberliegenden Seite führt der Pfad hinauf in den Sattelhornsattel. Der Sattel ist durch Wegzeichen an einem dicken Felsbrocken und mit einem Schilderbaum gut gekennzeichnet und somit eigentlich nicht zu verfehlen. Hier beginnt der markierte Normalweg, der uns über Bänder und leichte Kamine durch die Nordwest-Flanke hinauf auf das Große Ochsenhorn führt. Dieser „Weg“ erfordert nun vielfach leichte Kletterei (I, Stellen II nach UIAA-Skala). Der Weg ist durchwegs gut markiert, man sollte dennoch genau schauen, wo man entlang läuft, sonst steigt man plötzlich wieder -den Markierungen folgend- auf einer anderen Aufstiegsroute ab!
Nach ca. 1 ½ Stunden schöner anregender Kraxelei erreichen wir den von Wolken umschlungenen Gipfel und gönnen uns auf dem Bankerl am Gipfelkreuz  eine kurze, aber verdiente Brotzeit. Es ist windig und die Wolken lassen immer mal wieder kurze Blicke auf den ein oder anderen Berg in der Nähe zu. Da man nicht wirklich die Aussicht genießen kann und es mittlerweile auch schon 15:45 Uhr ist starten wir den Abstieg. Dabei folgen wir der Aufstiegsroute und kraxeln in etwa 1 ½ Stunden zurück zum Sattel und weiter in Richtung der von-Schmidt-Zabierow-Hütte. Kurz vor der Hütte halten wir uns rechts und folgen dem steilen Pfand hinunter auf den Steig 601. Diesem folgen wir weitere 1 ½ Stunden und erreichen gegen 19:20 Uhr den Parkplatz und beenden die heutige Bergtour.
Von konditionsstarken und ambitionierten Bergsteigern lässt sich das Große Ochsenhorn als Tagestour gut bewältigen. Bei Kraxeleien im ersten Schwierigkeitsgrad sollte man sich wohlfühlen, dann macht auch die Gipfelbesteigung richtig Spaß.

Panorama
Großes Ochsenhorn

zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- mittelschwere bis schwere Bergtour 
- gute Kondition (es gilt rund 1900 Hm zu bewältigen)
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforerlich
- Gipfelanstieg ist gespick mit vielen leichten Kletterstellen (I, Stellen II nach UIAA)

Ausrüstung:
- normale Bergwanderausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober 

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