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Die Kemacherspitze

(2480m) 08.07. + 04.08.03
Oberhalb von Innsbruck führt der gleichnamige Klettersteig über insgesamt 7 Gipfel. Im ersten mittelschweren bis schweren Teil nimmt man 5, im zweiten schweren Teil dann 2 Gipfel mit. Und der Schlussanstieg am Frau Hit Sattel verspricht noch mal einen Nervenkitzel.   

Innsbrucker Klettersteig  
Blick von der Talstation auf die Kemacherspitze in den Innsbrucker Klettersteig
Schwindelfreiheit ist auf diesen Steig ein absolutes Muss, man hat an einigen Passagen sehr viel Luft unterm Hintern.

 
Ausgangspunkt:
Parkplatz Seilbahn zugleich Bergstation der Zahnradbahn Hungerburg

Bildergalerie 32 Bilder in extra Fenster

 

Routenverlauf:
1. Möglichkeit:
ca. 6 Std. ab Parkplatz mit der Seilbahn bis zur Station Seegrube - weiter mit der nächsten Gondel bis Hafelekar - Seegrubenspitz (2.350m) - östliche Kaminspitze (2.432m) - Mittlere Kaminspitze (2.435m) - Westliche Kaminspitze (2.445m) - Seufzerbrücke - Kemacherspitze (2.480m) - langer Sattel (2.258m) - Seegrube und mit der Gondel zurück zum Auto 

2. Möglichkeit:
wie oben + 2 Teil des Stiegs ca. 1,5 Std. - vom langen Sattel zur östlichen Sattelspitze (2.369m) - Westliche Sattelspitze (2.339m) - Frau Hitt Sattel - über Schmiedhubersteig zur Seegrube

Tourenbeschreibung:
Und wieder einmal versprachen die Wetterfröschen unbeständiges und wechselhaftes Wetter. Wir machten uns dennoch auf den Weg nach Innsbruck. Die Autobahn war recht leer und so kamen wir, wie geplant, um kurz vor 8 an der Seilbahn an. Nach einen kurzen Frühstück nahmen wir die Gondel für eine schnelle Überwindung der ersten Meter. Bis zur Station Seegrube geht es in wenigen Minuten auf ca. 1966 m. Zu Fuß sollte man ca. 2 Std. für diese Abschnitt einplanen. Von der Mittelstation geht die Bahn weiter auf das Hafelekar (2269m). Hätten wir diese Bahn, wie 98% der Mitfahrer auch genommen, statt zu laufen, wäre uns der "beschissene" Aufstieg erspart geblieben. Natur ist ja schön, aber wenn man das Gefühl hat, man geht nur noch in Schafschei..., dann ist das nicht ganz so lustig. Nun ja, so blieb uns nicht anderes übrig, als Nase zu und durch..... Nach ca. 1,25 Std. kamen wir an der Bergstation an. Direkt dahinter geht der Klettersteig auch sofort los. Wir legten uns unser "Geschirr" an und machten uns auf, den ersten Teil des Steiges zu erklimmen. Gleich zu Begin geht es erst mal einige Meter fast senkrecht aufwärts. Danach folgt man in ständigem Auf und Ab dem gut markierten Pfad. Immer wieder versperrten uns die Wolken die Sicht auf die umliegenden Berge und Täler. Zudem zog ein recht kalter Wind über die Berge. Solange man in Bewegung bleib, war das kein Problem. Die schwierigste Stelle des ersten Teils folgte nach der Brotzeit kurz hinter dem Gipfel, bevor es in den Sattel geht. Plattiger Fels und viel Luft unterm Hintern lassen die Sache richtig spannend werden. Wer hier Probleme mit der Höhe hat, der hat ein echtes Problem. Es geht sehr ausgesetzt ein kurzes Stück senkrecht abwärts. Darauf folgt ein schmaler Grat, bei dem es auf beiden Seiten direkt in den Abgrund geht. Hier befinden sich 2 Sicherungsseile. Eins in Kniehöhe, das andere auf ca. 1,80 m. Es ist volle Konzentration gefordert, denn wer will schon unbedingt ausprobieren, ob das Klettersteigset auch wirklich funktioniert. Hier habe ich dann doch tatsächlich vergessen, ein paar Bilder zu schießen.  Im Sattel entschieden wir uns für den Abstieg. Mittlerweile verzogen sich die Wolken und die Sonne gewann mehr und mehr die Oberhand. Nur der kalte Wind wollte einfach nicht wärmer werden.Der 2. Teil ist deutlich kürzer (ca. 1,5 Std.), dafür soll er aber deutlich anspruchsvoller als der erste mittelschwere bis schwere Teil sein. Nun, dies herauszufinden gilt es beim nächsten Versuch, den Steig komplett zu bezwingen.  Empfehlenswert ist, sich die "Klettersteigkarte" bei der Bahn zu besorgen (ca. 16,00 €), mit der fährt man bis zum Hafelekar, und die Rückfahrt gilt ab der Seegrube. So lassen sich ein paar € sparen. 

Charakter / Schwierigkeit:  
- gut gesicherter Steig (mittelschwer bis schwer)
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich 
- an einigen Stellen ausgesetzt und sehr Luftig
- bei schönem Wetter und ausreichend Sicht eine empfehlenswerte Tour

Ausrüstung: 
Klettersteig-Ausrüstung (Komplettgurt, Klettersteigset, Helm, Handschuhe)

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende September

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