| Oberhalb von Innsbruck führt der gleichnamige Klettersteig über insgesamt 7 Gipfel. Im ersten mittelschweren bis schweren Teil nimmt man 5, im zweiten schweren Teil dann 2 Gipfel mit. Und der Schlussanstieg am Frau Hit Sattel verspricht noch mal einen Nervenkitzel.
|
Innsbrucker
Klettersteig
Schwindelfreiheit ist auf diesen Steig ein absolutes Muss, man
hat an einigen Passagen sehr viel Luft unterm Hintern.
|
Routenverlauf:
1. Möglichkeit:
ca. 6 Std. ab Parkplatz mit der Seilbahn bis zur
Station Seegrube - weiter mit der nächsten Gondel bis Hafelekar
- Seegrubenspitz (2.350m) - östliche Kaminspitze (2.432m) -
Mittlere Kaminspitze (2.435m) - Westliche Kaminspitze (2.445m)
- Seufzerbrücke - Kemacherspitze (2.480m) - langer Sattel (2.258m)
- Seegrube und mit der Gondel zurück zum Auto
2. Möglichkeit:
wie oben + 2 Teil des Stiegs ca.
1,5 Std. - vom langen Sattel zur östlichen Sattelspitze (2.369m)
- Westliche Sattelspitze (2.339m) - Frau Hitt Sattel - über
Schmiedhubersteig zu Seegrube -
Tourenbeschreibung:
Und wieder einmal versprachen die Wetterfröschen unbeständiges
und wechselhaftes Wetter. Wir machten uns dennoch auf den Weg
nach Innsbruck. Die Autobahn war recht leer und so kamen wir,
wie geplant, um kurz vor 8 an der Seilbahn an. Nach einen kurzen
Frühstück nahmen wir die Gondel für eine schnelle Überwindung
der ersten Meter. Bis zur Station Seegrube geht es in wenigen
Minuten auf ca. 1966 m. Zu Fuß sollte man ca. 2 Std. für diese
Abschnitt einplanen. Von der Mittelstation geht die Bahn weiter
auf das Hafelekar (2269m). Hätten wir diese Bahn, wie 98% der
Mitfahrer auch genommen, statt zu laufen, wäre uns der "beschissene"
Aufstieg erspart geblieben. Natur ist ja schön, aber wenn man
das Gefühl hat, man geht nur noch in Schafschei..., dann ist
das nicht ganz so lustig. Nun ja, so blieb uns nicht anderes
übrig, als Nase zu und durch..... Nach ca. 1,25 Std. kamen wir
an der Bergstation an. Direkt dahinter geht der Klettersteig
auch sofort los. Wir legten uns unser "Geschirr" an
und machten uns auf, den ersten Teil des Steiges zu erklimmen.
Gleich zu Begin geht es erst mal einige Meter fast senkrecht
aufwärts. Danach folgt man in ständigem Auf und Ab dem gut markierten
Pfad. Immer wieder versperrten uns die Wolken die Sicht auf
die umliegenden Berge und Täler. Zudem zog ein recht kalter
Wind über die Berge. Solange man in Bewegung bleib, war das
kein Problem. Die schwierigste Stelle des ersten Teils
folgte nach der Brotzeit kurz hinter dem Gipfel, bevor es in
den Sattel geht. Plattiger Fels und viel Luft unterm Hintern
lassen die Sache richtig spannend werden. Wer hier Probleme
mit der Höhe hat, der hat ein echtes Problem. Es geht sehr ausgesetzt
ein kurzes Stück senkrecht abwärts. Darauf folgt ein schmaler
Grat, bei dem es auf beiden Seiten direkt in den Abgrund geht.
Hier befinden sich 2 Sicherungsseile. Eins in Kniehöhe, das
andere auf ca. 1,80 m. Es ist volle Konzentration gefordert,
denn wer will schon unbedingt ausprobieren, ob das Klettersteigset
auch wirklich funktioniert. Hier habe ich dann doch tatsächlich
vergessen, ein paar Bilder zu schießen. Im Sattel entschieden
wir uns für den Abstieg. Mittlerweile verzogen sich die Wolken
und die Sonne gewann mehr und mehr die Oberhand. Nur der
kalte Wind wollte einfach nicht wärmer werden.Der 2. Teil ist
deutlich kürzer (ca. 1,5 Std.), dafür soll er aber deutlich
anspruchsvoller als der erste mittelschwere bis schwere Teil
sein. Nun, dies herauszufinden gilt es beim nächsten Versuch,
den Steig komplett zu bezwingen. Empfehlenswert ist, sich
die "Klettersteigkarte" bei der Bahn zu besorgen (ca.
16,00 €), mit der fährt man bis zum Hafelekar, und die Rückfahrt
gilt ab der Seegrube. So lassen sich ein paar € sparen.
Charakter / Schwierigkeit:
- gut gesicherter Steig (mittelschwer bis schwer)
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich
- an einigen Stellen ausgesetzt und sehr Luftig
- bei schönem Wetter und ausreichend Sicht eine empfehlenswerte
Tour
Ausrüstung:
Klettersteig-Ausrüstung (Komplettgurt, Klettersteigset, Helm,
Handschuhe)
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende September
[zurück] |